Letzten Dienstag stand ich in der Kassenschlange beim Drogeriemarkt, als mich dieser eine Duft traf – eine seltsame Mischung aus Mandelseife und dem Parfüm der Frau vor mir – und plötzlich war ich sieben, in Tante Ingrids winziger Küche in Flensburg. Der Geruch von Mandeln und ein Hauch von etwas Erwachsenem, das ich damals nicht benennen konnte. Tante Ingrid buk immer dieses eine Gebäck zur Weihnachtszeit, und ich saß auf einem wackeligen Hocker und durfte die kleinen Kugeln formen. Sie war nicht wirklich meine Tante, sondern die Nachbarin meiner Großmutter, eine Frau mit rauen Händen und einem Lachen, das die Fensterscheiben zum Klirren brachte. Sie ist schon lange nicht mehr da, aber dieser Duft – der ist geblieben. Und genau diesen Moment, dieses Gefühl von pudrigem Marzipan zwischen den Fingern und dem ersten Biss in einen weichen, buttrigen Kern, den versuche ich jedes Jahr aufs Neue einzufangen. Ehrlich, ich habe Jahre gebraucht, um das Rezept so hinzubekommen, dass es schmeckt wie damals. Vielleicht kennen Sie das ja – dieses Verlangen nach einem Geschmack, den man einfach nicht beschreiben kann, aber sofort erkennt, wenn er da ist.
Dieses zarte Marzipan-Gebäck mit Amaretto-Kern ist für mich der Inbegriff von Weihnachten. Es ist nicht einfach nur ein Plätzchen; es ist eine kleine, in sich geschlossene Erinnerung. Der Teig ist buttrig und zart, fast wie ein Mürbteig, aber mit so viel feinem Marzipan, dass er auf der Zunge zergeht. Und dann der Kern – ein Klecks echter Amaretto-Creme, der dem Ganzen eine wunderbar erwachsene, leicht bittere Note gibt, die perfekt mit der Süße des Marzipans harmoniert. Ich habe dieses Rezept so oft verfeinert, bis es genau richtig war. Nicht zu süß, nicht zu trocken, sondern genau diese perfekte Balance. Es ist eines dieser Rezepte, die man einfach machen muss, um zu verstehen, warum sie so besonders sind. Und genau deshalb teile ich es heute mit Ihnen – damit auch Sie diesen kleinen, glücklichen Moment auf der Zunge erleben können.
Warum Sie dieses Rezept lieben werden
Ich habe unzählige Marzipanplätzchen in meinem Leben gebacken, aber dieses Rezept ist etwas Besonderes. Es vereint alles, was ich an weihnachtlichem Gebäck liebe, in einem einzigen, perfekten Bissen. Lassen Sie mich Ihnen sagen, warum es auch Ihr neues Lieblingsrezept werden wird:
- Einfach und schnell: Der Teig ist in 15 Minuten zusammengerührt und muss nicht stundenlang kühlen. Perfekt für alle, die wenig Zeit, aber große Lust auf selbstgemachte Plätzchen haben.
- Zutaten aus dem Vorratsschrank: Keine exotischen Zutaten, die man extra kaufen muss. Marzipan-Rohmasse, Mehl, Butter und ein Fläschchen Amaretto – das haben die meisten von uns sowieso im Haus, oder zumindest in der Weihnachtszeit.
- Der perfekte Weihnachtsbegleiter: Diese Plätzchen schmecken nicht nur fantastisch zum Kaffee, sondern sind auch ein wunderbares Mitbringsel für die Weihnachtsfeier oder das Familienessen. Sie sehen aus wie kleine Kunstwerke auf dem Teller.
- Ein garantierter Publikumsliebling: Jeder, der sie probiert, fragt nach dem Rezept. Ernsthaft. Letztes Jahr habe ich sie zur Arbeit mitgebracht, und meine Kollegin hat drei Mal nachgefragt, ob ich das Rezept nicht aufschreiben könne.
- Unwiderstehlich lecker: Die Kombination aus dem zarten, süßen Marzipanteig und dem leicht bitteren, alkoholischen Amaretto-Kern ist einfach himmlisch. Das ist der Geschmack von Komfort und Geborgenheit, aber mit einem kleinen, raffinierten Kick.
Was dieses Rezept von anderen Marzipangebäcken unterscheidet, ist die Textur. Ich habe lange experimentiert, bis der Teig genau richtig war – nicht zu bröselig, nicht zu klebrig, sondern einfach perfekt zart. Der Trick liegt in der richtigen Menge Butter und der feinen Reibung des Marzipans. Und der Amaretto-Kern? Der ist das i-Tüpfelchen. Er macht aus einem guten Plätzchen ein unvergessliches Erlebnis. Ich verspreche Ihnen, nach dem ersten Bissen werden auch Sie die Augen schließen – genau wie ich damals in Tante Ingrids Küche.
Welche Zutaten Sie brauchen
Für dieses Rezept verwenden wir nur wenige, aber hochwertige Zutaten. Das Geheimnis liegt in der Kombination und der sorgfältigen Verarbeitung. Lassen Sie mich Ihnen die einzelnen Komponenten vorstellen:
Für den Marzipan-Mürbteig
- 200 g Marzipan-Rohmasse (ich schwöre auf die von Niederegger, die ist einfach am feinsten und hat das intensivste Aroma)
- 200 g weiche Butter (ungesalzen, damit wir die Süße selbst bestimmen können)
- 100 g Puderzucker (gesiebt, für eine besonders feine Textur)
- 2 Eigelb (Größe M, sie binden den Teig und machen ihn schön mürbe)
- 1 Prise Salz (das hebt den Geschmack des Marzipans unglaublich hervor)
- 350 g Mehl (Type 405, für einen klassischen Mürbteig)
Für die Amaretto-Creme-Füllung

- 100 g weiche Butter (wichtig: wirklich weich, nicht geschmolzen)
- 100 g Puderzucker (gesiebt)
- 2-3 EL Amaretto (je nachdem, wie intensiv Sie den Geschmack mögen; ich nehme meist 3 EL, weil ich den Alkoholgeschmack liebe, aber 2 EL reichen auch für eine dezente Note)
- 100 g gemahlene Mandeln (sie geben der Creme Struktur und einen nussigen Unterton)
Zum Bestreuen
- Puderzucker (für den letzten, weihnachtlichen Schliff)
Ein kleiner Tipp von mir: Achten Sie beim Marzipan auf die Qualität. Billiges Marzipan schmeckt oft künstlich und ist zu süß. Investieren Sie lieber ein paar Cent mehr in eine gute Marke – der Unterschied ist enorm. Und beim Amaretto: Nehmen Sie einen, den Sie auch gerne pur trinken würden. Ein schlechter Amaretto kann die ganze Creme ruinieren. Ich habe das einmal mit einem billigen Discounter-Amaretto versucht – glauben Sie mir, das war keine gute Idee. Der Geschmack war irgendwie chemisch und hat das ganze Gebäck versaut. Seitdem nehme ich nur noch Disaronno oder einen guten italienischen Amaretto aus dem Feinkostladen.
Benötigte Küchengeräte
Bevor wir loslegen, hier eine kleine Liste der Dinge, die Sie bereithalten sollten. Keine Sorge, Sie brauchen keine Profi-Ausstattung, aber ein paar Helfer erleichtern die Arbeit ungemein:
- Eine Küchenmaschine oder ein Handrührgerät – für den Teig und die Creme. Ich nutze meine alte Kenwood, die schon meine Mutter hatte. Sie läuft und läuft.
- Eine feine Reibe – um das Marzipan zu reiben. Das ist mein absoluter Geheimtipp! Geriebenes Marzipan verteilt sich viel gleichmäßiger im Teig als gewürfeltes oder geknetetes.
- Eine Schüssel – am besten aus Edelstahl oder Glas.
- Ein Backblech mit Backpapier – die Basics eben.
- Ein kleiner Spritzbeutel oder ein Gefrierbeutel – für die Amaretto-Creme. Wenn Sie keinen Spritzbeutel haben, schneiden Sie einfach eine kleine Ecke von einem Gefrierbeutel ab. Funktioniert einwandfrei!
- Ein Kühlschrank – zum Kühlen des Teigs, aber auch der fertigen Plätzchen.
Falls Sie keine Küchenmaschine besitzen, können Sie den Teig auch mit den Händen kneten. Es dauert dann etwas länger, aber es geht. Achten Sie nur darauf, dass die Butter wirklich weich ist, sonst wird der Teig bröselig. Und falls Sie keinen Spritzbeutel zur Hand haben, können Sie die Creme auch mit zwei Teelöffeln auf die Plätzchen setzen. Das wird dann vielleicht nicht ganz so gleichmäßig, aber genauso lecker.
Die Zubereitung Schritt für Schritt
So, jetzt wird es ernst! Ich führe Sie durch jeden einzelnen Schritt, damit nichts schiefgehen kann. Versprochen. Und wenn doch mal etwas daneben geht – kein Problem, das passiert mir auch manchmal. Einfach weiterlesen, ich habe für jedes Problem einen Tipp parat.
Schritt 1: Das Marzipan vorbereiten (5 Minuten)
Nehmen Sie die Marzipan-Rohmasse und reiben Sie sie mit einer feinen Reibe in eine große Schüssel. Ja, das ist etwas Fummelarbeit, aber es lohnt sich! Das geriebene Marzipan verbindet sich viel besser mit der Butter und dem Mehl, und der Teig wird viel gleichmäßiger. Wenn Ihre Hände kleben, befeuchten Sie sie einfach mit etwas kaltem Wasser. Das hilft.
Schritt 2: Den Teig herstellen (10 Minuten)
Geben Sie die weiche Butter und den Puderzucker zu dem geriebenen Marzipan. Verrühren Sie alles mit dem Handrührgerät oder in der Küchenmaschine, bis eine glatte, cremige Masse entsteht. Das dauert etwa 2-3 Minuten. Dann die Eigelbe und die Prise Salz dazugeben und noch einmal kurz unterrühren. Zum Schluss das Mehl auf einmal dazusieben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh! Sobald sich der Teig zu einer Kugel formen lässt, ist er fertig.
Schritt 3: Den Teig kühlen (30 Minuten)
Wickeln Sie den Teig in Frischhaltefolie und legen Sie ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Das ist wichtig, damit der Teig fest wird und sich später gut verarbeiten lässt. Wenn Sie ihn länger kühlen, ist das auch kein Problem – über Nacht geht auch.
Schritt 4: Die Amaretto-Creme zubereiten (5 Minuten)
Während der Teig kühlt, können Sie die Creme vorbereiten. Geben Sie die weiche Butter und den Puderzucker in eine Schüssel und verrühren Sie alles cremig. Dann den Amaretto und die gemahlenen Mandeln unterrühren. Die Creme sollte schön geschmeidig sein, aber nicht zu flüssig. Wenn sie zu fest ist, geben Sie noch einen Schuss Amaretto dazu. Wenn sie zu flüssig ist, noch etwas mehr gemahlene Mandeln. Stellen Sie die Creme dann auch in den Kühlschrank, bis Sie sie brauchen.
Schritt 5: Den Ofen vorheizen und die Plätzchen formen (15 Minuten)
Heizen Sie den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Nehmen Sie den Teig aus dem Kühlschrank und rollen Sie ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 5 mm dick aus. Stechen Sie mit einem runden Ausstecher (etwa 4 cm Durchmesser) Kreise aus. Aus dieser Menge Teig bekommen Sie etwa 30-35 Plätzchen.
Schritt 6: Die Füllung hinzufügen (10 Minuten)
Setzen Sie auf die Hälfte der ausgestochenen Kreise einen kleinen Klecks (etwa einen halben Teelöffel) der Amaretto-Creme in die Mitte. Lassen Sie dabei einen kleinen Rand frei. Bestreichen Sie den Rand der Kreise mit etwas Wasser oder verquirltem Eiweiß. Legen Sie dann die restlichen Kreise als Deckel darauf und drücken Sie die Ränder gut fest. Das ist der Moment, in dem man ein bisschen Fingerspitzengefühl braucht – aber keine Sorge, es wird schon. Ich mache das immer mit den Fingerspitzen und drücke vorsichtig rundherum.
Schritt 7: Backen (12-15 Minuten)
Legen Sie die gefüllten Plätzchen auf das vorbereitete Backblech und backen Sie sie im vorgeheizten Ofen für 12-15 Minuten. Sie sollten nur ganz leicht goldbraun sein – auf keinen Fall zu dunkel! Der Teig ist sehr zart und verbrennt schnell. Nehmen Sie die Plätzchen aus dem Ofen, wenn die Unterseite goldbraun ist, die Oberseite aber noch hell. Lassen Sie sie dann für 5 Minuten auf dem Blech abkühlen, bevor Sie sie auf ein Kuchengitter legen.
Schritt 8: Bestäuben und genießen (5 Minuten)
Sobald die Plätzchen vollständig abgekühlt sind, bestäuben Sie sie großzügig mit Puderzucker. Das gibt ihnen diesen wunderschönen, weihnachtlichen Look. Und dann – endlich – können Sie probieren! Aber Vorsicht: Die Füllung ist noch sehr heiß. Lassen Sie die Plätzchen also unbedingt vollständig auskühlen, bevor Sie hineinbeißen. Ich habe mir schon einmal die Zunge verbrannt, weil ich ungeduldig war. Glauben Sie mir, das ist es nicht wert.
Tipps und Tricks für das perfekte Marzipangebäck
Ich habe in den letzten Jahren so einige Fehler gemacht, damit Sie sie nicht machen müssen. Hier sind meine besten Tipps für ein garantiert gelungenes Ergebnis:
- Das Marzipan richtig reiben: Wie schon erwähnt, ist das Reiben des Marzipans der wichtigste Schritt. Wenn Sie es nur grob hacken, werden Sie später kleine Marzipanstücke im Teig haben. Das kann auch lecker sein, aber für dieses Rezept wollen wir eine gleichmäßige, zarte Textur.
- Den Teig nicht überkneten: Das ist der Klassiker unter den Backfehlern. Sobald der Teig zusammenhält, hören Sie auf zu kneten. Sonst wird er zäh und die Plätzchen werden hart. Ich habe das einmal gemacht, weil ich dachte, “je länger, desto besser” – falsch gedacht! Die Plätzchen waren so fest, dass man sie kaum beißen konnte.
- Die richtige Füllmenge: Nicht zu viel Creme in die Mitte setzen! Sonst quillt sie beim Backen heraus und verbrennt auf dem Blech. Ein halber Teelöffel ist perfekt. Wenn Sie zu viel Creme haben, können Sie sie einfach als Brotaufstrich verwenden – schmeckt auch fantastisch!
- Den Rand gut verschließen: Achten Sie darauf, dass die Ränder der Plätzchen gut zusammengedrückt sind, damit die Creme nicht ausläuft. Ich drücke die Ränder immer mit einer Gabel an – das sieht nicht nur hübsch aus, sondern sorgt auch für einen festen Verschluss.
- Die Backzeit im Auge behalten: Jeder Ofen ist anders. Backen Sie die Plätzchen daher lieber etwas kürzer als zu lange. Sie sind fertig, wenn sie anfangen, ganz leicht Farbe zu bekommen. Wenn Sie unsicher sind, machen Sie die Stäbchenprobe: Stechen Sie mit einem Holzstäbchen in ein Plätzchen – wenn kein Teig mehr kleben bleibt, sind sie fertig.
Ein kleiner persönlicher Fail von mir: Letztes Jahr habe ich vergessen, die Butter weich werden zu lassen. Ich dachte, ich kann sie einfach kurz in der Mikrowelle erwärmen. Das Ergebnis war eine geschmolzene Butterpfütze, die den ganzen Teig ruinierte. Seitdem nehme ich mir die Zeit und lasse die Butter einfach bei Zimmertemperatur stehen. Das dauert zwar eine Stunde länger, aber es lohnt sich.
Variationen und Anpassungen
Dieses Rezept ist wunderbar vielseitig. Hier sind ein paar Ideen, wie Sie es abwandeln können:
- Schokoladen-Variante: Tauchen Sie die fertig gebackenen und abgekühlten Plätzchen zur Hälfte in dunkle Kuvertüre. Das gibt einen herrlichen Kontrast zum süßen Marzipan und passt perfekt zur Weihnachtszeit.
- Vegane Variante: Ersetzen Sie die Butter durch vegane Margarine und die Eigelbe durch 2 EL Apfelmus oder 1 EL Leinsamenmehl gemischt mit 3 EL Wasser. Für die Creme verwenden Sie vegane Butter und einen veganen Amaretto (die meisten sind es von Haus aus). Die Plätzchen werden etwas weniger mürbe, aber immer noch sehr lecker.
- Glutenfreie Variante: Tauschen Sie das Weizenmehl gegen eine glutenfreie Mehlmischung aus. Achten Sie darauf, dass die Mischung Xanthan oder Guarkernmehl enthält, damit der Teig zusammenhält. Ich habe das schon mit einer glutenfreien Mehlmischung von Schär gemacht – das Ergebnis war überraschend gut!
- Andere Geschmacksrichtungen: Statt Amaretto können Sie auch einen anderen Likör verwenden, z.B. Eierlikör, Orangenlikör oder sogar einen guten Rum. Oder Sie lassen den Alkohol ganz weg und geben stattdessen etwas Orangenblütenwasser oder Vanilleextrakt in die Creme.
- Fruchtige Note: Geben Sie etwas fein gehackte, getrocknete Cranberries oder Aprikosen in den Teig. Das gibt eine fruchtige Säure, die wunderbar mit dem Marzipan harmoniert.
Ich selbst habe einmal eine Variante mit weißer Schokolade und Pistazien ausprobiert. Dazu habe ich gehackte Pistazien in den Teig gegeben und die Creme mit weißer Schokolade verfeinert. Das war ein Gedicht! Aber für den klassischen Weihnachtsgeschmack bleibe ich dann doch beim Original.
Servier- und Aufbewahrungstipps
Diese Plätzchen schmecken am besten, wenn sie ein paar Tage durchgezogen sind. Die Aromen von Marzipan und Amaretto verbinden sich dann perfekt. Hier sind meine Tipps für die richtige Lagerung:
- Servieren: Servieren Sie die Plätzchen auf einer hübschen Platte oder in einer Keksdose. Sie passen wunderbar zu einer Tasse Kaffee, Tee oder einem Glas Glühwein. Ich liebe sie auch einfach pur als kleinen Snack für zwischendurch.
- Aufbewahrung: Bewahren Sie die Plätzchen in einer luftdichten Dose an einem kühlen, trockenen Ort auf. So halten sie sich mindestens 2-3 Wochen – wenn sie nicht vorher aufgegessen werden! Ich habe meine letzte Portion sogar über einen Monat aufbewahrt, und sie waren immer noch gut.
- Einfrieren: Sie können die ungebackenen Plätzchen auch einfrieren. Formen Sie sie wie beschrieben, legen Sie sie auf ein Blech und frieren Sie sie für 2 Stunden ein. Dann geben Sie sie in einen Gefrierbeutel und backen sie bei Bedarf einfach aufgetaut. Die Backzeit verlängert sich dann um etwa 2-3 Minuten. Ich mache das immer, wenn ich Gäste bekomme – so habe ich immer frische Plätzchen parat!
- Einfrieren der Creme: Auch die Amaretto-Creme lässt sich einfrieren. Füllen Sie sie in einen Gefrierbeutel und drücken Sie die Luft heraus. Aufgetaut ist sie genauso cremig wie frisch zubereitet.
Ein Tipp: Die Plätzchen schmecken nach ein paar Tagen noch besser, weil die Aromen Zeit haben, sich zu entfalten. Also backen Sie sie ruhig ein paar Tage vor Weihnachten – das ist auch weniger Stress.
Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile
Ich weiß, Weihnachten ist nicht unbedingt die Zeit, in der man auf Kalorien achtet. Aber trotzdem ein kleiner Überblick, was in diesen kleinen Köstlichkeiten steckt:
Pro Plätzchen (ca. 30 g):
- Kalorien: ca. 140 kcal
- Fett: ca. 9 g
- Kohlenhydrate: ca. 12 g
- Eiweiß: ca. 2 g
Die Mandeln im Marzipan und in der Creme liefern gesunde ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Magnesium. Das Marzipan selbst besteht zu einem großen Teil aus Mandeln, die gut für Herz und Haut sind. Natürlich ist der Zucker nicht zu vernachlässigen, aber in Maßen genossen – und Weihnachten ist ja die Zeit der Maßen, oder? – spricht nichts dagegen, sich diese kleine Sünde zu gönnen. Ich persönlich finde, dass ein selbstgebackenes Plätzchen mit hochwertigen Zutaten immer noch besser ist als ein industriell gefertigter Snack voller Zusatzstoffe.
Für Allergiker: Dieses Rezept enthält Gluten (Mehl), Milchprodukte (Butter), Eier (Eigelb) und Nüsse (Mandeln). Wenn Sie eine dieser Allergien haben, können Sie die entsprechenden Ersatzprodukte aus den Variationen verwenden.
Fazit: Warum Sie dieses Rezept unbedingt ausprobieren sollten
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesem Rezept ein Stück meiner Weihnachtserinnerungen weitergeben. Dieses zarte Marzipan-Gebäck mit Amaretto-Kern ist für mich mehr als nur ein Plätzchen – es ist der Geschmack von Geborgenheit, von gemütlichen Abenden mit der Familie und von Vorfreude auf das Fest. Es ist ein Rezept, das einfach glücklich macht.
Probieren Sie es aus! Passen Sie es an Ihren Geschmack an, experimentieren Sie mit den Variationen und machen Sie es zu Ihrem eigenen. Vielleicht entdecken Sie ja auch Ihre ganz eigene, persönliche Note, die dieses Gebäck zu etwas Besonderem macht. Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir in den Kommentaren erzählen, wie es Ihnen gelungen ist und ob Sie vielleicht eine eigene Variante ausprobiert haben. Teilen Sie das Rezept auch gerne mit Ihren Freunden und Ihrer Familie – Weihnachten ist schließlich die Zeit des Teilens.
Und jetzt: Ran an die Schüsseln und losgebacken! Ich wünsche Ihnen eine wundervolle, besinnliche Weihnachtszeit und ganz viel Freude mit diesem Rezept. Guten Appetit!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich das Marzipan-Gebäck auch ohne Amaretto zubereiten?
Ja, absolut! Sie können den Amaretto einfach durch Milch, Sahne oder einen Schuss Orangenlikör ersetzen. Oder Sie lassen die Flüssigkeit ganz weg und geben stattdessen etwas Vanilleextrakt oder Zitronenschale in die Creme.
Der Teig ist zu bröselig. Was habe ich falsch gemacht?
Das passiert oft, wenn die Butter nicht weich genug war oder der Teig zu wenig Flüssigkeit hat. Geben Sie einfach einen Esslöffel kaltes Wasser oder einen zusätzlichen Eigelb dazu und kneten Sie den Teig noch einmal kurz durch.
Kann ich den Teig auch am Vortag zubereiten?
Ja, das ist sogar empfehlenswert! Der Teig kann gut über Nacht im Kühlschrank ruhen. Wickeln Sie ihn gut in Frischhaltefolie ein, damit er nicht austrocknet. Am nächsten Tag lassen Sie ihn dann kurz bei Zimmertemperatur etwas weicher werden, bevor Sie ihn ausrollen.
Warum sind meine Plätzchen beim Backen auseinandergelaufen?
Das kann passieren, wenn die Creme zu flüssig war oder die Ränder nicht gut verschlossen waren. Achten Sie darauf, dass die Creme schön fest ist, und drücken Sie die Ränder der Plätzchen gut zusammen. Ein kleiner Tipp: Kühlen Sie die gefüllten Plätzchen vor dem Backen noch einmal für 15 Minuten im Kühlschrank. Das hilft, die Form zu bewahren.
Wie lange halten sich die Plätzchen?
In einer luftdichten Dose aufbewahrt, halten sie sich mindestens 2-3 Wochen. Sie schmecken nach ein paar Tagen sogar noch besser, weil die Aromen durchziehen können. Einfrieren ist auch problemlos möglich.
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Zartes Marzipan-Gebäck mit Amaretto-Kern
Dieses zarte Marzipan-Gebäck mit Amaretto-Kern ist der Inbegriff von Weihnachten: ein buttriger, zarter Marzipan-Mürbteig mit einer cremigen Amaretto-Füllung, die perfekt harmonieren.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 12-15 Minuten
- Total Time: 45 Minuten
- Yield: 30-35 Plätzchen 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 200 g Marzipan-Rohmasse (z. B. Niederegger)
- 200 g weiche Butter (ungesalzen)
- 100 g Puderzucker (gesiebt)
- 2 Eigelb (Größe M)
- 1 Prise Salz
- 350 g Mehl (Type 405)
- 100 g weiche Butter (für die Füllung)
- 100 g Puderzucker (gesiebt, für die Füllung)
- 2–3 EL Amaretto (z. B. Disaronno)
- 100 g gemahlene Mandeln
- Puderzucker zum Bestreuen
Instructions
- Marzipan-Rohmasse mit einer feinen Reibe in eine große Schüssel reiben.
- Weiche Butter und Puderzucker zum geriebenen Marzipan geben und mit dem Handrührgerät oder in der Küchenmaschine cremig rühren (ca. 2-3 Minuten).
- Eigelbe und Salz dazugeben und kurz unterrühren.
- Mehl auf einmal dazusieben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten.
- Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
- Für die Amaretto-Creme: Weiche Butter und Puderzucker in einer Schüssel cremig rühren.
- Amaretto und gemahlene Mandeln unterrühren, bis eine geschmeidige Creme entsteht. Bei Bedarf mit mehr Amaretto oder Mandeln anpassen. Creme ebenfalls kühl stellen.
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen.
- Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 5 mm dick ausrollen und mit einem runden Ausstecher (ca. 4 cm Durchmesser) Kreise ausstechen (ca. 30-35 Stück).
- Auf die Hälfte der Kreise je einen halben Teelöffel Amaretto-Creme in die Mitte setzen, dabei einen Rand frei lassen.
- Rand der Kreise mit Wasser oder verquirltem Eiweiß bestreichen, die restlichen Kreise als Deckel darauflegen und die Ränder gut festdrücken.
- Gefüllte Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen 12-15 Minuten backen, bis sie leicht goldbraun sind.
- Plätzchen 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter legen und vollständig auskühlen lassen.
- Vor dem Servieren großzügig mit Puderzucker bestäuben.
Notes
Marzipan fein reiben für gleichmäßige Textur. Teig nicht überkneten, sonst wird er zäh. Füllung nicht zu großzügig dosieren, damit sie nicht ausläuft. Ränder gut verschließen, z. B. mit einer Gabel. Backzeit je nach Ofen anpassen; Plätzchen sollten nur leicht goldbraun sein. Nach einigen Tagen Durchziehen schmecken sie noch besser.
Nutrition
- Serving Size: 1 Plätzchen (ca. 30
- Calories: 140
- Sugar: 7
- Sodium: 30
- Fat: 9
- Saturated Fat: 5
- Carbohydrates: 12
- Fiber: 1
- Protein: 2
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