Meine Nachbarin Silke machte keine große Sache daraus. Ich war an einem Dienstagvormittag kurz bei ihr vorbeigeschneit, um mir eine Springform auszuleihen – meine war beim Stürzen eines Kuchens leider verbeult. Und dann traf mich dieser Duft. Warm, würzig, irgendwie nach Zuhause. Es roch nach Weihnachten, dabei war es erst Ende Oktober.
„Das sind nur ein paar Haferflocken-Plätzchen“, sagte sie achselzuckend, während sie ein Blech aus dem Ofen holte. „Die Kleinen lieben sie, und ich versuche, den Zucker ein bisschen zu reduzieren.“ Nur ein paar Haferflocken-Plätzchen. Ich bitte dich. Diese Dinger waren der Hammer – außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich und chewy, mit dieser tiefen, fast karamelligen Süße, die einfach nicht aufhören wollte, gut zu schmecken. Und das ganz ohne einen einzigen Löffel raffinierten Zucker.
Ich musste einfach fragen. Und sie zuckte wieder nur mit den Schultern: „Datteln, Haferflocken, Zimt. Fertig.“ So nonchalant, als hätte sie mir verraten, wie man Wasser kocht. Dabei hatte sie gerade einen Familienliebling erschaffen, der mein Backleben komplett auf den Kopf stellen würde. Ehrlich, ich stand in ihrer Küche, den Mund noch halb voll, und wusste: Dieses Rezept musste ich haben. Und heute gebe ich es an dich weiter. Vielleicht kennst du das ja – wenn ein so einfaches Rezept dich so umhaut, dass du es sofort nachbacken musst.
Warum du diese zuckerfreien Haferflocken-Plätzchen lieben wirst
Diese Plätzchen sind nicht nur ein weiteres „gesundes“ Rezept, das nach Pappe schmeckt. Sie sind das Gegenteil. Sie sind der Beweis, dass weniger manchmal wirklich mehr ist. Lass mich dir sagen, warum sie bei uns zu Hause absolute Dauergäste sind:
- Zuckerfrei, aber nicht geschmacksfrei: Die Süße kommt ganz natürlich von reifen Datteln. Kein raffinierter Zucker, keine künstlichen Süßstoffe, kein Ahornsirup. Nur pure, fruchtige Süße, die perfekt mit dem Zimt harmoniert.
- Budgetfreundlich für die ganze Familie: Die Zutatenliste ist kurz und erschwinglich. Haferflocken, Datteln, ein bisschen Öl und Gewürze – das hast du wahrscheinlich schon zu Hause. Keine teuren Superfoods oder exotischen Mehle nötig.
- Picky-Eater-geprüft und -geliebt: Meine Kinder sind nicht die einfachsten Esser. Aber diese Plätzchen? Die sind im Handumdrehen weg. Sie schmecken nicht nach „gesund“, sondern einfach nach leckerem Keks. Das ist der wahre Test, oder?
- Schnell gemacht, ohne Schnickschnack: Du brauchst keine Küchenmaschine, keine Standmixer-Superkräfte. Ein paar Schüsseln, ein Backblech und los geht’s. In unter 30 Minuten hast du ein Blech voller Glück.
- Perfekt für jeden Anlass: Ob als gesunder Snack für die Brotdose, zum Kaffee am Nachmittag, auf dem Kindergeburtstag oder einfach so, weil du dir was Gutes tun willst – diese Plätzchen passen immer. Und sie schmecken am nächsten Tag sogar noch besser, wenn die Aromen richtig durchgezogen sind.
Ich habe so viele „gesunde“ Keksrezepte ausprobiert, die am Ende trocken und bröselig waren. Das hier ist anders. Es ist das Rezept, bei dem ich nach dem ersten Bissen die Augen geschlossen habe. Es ist Comfort Food, nur ohne den Zucker-Kater danach. Perfekt, um die Familie zu verwöhnen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Welche Zutaten du für die zuckerfreien Haferflocken-Plätzchen brauchst
Die Magie dieser Plätzchen liegt in ihrer Einfachheit. Du brauchst keine lange Liste an exotischen Zutaten, sondern nur ein paar Grundlagen, die wahrscheinlich schon in deiner Vorratskammer schlummern. Hier ist, was du brauchst:
Die Basis
- 200 g zarte Haferflocken: Ich nehme am liebsten die von Kölln oder der Eigenmarke – sie sind fein genug, damit die Plätzchen eine schöne Bindung haben, aber noch etwas Biss. Für eine glutenfreie Variante greifst du einfach zu zertifizierten glutenfreien Haferflocken.
- 150 g entsteinte Datteln (weich und saftig): Das ist der heimliche Star! Achte darauf, dass die Datteln wirklich schön weich und klebrig sind. Medjoul-Datteln sind perfekt, aber auch normale Datteln aus dem Supermarkt tun es. Sind sie etwas trocken, weiche sie 10 Minuten in heißem Wasser ein und tupfe sie trocken.
- 80 ml neutrales Pflanzenöl: Rapsöl, Sonnenblumenöl oder ein mildes Kokosöl (geschmolzen) eignen sich super. Das Öl sorgt für die saftige, mürbe Textur. Ich mag das leichte Aroma von Kokosöl, aber Rapsöl ist geschmacksneutraler.
- 2 EL Wasser oder pflanzliche Milch: Nur ein kleiner Schuss, um den Teig geschmeidig zu machen. Mandelmilch oder Hafermilch geben eine extra Note.
Die Gewürze & Aromen

- 2 TL gemahlener Zimt: Nicht sparen! Zimt ist nicht nur das typische Weihnachtsgewürz, sondern bringt eine natürliche Süße und Wärme, die perfekt mit den Datteln harmoniert. Ich liebe Ceylon-Zimt für sein feineres Aroma.
- 1 Prise Salz: Klingt komisch, ist aber ein Gamechanger. Eine kleine Prise Salz hebt die Süße der Datteln hervor und rundet den Geschmack ab.
- Optional: 1/2 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer halben Vanilleschote: Nicht zwingend nötig, aber es gibt dem Ganzen eine wunderbare, runde Note. Ich gebe fast immer Vanille dazu.
Optionale Extras für mehr Biss
- 50 g gehackte Nüsse (Walnüsse, Mandeln oder Haselnüsse): Für etwas Crunch. Ich röste sie vorher kurz in der Pfanne an – das bringt noch mehr Aroma.
- 50 g dunkle Schokoladenstückchen (mind. 70 % Kakao): Die zuckerfreie Variante? Ja, aber ein paar Stückchen gute Zartbitterschokolade sind für mich der absolute Luxus. Sie schmelzen so schön im warmen Plätzchen.
- 2 EL Kokosraspeln: Für eine tropische Note und etwas mehr Textur.
Mein Tipp zur Dattel-Auswahl: Wenn du Datteln kaufst, drücke sie leicht. Sie sollten sich weich und nachgiebig anfühlen, nicht hart und trocken. Feste Datteln lassen sich schlecht pürieren und der Teig wird nicht so schön homogen. Und falls du mal keine Datteln da hast? Keine Sorge, ich habe auch schon getrocknete Feigen ausprobiert – das funktioniert auch super, die Plätzchen werden dann etwas erdiger im Geschmack.
Welche Küchengeräte du brauchst
Die gute Nachricht: Du brauchst keine High-End-Küchenmaschine. Für diese zuckerfreien Haferflocken-Plätzchen reicht ein handelsüblicher Pürierstab oder Mixer, um die Datteln zu einer Paste zu verarbeiten. Ein paar Basics reichen völlig aus:
- Ein scharfes Messer und ein Schneidebrett: Zum Kleinspucken der Datteln, falls nötig.
- Ein Pürierstab oder eine kleine Küchenmaschine: Um die Datteln mit dem Wasser zu einer glatten Paste zu mixen. Ein Standmixer geht auch, aber dann musst du die Masse öfter von den Wänden kratzen.
- Zwei Rührschüsseln: Eine für die trockenen Zutaten, eine für die feuchten.
- Ein Backblech mit Backpapier: Kein Einfetten nötig, das spart Arbeit und Kalorien.
- Ein Esslöffel oder ein kleiner Eisportionierer: Zum gleichmäßigen Formen der Plätzchen. Ich schwöre auf meinen kleinen Portionierer – die Plätzchen werden so alle gleich groß und backen gleichmäßig.
- Eine Gabel: Zum flachdrücken der Teigkugeln. Einfach und effektiv.
Falls du keinen Pürierstab hast: Du kannst die Datteln auch sehr fein hacken und dann mit einer Gabel zu einer Paste zerdrücken. Das ist etwas mehr Arbeit, klappt aber auch. Ich hab’s selbst schon gemacht, als mein Mixer mal den Geist aufgegeben hat.
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung für die perfekten zuckerfreien Haferflocken-Plätzchen
Jetzt geht’s ans Eingemachte. Keine Sorge, es ist wirklich einfach. Ich zeige dir jeden Schritt, damit sie garantiert gelingen.
- Backofen vorheizen und Blech vorbereiten. Heize den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Lege ein Backblech mit Backpapier aus. Das ist wichtig, damit nichts kleben bleibt und du hinterher weniger zu putzen hast.
- Die Dattelpaste zubereiten. Gib die 150 g entsteinten Datteln zusammen mit den 2 EL Wasser (oder Milch) in ein hohes Gefäß. Püriere alles mit dem Pürierstab zu einer gleichmäßigen, klebrigen Paste. Das dauert etwa 1-2 Minuten. Die Paste sollte schön glatt sein, ohne große Stücke. Falls sie zu fest ist, gib noch einen Schluck Wasser dazu. Riech mal – dieser Duft von Datteln und purer Süße ist unglaublich.
- Trockene Zutaten vermischen. In einer großen Schüssel vermengst du die 200 g Haferflocken, 2 TL Zimt und die 1 Prise Salz. Wenn du Nüsse oder Schokolade verwendest, hebe sie jetzt auch unter. So verteilen sie sich gleichmäßig im Teig.
- Feuchte Zutaten hinzufügen. Gib die Dattelpaste und die 80 ml Öl zu den trockenen Zutaten. Vermenge alles mit einem Löffel oder deinen Händen (ich finde, mit den Händen geht es am besten, so spürt man die Konsistenz). Du solltest einen leicht klebrigen, aber formbaren Teig erhalten. Wenn er zu trocken ist und bröselt, gib noch einen Esslöffel Wasser oder Milch dazu. Ist er zu nass und matschig, füge einen Esslöffel mehr Haferflocken hinzu.
- Plätzchen formen. Nimm mit einem Esslöffel oder dem kleinen Portionierer walnussgroße Portionen des Teigs ab. Rolle sie zwischen deinen Handflächen zu Kugeln. Das ist ein kleiner, meditativer Moment – genieß ihn! Lege die Kugeln mit etwas Abstand (ca. 3-4 cm) auf das vorbereitete Backblech.
- Plätzchen flachdrücken. Drücke jede Kugel mit einer Gabel oder dem Boden eines Glases leicht flach. Nicht zu dünn, sie sollten etwa 1 cm dick sein. Die Gabel hinterlässt ein hübsches Muster – ganz traditionell. Wenn der Teig an der Gabel klebt, tauche sie kurz in kaltes Wasser.
- Backen. Schiebe das Blech in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene. Backe die Plätzchen für 12-15 Minuten. Sie sollten an den Rändern leicht goldbraun sein, in der Mitte aber noch etwas weich und hell aussehen. Sie härten beim Abkühlen noch nach. Backe sie nicht zu lange, sonst werden sie trocken. Der Duft, der sich jetzt in deiner Küche ausbreitet, ist einfach himmlisch – nach gemütlichem Nachmittag und purem Wohlgefühl.
- Abkühlen lassen. Lass die Plätzchen für 5 Minuten auf dem Blech ruhen. Sie sind direkt aus dem Ofen noch sehr weich und zerbrechlich. Dann hebst du sie vorsichtig mit einem Pfannenwender auf ein Kuchengitter, wo sie vollständig auskühlen können. Diesen Schritt solltest du nicht überspringen – die Ruhezeit ist entscheidend für die perfekte Textur.
Meine persönliche Erfahrung: Beim ersten Mal habe ich die Plätzchen 18 Minuten im Ofen gelassen, weil ich dachte, sie müssen knuspriger sein. Ergebnis: Sie waren hart wie Kieselsteine. Seitdem nehme ich sie lieber eine Minute früher raus, wenn sie noch weich aussehen. Lieber zu weich als zu hart – das ist meine Devise.
Tipps und Tricks für die besten zuckerfreien Haferflocken-Plätzchen
Ich habe in den letzten Monaten bestimmt sechs oder sieben Chargen dieser Plätzchen gebacken. Dabei sind ein paar wertvolle Erkenntnisse gereift, die ich dir nicht vorenthalten möchte.
- Die Dattel-Paste ist der Schlüssel: Sie muss wirklich schön glatt sein. Wenn noch größere Dattelstücke im Teig sind, werden die Plätzchen beim Backen ungleichmäßig und können an den Stücken verbrennen. Nimm dir also Zeit beim Pürieren. Ich püriere die Datteln immer mindestens zwei Minuten lang.
- Der Teig fühlt sich anders an: Er wird nicht so fest wie ein klassischer Mürbeteig. Er ist eher klebrig und weich. Das ist völlig in Ordnung. Wenn er zu sehr klebt, befeuchte deine Hände leicht mit Wasser, bevor du die Kugeln rollst. Das macht einen riesigen Unterschied!
- Nicht zu viel backen: Das ist der häufigste Fehler. Nimm die Plätzchen raus, wenn sie an den Rändern gerade Farbe annehmen und die Mitte noch weich und hell ist. Sie sehen auf dem Blech noch nicht „fertig“ aus, aber das ist Absicht. Sie werden beim Abkühlen fest und bekommen den perfekten Biss – außen leicht knusprig, innen chewy.
- Die Größe macht’s: Verwende für alle Plätzchen die gleiche Menge Teig, damit sie gleichmäßig backen. Ich benutze dafür einen kleinen Eisportionierer mit 3 cm Durchmesser. Das spart Zeit und die Plätzchen sehen professionell aus.
- Geduld beim Abkühlen: Ich weiß, es ist schwer, aber widerstehe der Versuchung, die Plätzchen heiß zu essen. Sie sind dann noch sehr weich und zerfallen leicht. Warte die 5 Minuten auf dem Blech und dann die Zeit auf dem Gitter. Der Lohn ist ein perfektes Plätzchen.
Mein persönlicher Fail: Einmal habe ich vergessen, das Salz hinzuzufügen. Die Plätzchen schmeckten irgendwie… flach. Eindimensional. Erst da wurde mir klar, wie wichtig diese kleine Prise Salz ist. Sie ist der Geschmacksverstärker, der die Süße der Datteln erst richtig zur Geltung bringt. Also: Salz nicht vergessen!
Variationen und Anpassungen für deine zuckerfreien Haferflocken-Plätzchen
Das Schöne an diesem Grundrezept ist, dass es unglaublich wandelbar ist. Du kannst es immer wieder neu erfinden, je nachdem, was du da hast oder worauf du Lust hast. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
- Schokoladen-Variante: Ersetze 2 EL der Haferflocken durch 2 EL ungesüßtes Kakaopulver. Der Teig wird dunkler und die Plätzchen schmecken herrlich schokoladig, ohne Zucker. Dazu passen die gehackten Walnüsse perfekt.
- Herbstliche Gewürz-Plätzchen: Tausche den Zimt gegen 1 TL Lebkuchengewürz oder Pumpkin-Spice-Mix. Ein Hauch von Nelke, Kardamom und Ingwer – das schmeckt nach kuscheligen Decken und heißen Getränken. Perfekt für die Adventszeit!
- Fruchtige Note: Gib 50 g getrocknete Cranberries oder fein gehackte getrocknete Aprikosen in den Teig. Die säuerliche Note der Cranberries bricht die Süße der Datteln wunderbar. Ich habe das für einen Adventskaffee gebacken und alle waren begeistert.
- Vegane Variante: Das Rezept ist ohnehin vegan, wenn du pflanzliche Milch verwendest. Achte nur darauf, dass deine Schokoladenstückchen auch vegan sind (die meisten dunklen Sorten sind es).
- Glutenfreie Variante: Verwende einfach zertifizierte glutenfreie Haferflocken. Der Rest des Rezepts bleibt gleich. Die Plätzchen werden genauso lecker.
- Extra Protein: Für eine herzhaftere, proteinreichere Version ersetze ich 30 g der Haferflocken durch 30 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse. Das gibt den Plätzchen mehr Biss und macht sie sättigender. Ideal für den Snack nach dem Sport oder für die Brotdose.
Meine Lieblingsvariation: Ich gebe oft einen Teelöffel Orangenabrieb in den Teig. Die frische, fruchtige Note passt fantastisch zum Zimt und den Datteln. Probiert es mal aus – es ist wie ein kleiner Sonnenstrahl im Winter!
Tipps zum Servieren und Aufbewahren der zuckerfreien Haferflocken-Plätzchen
Diese Plätzchen schmecken pur schon himmlisch, aber ein paar kleine Extras machen sie noch besser. Und weil sie so schnell weg sind, ist es gut zu wissen, wie man sie richtig aufbewahrt – falls überhaupt welche übrig bleiben.
Servieren: Am besten schmecken sie lauwarm, wenn die Schokolade (falls verwendet) noch leicht geschmolzen ist. Einfach pur genießen oder mit einem Glas kalter Milch, einer Tasse Kaffee oder einem Kräutertee servieren. Für besondere Anlässe kannst du sie mit etwas Joghurt und frischen Beeren anrichten – ein schnelles, gesundes Dessert. Ich serviere sie auch gerne auf einer Platte mit anderen ungesüßten Leckereien für den Kaffeetisch. Sie sind immer die Ersten, die leer ist.
Aufbewahren: Die vollständig abgekühlten Plätzchen kommen in eine luftdichte Keksdose. So bleiben sie bei Raumtemperatur etwa 5-7 Tage frisch und saftig. Wichtig: Die Dose nicht in den Kühlschrank stellen, da werden sie trocken. Ein kleiner Trick: Lege ein Stück Apfelschale mit in die Dose – das hält sie weich. Aber vergiss nicht, die Schale nach einem Tag zu entfernen, sonst schimmelt sie.
Einfrieren: Diese Plätzchen lassen sich super einfrieren! Entweder roh als Teigkugeln (einfach auf einem Blech vorfrosten und dann in einen Gefrierbeutel umfüllen) oder fertig gebacken und abgekühlt. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur auf ein Kuchengitter legen oder für 5 Minuten in den Ofen bei 150 °C geben. Sie schmecken dann fast wie frisch gebacken. Ich friere immer eine doppelte Portion ein – so habe ich immer etwas Vorrat für unerwarteten Besuch oder einen plötzlichen Kekshunger.
Flavor-Entwicklung: Ein kleiner Geheimtipp: Am zweiten oder dritten Tag schmecken die Plätzchen oft noch besser. Die Aromen von Zimt und Datteln haben dann Zeit, sich richtig zu verbinden. Sie werden noch runder und intensiver. Falls du es also schaffst, sie ein paar Tage ruhen zu lassen – du wirst belohnt!
Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile
Diese Plätzchen sind nicht nur lecker, sondern auch eine richtig gute Wahl für den kleinen Hunger zwischendurch. Im Gegensatz zu klassischen Keksen stecken sie voller guter Inhaltsstoffe, die dich länger satt machen und deinen Blutzucker nicht in die Höhe treiben.
Ungefähre Nährwerte pro Plätzchen (bei 20 Stück):
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 85 kcal |
| Kohlenhydrate | ca. 13 g |
| davon Zucker | ca. 6 g (natürlicher Fruchtzucker) |
| Ballaststoffe | ca. 2 g |
| Fett | ca. 3 g |
| Eiweiß | ca. 2 g |
Warum sie gut für dich sind:
- Haferflocken: Sie sind reich an löslichen Ballaststoffen (Beta-Glucan), die den Cholesterinspiegel senken können und für eine langanhaltende Sättigung sorgen. Perfekt, um Heißhungerattacken zu vermeiden.
- Datteln: Vollgepackt mit natürlichen Antioxidantien, Kalium und Magnesium. Sie sind eine fantastische Alternative zu raffiniertem Zucker, da sie den Blutzucker langsamer ansteigen lassen.
- Zimt: Nicht nur ein Gewürz, sondern auch ein echtes Superfood. Er wirkt entzündungshemmend, kann den Blutzuckerspiegel regulieren und gibt dem Ganzen dieses unwiderstehliche Aroma.
- Gesunde Fette: Das Öl liefert wichtige Fettsäuren. Wenn du Kokosöl verwendest, bekommst du sogar mittelkettige Triglyceride (MCTs), die vom Körper schnell in Energie umgewandelt werden.
Allergenhinweise: Das Rezept ist von Natur aus eifrei, milchfrei und sojafrei. Es enthält Gluten (durch die Haferflocken), aber du kannst es einfach glutenfrei zubereiten. Bei Verwendung von Nüssen oder Schokolade bitte die entsprechenden Allergene beachten.
Meine Perspektive: Ich bin kein Ernährungsberater, aber ich weiß, wie gut es sich anfühlt, seinen Kindern (und sich selbst) etwas zu geben, das nicht nur gut schmeckt, sondern auch noch wertvolle Nährstoffe liefert. Diese Plätzchen sind für mich der Beweis, dass gesundes Naschen kein Widerspruch sein muss. Sie sind der Snack, bei dem ich mich nicht schlecht fühle, wenn ich drei auf einmal esse.
Fazit: Warum diese zuckerfreien Haferflocken-Plätzchen ein Familienliebling werden
Ich backe jetzt seit ein paar Monaten regelmäßig diese zuckerfreien Haferflocken-Plätzchen mit Datteln und Zimt, und sie haben sich fest in unserem Familien-Repertoire etabliert. Sie sind nicht nur einfach und schnell gemacht, sondern sie beweisen, dass man für ein wirklich tolles Gebäck keinen raffinierten Zucker braucht. Die natürliche Süße der Datteln, gepaart mit dem warmen Zimt und dem nussigen Hafergeschmack – das ist pure, ehrliche Leckerei.
Ich liebe es, wie wandelbar sie sind. Mal mit Schokolade, mal mit Cranberries, mal ganz pur – sie werden nie langweilig. Und das Beste? Sie schmecken der ganzen Familie, von den Kleinsten bis zu den Großen. Mein Mann nimmt sie heimlich aus der Dose, und meine Kinder betteln darum, sie mit in die Schule nehmen zu dürfen. Das ist für mich der ultimative Test.
Probier sie doch einfach mal aus! Ich bin mir sicher, dass sie auch bei dir zu Hause schnell zum Lieblingsrezept werden. Und wenn du eine eigene Variante ausprobierst – vielleicht mit anderen Gewürzen oder Trockenfrüchten – dann lass es mich wissen. Ich bin immer gespannt auf neue Ideen! Teile deine Kreationen gerne in den Kommentaren oder markiere mich auf Pinterest. Ich freue mich riesig darauf, deine Version dieser kleinen Glückskekse zu sehen.
Also, ran an die Schüsseln! Deine Küche wird es dir danken – versprochen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich statt Datteln auch andere Trockenfrüchte verwenden?
Ja, absolut! Getrocknete Feigen oder weiche Aprikosen sind ein toller Ersatz. Feigen geben eine erdigere, fast karamellige Süße. Aprikosen sind etwas fruchtiger und säuerlicher. Achte darauf, dass die Früchte schön weich sind, damit sie sich gut pürieren lassen. Eventuell musst du etwas mehr Wasser hinzufügen.
Warum sind meine Plätzchen zu trocken oder bröselig geworden?
Das kann zwei Gründe haben. Entweder waren die Datteln zu trocken und haben nicht genug Feuchtigkeit in den Teig gebracht, oder die Plätzchen waren zu lange im Ofen. Achte beim nächsten Mal auf saftige Datteln (weiche sie bei Bedarf ein) und backe sie maximal 12-15 Minuten. Sie sollten aus dem Ofen kommen, wenn sie noch weich aussehen.
Kann ich den Teig auch ohne Pürierstab zubereiten?
Ja, das ist möglich, wenn auch etwas aufwendiger. Hacke die Datteln mit einem scharfen Messer so fein wie möglich. Gib sie dann zusammen mit dem Wasser in eine Schüssel und zerdrücke sie mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zu einer Paste. Es werden kleine Stückchen übrig bleiben, was den Plätzchen eine schöne Textur gibt.
Wie lange halten sich die Plätzchen und kann ich sie einfrieren?
In einer luftdichten Keksdose halten sie sich bei Raumtemperatur etwa 5-7 Tage. Ja, sie lassen sich sowohl als roher Teig (geformte Kugeln) als auch fertig gebacken und abgekühlt sehr gut einfrieren. Eingefroren halten sie sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur auf ein Gitter legen.
Sind diese Plätzchen auch für Kleinkinder geeignet?
Ja, aufgrund des fehlenden raffinierten Zuckers sind sie eine tolle Alternative zu herkömmlichen Keksen. Achte darauf, dass die Plätzchen weich genug sind (nicht zu lange backen). Bei Verwendung von Nüssen oder Schokoladenstückchen solltest du die Stückchen für Kleinkinder sehr klein hacken, um die Verschluckungsgefahr zu minimieren. Die Basisversion ohne Stückchen ist perfekt für kleine Kinderhände.
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Beste zuckerfreie Haferflocken-Plätzchen mit Datteln und Zimt
Diese zuckerfreien Haferflocken-Plätzchen werden mit Datteln und Zimt gesüßt – außen knusprig, innen chewy und voller natürlicher Süße. Ein einfaches, gesundes Rezept, das der ganzen Familie schmeckt.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 12-15 Minuten
- Total Time: 30 Minuten
- Yield: 20 Plätzchen 1x
- Category: Kekse / Snacks
- Cuisine: International
Ingredients
- 200 g zarte Haferflocken (ca. 2 1/4 Tassen)
- 150 g entsteinte Datteln, weich und saftig (ca. 1 Tasse, fest verpackt)
- 80 ml neutrales Pflanzenöl (z. B. Rapsöl, Sonnenblumenöl oder geschmolzenes Kokosöl) (ca. 1/3 Tasse)
- 2 EL Wasser oder pflanzliche Milch (z. B. Mandelmilch, Hafermilch)
- 2 TL gemahlener Zimt
- 1 Prise Salz
- Optional: 1/2 TL Vanilleextrakt oder Mark einer halben Vanilleschote
- Optional: 50 g gehackte Nüsse (Walnüsse, Mandeln oder Haselnüsse) (ca. 1/2 Tasse)
- Optional: 50 g dunkle Schokoladenstückchen, mind. 70 % Kakao (ca. 1/3 Tasse)
- Optional: 2 EL Kokosraspeln
Instructions
- Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Datteln mit Wasser oder Milch in ein hohes Gefäß geben und mit einem Pürierstab zu einer glatten, klebrigen Paste pürieren (ca. 1–2 Minuten).
- In einer großen Schüssel Haferflocken, Zimt und Salz vermischen. Falls verwendet, Nüsse, Schokoladenstückchen oder Kokosraspeln unterheben.
- Dattelpaste und Öl zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Löffel oder den Händen zu einem leicht klebrigen, formbaren Teig vermengen. Bei Bedarf 1 EL Wasser oder Milch hinzufügen, falls der Teig zu trocken ist, oder 1 EL Haferflocken, falls er zu nass ist.
- Mit einem Esslöffel oder einem kleinen Eisportionierer walnussgroße Portionen abnehmen und zu Kugeln rollen. Mit ca. 3–4 cm Abstand auf das Backblech legen.
- Jede Kugel mit einer Gabel oder dem Boden eines Glases leicht flachdrücken (ca. 1 cm dick). Bei Klebrigkeit die Gabel kurz in kaltes Wasser tauchen.
- Das Blech auf die mittlere Schiene in den Ofen schieben und 12–15 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind, die Mitte aber noch weich und hell aussieht.
- Die Plätzchen 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann vorsichtig auf ein Kuchengitter heben und vollständig auskühlen lassen.
Notes
Die Dattelpaste muss sehr glatt sein – mindestens 2 Minuten pürieren. Die Plätzchen nicht zu lange backen; sie härten beim Abkühlen nach. Bei trockenen Datteln diese 10 Minuten in heißem Wasser einweichen und abtupfen. Der Teig ist klebrig – Hände leicht befeuchten erleichtert das Formen. Die Plätzchen schmecken am 2. oder 3. Tag noch besser, wenn die Aromen durchgezogen sind.
Nutrition
- Serving Size: 1 Plätzchen
- Calories: 85
- Sugar: 6
- Sodium: 20
- Fat: 3
- Saturated Fat: 0.5
- Carbohydrates: 13
- Fiber: 2
- Protein: 2
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