Nicht irgendeinen Apfelkuchen, versteht sich. Es musste dieser eine sein – der, den meine Oma immer gebacken hat, mit dieser buttrigen, fast karamelligen Kruste und so viel Zimt, dass die ganze Küche danach roch. Aber, und das ist der Punkt, ich hatte keine Butter mehr. Na ja, nicht die richtige Menge. Nur so einen halben, traurigen Rest. Und frische Äpfel? Fehlanzeige. Dafür lagen da noch drei musige, fast vergessene Boskop-Äpfel in der Obstschale und ein Päckchen Butter, das schon seit Tagen darauf wartete, verarbeitet zu werden. Ich stand da, in meiner viel zu großen Lieblings-Jogginghose, und starrte in den Kühlschrank. Die Idee kam mir, als ich die Augen fast zufiel: Brown Butter. Ich hatte mal gelesen, dass man Butter bräunen kann, um ihr diesen unglaublich nussigen, tiefen Geschmack zu geben. Was, wenn ich genau das mit meiner mickrigen Butterration mache? Die Idee war verrückt, vielleicht sogar ein bisschen dumm. Aber es war spät, ich war müde und irgendwie auch trotzig. Also habe ich es einfach gemacht. Ich habe die Butter in einem Topf geschmolzen und gewartet. Und gewartet. Und dann, als sie anfing, dieses goldbraune, duftende Wunder zu werden, wusste ich: Das wird was. Der Kuchen, der daraus entstand, war so saftig, so aromatisch, so unglaublich gut, dass ich ihn am nächsten Morgen gleich noch einmal gebacken habe – diesmal mit Absicht. Vielleicht kennst du das ja, wenn man nachts die besten Ideen hat, weil man zu müde ist, um sich selbst im Weg zu stehen. Dieser Kuchen ist der Beweis, dass Chaos manchmal die beste Zutat ist.
Warum du diesen Saftigen Brown Butter Apfelkuchen lieben wirst
Dieser Kuchen ist nicht einfach nur ein Rezept. Er ist eine kleine Revolution in deiner Küche. Ich habe ihn inzwischen unzählige Male gebacken, für Geburtstage, für gemütliche Sonntagnachmittage und sogar für den Elternabend – und er hat jedes Mal alle umgehauen.
- Saftig wie kein Zweiter: Das Geheimnis liegt in der Brown Butter. Sie verleiht dem Teig eine unglaubliche Feuchtigkeit und einen nussigen Geschmack, den du so schnell nicht vergisst. Kein trockener Kuchen mehr!
- Einfache Zutaten, großer Auftritt: Du brauchst keine exotischen Gewürze oder teuren Spezialitäten. Die meisten Zutaten hast du garantiert zu Hause. Äpfel, Mehl, Zucker, Eier – und die Butter, die du ganz einfach selbst bräunen kannst.
- Der perfekte Familienkuchen: Er ist nicht zu süß, nicht zu schwer und schmeckt Groß und Klein. Die leichte Zimtglasur gibt ihm das gewisse Etwas, ohne aufdringlich zu sein. Ein Kuchen, der alle an einen Tisch bringt.
- Unkompliziert & zeitsparend: Der Teig ist in 15 Minuten zusammengerührt. Die Brown Butter klingt aufwendig, ist aber in wenigen Minuten gemacht. Perfekt für den Alltag, wenn es schnell gehen muss, aber trotzdem etwas Besonderes sein darf.
- Resteverwertung vom Feinsten: Die Äpfel, die keiner mehr essen wollte, werden hier zur Hauptattraktion. Und falls doch mal ein Stück übrig bleibt (was selten vorkommt), schmeckt es am nächsten Tag sogar noch besser.
Dieser Kuchen ist für mich der Inbegriff von Seelenfutter. Er ist warm, tröstlich und erinnert mich jedes Mal an meine Kindheit, nur mit einem erwachseneren, raffinierten Twist. Wenn du ihn das erste Mal probierst, wirst du verstehen, warum ich ihn den “Familientraum” nenne.
Was du für Zutaten brauchst
Die Zutatenliste ist kurz und übersichtlich. Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es auf wenige, aber dafür hochwertige Grundzutaten setzt. Jede einzelne spielt ihre Rolle perfekt.
Für den Brown Butter Apfelkuchen:
- 150 g Butter (ungesalzen): Die Hauptdarstellerin. Nimm eine gute Butter, am besten mit 82 % Fettgehalt. Ich persönlich mag die von Weihenstephan oder Milsani (Eigenmarke von Aldi) für diesen Zweck. Sie wird beim Bräunen besonders aromatisch.
- 150 g Zucker (feiner Haushaltszucker): Gibt dem Kuchen die nötige Süße und sorgt für eine schöne Bräunung. Du kannst auch braunen Zucker verwenden, dann wird der Kuchen noch karamelliger.
- 2 Eier (Größe M, Zimmertemperatur): Sie binden den Teig und machen ihn schön fluffig. Nimm die Eier rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie nicht zu kalt sind.
- 1 Päckchen Vanillezucker (oder 1 TL Vanilleextrakt): Für die feine Vanillenote, die perfekt mit dem nussigen Butteraroma harmoniert.
- 250 g Mehl (Type 405 oder 550): Weizenmehl ist ideal. Für eine glutenfreie Variante kannst du eine glutenfreie Mehlmischung 1:1 ersetzen.
- 1 Päckchen Backpulver (ca. 15 g): Der Treibstoff für unseren Kuchen. Achte darauf, dass es noch frisch ist, sonst geht der Kuchen nicht richtig auf.
- 1 Prise Salz: Klingt unscheinbar, ist aber essentiell. Es hebt alle Aromen hervor und balanciert die Süße aus.
- 100 ml Milch (Zimmertemperatur): Macht den Teig geschmeidig und saftig. Du kannst auch Buttermilch verwenden, dann wird der Kuchen noch fluffiger.
- 3-4 mittelgroße Äpfel (z.B. Boskop, Elstar oder Jonagold): Boskop ist mein Favorit, weil er beim Backen schön weich wird und sein Aroma richtig entfaltet. Elstar und Jonagold sind auch super, sie bleiben etwas bissfester.
- 1 TL Zimt (gemahlen): Für das unverwechselbare Aroma. Ein guter Ceylon-Zimt ist milder und feiner als Cassia-Zimt.
- 1 EL Zitronensaft: Verhindert, dass die Äpfel braun werden, und gibt eine frische Säure.
Für die Zimtglasur:

- 100 g Puderzucker: Die Basis für eine schöne, glatte Glasur.
- 2-3 EL Milch oder Zitronensaft: Zum Anrühren. Mit Zitronensaft wird die Glasur etwas frischer und säuerlicher.
- 1/2 TL Zimt: Für das zimtige Finish. Hier darf es ruhig ein bisschen mehr sein.
Substitutions-Tipp: Du hast keine Äpfel? Kein Problem! Birnen oder Quitten eignen sich hervorragend als Ersatz. Für eine vegane Variante ersetze die Butter durch vegane Margarine, die Eier durch Apfelmus (ca. 100 g) und die Milch durch Hafer- oder Sojamilch. Der Kuchen wird dann etwas kompakter, aber immer noch lecker.
Die richtige Ausrüstung
Für diesen Kuchen brauchst du kein Profi-Equipment. Ein paar grundlegende Küchenhelfer reichen völlig aus. Ich bin ein großer Fan von praktischen, bezahlbaren Lösungen, die jeder zu Hause hat.
- Eine kleine Kasserolle oder ein heller Topf: Unverzichtbar für die Brown Butter. Ein heller Topf ist ideal, damit du die Farbveränderung der Butter gut erkennen kannst.
- Eine Springform (24 cm Durchmesser) oder eine Kastenform: Ich verwende am liebsten eine Springform, weil sich der Kuchen so leichter lösen lässt. Eine gute antihaftbeschichtete Form ist Gold wert. Meine ist von WMF, aber die von Kaiser oder Dr. Oetker tun es auch.
- Eine Küchenwaage: Für präzise Ergebnisse. Ich schwöre auf meine digitale Waage von Soehnle.
- Zwei Rührschüsseln: Eine für die trockenen, eine für die nassen Zutaten.
- Ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine: Zum Aufschlagen der Eier und des Zuckers. Ein Schneebesen tut es auch, aber dann wird es anstrengender.
- Ein scharfes Messer und ein Sparschäler: Zum Schälen und Schneiden der Äpfel.
- Ein Gitterrost: Zum Abkühlen des Kuchens, damit er nicht durchweicht.
Die Zubereitung – Schritt für Schritt zum perfekten Apfelkuchen
Keine Sorge, es ist einfacher als es klingt. Ich zeige dir jeden Schritt, damit nichts schiefgehen kann. Los geht’s!
- Brown Butter herstellen (ca. 10 Minuten): Schneide die 150 g Butter in kleine Stücke und gib sie in den hellen Topf. Schmelze sie bei mittlerer Hitze. Sobald sie geschmolzen ist, schäumt sie auf und beginnt zu brutzeln. Rühre gelegentlich mit einem Schneebesen um. Jetzt heißt es: Aufpassen! Nach etwa 5-7 Minuten wird die Butter anfangen, braun zu werden und einen nussigen Duft zu verbreiten. Sobald sie eine goldbraune Farbe hat und kleine braune Punkte am Boden des Topfes sichtbar sind, nimmst du den Topf sofort vom Herd. Gieße die Brown Butter in eine hitzebeständige Schüssel um, damit sie nicht nachbräunt. Lass sie etwas abkühlen.
- Ofen vorheizen & Form vorbereiten: Heize den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 155 °C) vor. Fette deine Springform (24 cm) leicht ein und bestäube sie mit Mehl oder lege sie mit Backpapier aus. Der Rand muss nicht eingefettet werden, der Teig geht so schön hoch.
- Trockene Zutaten vermischen: In einer Schüssel das Mehl (250 g) mit dem Backpulver (1 Päckchen) und der Prise Salz vermischen. Gut verrühren, damit sich alles gleichmäßig verteilt.
- Eier-Zucker-Masse aufschlagen: In einer zweiten, größeren Schüssel die 2 Eier, den Zucker (150 g) und den Vanillezucker mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe für etwa 3-4 Minuten schaumig schlagen. Die Masse sollte hellgelb und dicklich sein. Wenn du den Schneebesen anhebst, sollte die Masse ein Band ziehen.
- Brown Butter unterrühren: Jetzt die abgekühlte (aber noch flüssige) Brown Butter unter die Eier-Zucker-Masse rühren. Gut vermischen, bis alles schön glatt ist.
- Mehl-Milch-Mix einarbeiten: Die Hälfte der Mehlmischung auf die Buttermasse sieben und vorsichtig unterheben. Dann die Milch (100 ml) dazugeben und verrühren. Anschließend die restliche Mehlmischung dazugeben und nur so lange rühren, bis kein Mehl mehr zu sehen ist. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Kuchen zäh! Ein Teig, der noch ein paar kleine Klümpchen hat, ist perfekt.
- Äpfel vorbereiten: In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Apfelviertel in dünne Spalten oder kleine Würfel schneiden (je nachdem, wie du die Apfelstücke im Kuchen haben möchtest). Die Apfelstücke mit 1 TL Zimt und 1 EL Zitronensaft vermischen.
- Teig und Äpfel schichten: Die Hälfte des Teiges in die vorbereitete Springform geben und glatt streichen. Die Hälfte der Apfelstücke darauf verteilen. Dann den restlichen Teig darüber geben und wieder glatt streichen. Zum Schluss die restlichen Apfelstücke auf der Oberfläche verteilen und leicht andrücken.
- Backen: Den Kuchen auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben und für ca. 40-45 Minuten backen. Mach nach 35 Minuten die Stäbchenprobe: Stecke ein Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens. Wenn kein feuchter Teig mehr daran kleben bleibt, ist er fertig. Sollte die Oberfläche zu dunkel werden, decke sie in den letzten 10 Minuten mit Alufolie ab.
- Abkühlen lassen: Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form auf einem Gitterrost etwa 10-15 Minuten abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen.
- Zimtglasur zubereiten & auftragen: Während der Kuchen abkühlt, die Glasur zubereiten. Dafür den Puderzucker (100 g) mit 1/2 TL Zimt in eine kleine Schüssel sieben. Nach und nach 2-3 EL Milch oder Zitronensaft hinzufügen und zu einer glatten, dickflüssigen Glasur verrühren. Die Glasur sollte langsam vom Löffel fließen. Sobald der Kuchen vollständig abgekühlt ist, die Glasur mit einem Löffel gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen. Lass sie ein paar Minuten fest werden, bevor du den Kuchen anschneidest.
Meine besten Tipps & Tricks für den perfekten Kuchen
Ich habe bei diesem Rezept so einiges gelernt – manchmal auch auf die harte Tour. Hier sind meine besten Geheimnisse, damit dein Kuchen ein voller Erfolg wird.
- Die Brown Butter nicht verbrennen: Das ist der wichtigste Punkt! Sobald die Butter anfängt, braun zu werden, geht alles sehr schnell. Sei wachsam und nimm den Topf sofort vom Herd, wenn die gewünschte Farbe erreicht ist. Einmal zu spät, und die Butter schmeckt bitter. Ich habe es selbst erlebt – ein ganzer Topf voller Hoffnung, der nach verbranntem Popcorn schmeckte. Seitdem nehme ich einen hellen Topf, um die Farbe besser zu sehen.
- Zimmertemperatur ist kein Mythos: Die Eier und die Milch sollten wirklich Zimmertemperatur haben. Kalte Zutaten können den Teig klumpig machen oder dafür sorgen, dass die Brown Butter wieder fest wird. Einfach 30 Minuten vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen.
- Nicht zu viel rühren: Sobald das Mehl im Teig ist, wird das Rühren zur Nebensache. Rühre nur so lange, bis alles gerade so vermischt ist. Ein überrührter Teig wird zäh und kompakt. Lieber ein paar kleine Mehlnester übersehen.
- Die richtige Apfelsorte: Für einen saftigen Kuchen sind Äpfel, die beim Backen weich werden, am besten. Boskop ist der König, aber Elstar oder Jonagold sind auch fantastisch. Vermeide säuerliche, feste Sorten wie Granny Smith – sie bleiben zu hart und geben nicht genug Saft ab.
- Die Stäbchenprobe ist deine Freundin: Jeder Ofen backt anders. Verlasse dich nicht blind auf die Zeit. Nach 35 Minuten ist die Stäbchenprobe Pflicht. Wenn noch Teig kleben bleibt, backe ihn weitere 5 Minuten und teste erneut. Besser einmal zu viel testen als einen matschigen Kuchen zu haben.
Variationen & Anpassungen – Mach ihn zu deinem!
Dieses Rezept ist ein fantastischer Ausgangspunkt, um zu experimentieren. Ich habe im Laufe der Jahre einige Variationen ausprobiert, und hier sind meine liebsten.
- Nussige Variante: Gib 100 g gehackte Walnüsse oder Mandeln zusammen mit den Äpfeln in den Teig. Die Nüsse rösten im Ofen leicht an und geben einen herrlich knusprigen Kontrast zum weichen Kuchen. Ich habe das mal für einen Adventskaffee gemacht und es war ein voller Erfolg.
- Herbstliche Gewürznote: Verfeinere den Teig zusätzlich mit einer Prise Nelkenpulver, Kardamom und Muskatnuss. Das gibt dem Kuchen eine wärmende, weihnachtliche Note. Perfekt für die kalte Jahreszeit.
- Schokoladen-Apfel-Traum: Für alle Schokoladenfans: Hebe 100 g dunkle Schokoladenstückchen (Zartbitter) unter den Teig. Die Kombination aus nussiger Brown Butter, süßen Äpfeln und herber Schokolade ist einfach unwiderstehlich. Ein Freund von mir hat das mal für einen Kindergeburtstag gemacht – die Kleinen waren begeistert, die Großen auch.
- Vegane & glutenfreie Option: Wie schon bei den Zutaten erwähnt, funktioniert eine vegane Version mit Margarine, Apfelmus und Pflanzenmilch erstaunlich gut. Für eine glutenfreie Variante nimm eine hochwertige glutenfreie Mehlmischung. Der Kuchen wird dann etwas krümeliger, aber nicht weniger lecker.
- Mit Streuseln: Wer es gerne extra knusprig mag, kann vor dem Backen eine Handvoll Streusel (aus Mehl, Zucker und kalter Butter) auf den Kuchen geben. Das gibt eine herrliche Kruste.
Servieren & Aufbewahren – So schmeckt er am besten
Die Frage aller Fragen: Wie isst man ihn am besten? Ganz ehrlich: Es gibt kein falsches Timing, aber ein paar Momente sind einfach perfekt.
Servieren: Der Kuchen schmeckt lauwarm am allerbesten. Dann ist er besonders saftig und die Zimtglasur beginnt leicht zu schmelzen. Ein Klecks Schlagsahne, eine Kugel Vanilleeis oder ein Löffel Crème fraîche passen hervorragend dazu. Für einen besonderen Moment kannst du ihn auch mit einem Hauch von Puderzucker bestäuben. Er ist aber auch kalt am nächsten Tag ein Genuss – perfekt für das Frühstück oder den Kaffeeklatsch im Büro.
Aufbewahren: Der Kuchen bleibt in einer luftdichten Kuchenbox bei Raumtemperatur 2-3 Tage frisch. Wichtig: Bewahre ihn nicht im Kühlschrank auf, da wird er trocken. Du kannst ihn auch hervorragend einfrieren. Wickle ihn dazu gut in Frischhaltefolie und dann in einen Gefrierbeutel. So hält er sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen oder kurz im Ofen aufwärmen. Die Glasur wird beim Einfrieren etwas weicher, aber der Geschmack bleibt fantastisch.
Reheating-Tipp: Wenn du ihn nach ein paar Tagen wieder warm genießen möchtest, lege ein Stück für 5-10 Minuten bei 150 °C in den Ofen. So wird er wieder fast so gut wie frisch gebacken.
Nährwerte & gesundheitliche Aspekte
Ein Kuchen ist ein Genussmittel, aber es schadet nicht, zu wissen, was drin steckt. Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Stück (bei 12 Stücken):
| Nährwert | Menge pro Stück |
|---|---|
| Kalorien | ca. 290 kcal |
| Kohlenhydrate | ca. 42 g |
| davon Zucker | ca. 24 g |
| Fett | ca. 12 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | ca. 7 g |
| Eiweiß | ca. 4 g |
| Ballaststoffe | ca. 2 g |
Die Äpfel liefern wertvolle Ballaststoffe und Vitamine, vor allem Vitamin C. Die Brown Butter enthält zwar viel Fett, aber auch fettlösliche Vitamine wie Vitamin A. Der Zimt hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Wie gesagt: Es ist ein Kuchen, kein Gesundheitsprodukt. Aber mit guten Zutaten und in Maßen genossen, ist er ein durchaus vertretbarer Genuss. Wenn du auf Zucker achten möchtest, kannst du einen Teil des Zuckers durch Erythrit oder Xylit ersetzen – dann schmeckt er etwas weniger süß, aber immer noch lecker.
Fazit – Warum dieser Kuchen in deine Rezeptsammlung gehört
Dieser Saftige Brown Butter Apfelkuchen ist für mich mehr als nur ein Rezept. Er ist ein kleines Stück Heimat, ein Beweis dafür, dass die besten Dinge oft aus Notwendigkeit entstehen. Er ist einfach, ehrlich und unglaublich lecker. Die Brown Butter gibt ihm eine Tiefe, die du so schnell nicht wiederfinden wirst, und die Zimtglasur ist das i-Tüpfelchen, das ihn perfekt macht.
Ich liebe es, wie dieser Kuchen duftet, wenn er im Ofen backt. Wie er die ganze Küche in eine warme, goldene Wolke hüllt. Und ich liebe es, wie er die Menschen zusammenbringt. An einem verregneten Donnerstag, an einem sonnigen Sonntag oder einfach so, weil es sich richtig anfühlt. Probier ihn aus! Ich bin mir sicher, dass er auch bei dir zu Hause schnell zum Lieblingskuchen wird. Und wenn du eine eigene Variante entdeckst oder einen besonderen Moment damit erlebst, dann schreib es mir in die Kommentare. Ich bin schon gespannt auf deine Geschichten. Bis dahin: Viel Spaß beim Backen und Genießen!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Kuchen auch ohne Brown Butter backen?
Ja, du kannst die Brown Butter durch 150 g zerlassene, abgekühlte Butter ersetzen. Der Kuchen wird dann aber nicht diesen intensiven, nussigen Geschmack haben. Ich empfehle dir, es mindestens einmal mit Brown Butter zu probieren – der Unterschied ist riesig!
Meine Brown Butter ist verbrannt. Kann ich sie noch verwenden?
Leider nein. Wenn die Butter bitter schmeckt oder schwarz geworden ist, solltest du sie wegschütfen und von vorne beginnen. Verbrannte Butter verdirbt den ganzen Kuchen. Sei beim nächsten Mal etwas vorsichtiger und nimm den Topf früher vom Herd.
Kann ich den Kuchen auch in einer Kastenform backen?
Ja, das funktioniert wunderbar! Verwende eine Kastenform mit ca. 25-30 cm Länge. Die Backzeit verlängert sich dann eventuell um 5-10 Minuten, da der Teig dicker ist. Mach auf jeden Fall die Stäbchenprobe.
Der Kuchen ist innen noch matschig, obwohl er schon 45 Minuten gebacken hat. Was tun?
Das kann passieren, wenn die Äpfel sehr saftig sind oder der Ofen zu heiß ist. Decke den Kuchen mit Alufolie ab und backe ihn weitere 10-15 Minuten bei reduzierter Hitze (160 °C). Die Stäbchenprobe gibt dir die endgültige Sicherheit.
Kann ich die Zimtglasur weglassen oder ersetzen?
Ja, die Glasur ist optional. Du kannst den Kuchen auch einfach mit Puderzucker bestäuben oder mit einer dünnen Schicht Aprikosenmarmelade bestreichen, um ihm Glanz zu verleihen. Auch ein Klecks Schlagsahne passt hervorragend dazu.
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Saftiger Brown Butter Apfelkuchen – Bestes Familientraum-Rezept mit Zimtglasur
Dieser saftige Apfelkuchen mit nussiger Brown Butter und zimtiger Glasur ist ein echter Familientraum. Ein einfaches Rezept, das mit wenigen Zutaten auskommt und garantiert gelingt.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 45 Minuten
- Total Time: 1 Stunde
- Yield: 12 Stücke 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 150 g ungesalzene Butter
- 150 g Zucker
- 2 Eier (Größe M, Zimmertemperatur)
- 1 Päckchen Vanillezucker (oder 1 TL Vanilleextrakt)
- 250 g Mehl (Type 405 oder 550)
- 1 Päckchen Backpulver (ca. 15 g)
- 1 Prise Salz
- 100 ml Milch (Zimmertemperatur)
- 3–4 mittelgroße Äpfel (z.B. Boskop, Elstar oder Jonagold)
- 1 TL Zimt (gemahlen)
- 1 EL Zitronensaft
- 100 g Puderzucker
- 2–3 EL Milch oder Zitronensaft
- 1/2 TL Zimt
Instructions
- Brown Butter herstellen: Butter in kleine Stücke schneiden und in einem hellen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Sobald sie schäumt und zu brutzeln beginnt, gelegentlich umrühren. Nach etwa 5-7 Minuten wird die Butter goldbraun und duftet nussig. Sofort vom Herd nehmen und in eine hitzebeständige Schüssel umgießen. Abkühlen lassen.
- Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 155 °C) vorheizen. Eine Springform (24 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen.
- In einer Schüssel Mehl, Backpulver und Salz vermischen.
- In einer zweiten Schüssel Eier, Zucker und Vanillezucker mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe 3-4 Minuten schaumig schlagen, bis die Masse hellgelb und dicklich ist.
- Die abgekühlte Brown Butter unter die Eier-Zucker-Masse rühren.
- Die Hälfte der Mehlmischung auf die Buttermasse sieben und vorsichtig unterheben. Dann die Milch dazugeben und verrühren. Anschließend die restliche Mehlmischung dazugeben und nur so lange rühren, bis kein Mehl mehr zu sehen ist.
- Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in dünne Spalten oder kleine Würfel schneiden. Mit Zimt und Zitronensaft vermischen.
- Die Hälfte des Teiges in die Springform geben und glatt streichen. Die Hälfte der Apfelstücke darauf verteilen. Den restlichen Teig darüber geben und glatt streichen. Die restlichen Apfelstücke auf der Oberfläche verteilen und leicht andrücken.
- Den Kuchen auf der mittleren Schiene 40-45 Minuten backen. Nach 35 Minuten die Stäbchenprobe machen: Wenn kein feuchter Teig mehr am Holzstäbchen klebt, ist der Kuchen fertig. Bei Bedarf die Oberfläche in den letzten 10 Minuten mit Alufolie abdecken.
- Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form auf einem Gitterrost 10-15 Minuten abkühlen lassen. Dann aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen.
- Für die Zimtglasur Puderzucker und Zimt in eine kleine Schüssel sieben. Nach und nach 2-3 EL Milch oder Zitronensaft hinzufügen und zu einer glatten, dickflüssigen Glasur verrühren. Die Glasur auf dem vollständig abgekühlten Kuchen verteilen und fest werden lassen.
Notes
Die Brown Butter nicht verbrennen – sobald sie goldbraun ist und nussig duftet, vom Herd nehmen. Eier und Milch sollten Zimmertemperatur haben. Nicht zu viel rühren, sonst wird der Kuchen zäh. Für eine vegane Variante Butter durch vegane Margarine, Eier durch 100 g Apfelmus und Milch durch Hafer- oder Sojamilch ersetzen.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 290
- Sugar: 24
- Sodium: 0.2
- Fat: 12
- Saturated Fat: 7
- Carbohydrates: 42
- Fiber: 2
- Protein: 4
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