Einleitung
Meine Nichte Emma fragte mich letztes Jahr, warum wir eigentlich nicht einfach die Lebkuchenanhänger vom Baum essen könnten. Ich begann, eine Erklärung über Konservierungsstoffe und Deko-Gebäck zu formulieren – dann hielt ich inne. Sie hatte recht.
Die traditionellen gekauften Lebkuchenfiguren schmecken oft nach Pappe und sind voller Zusätze. Warum also nicht unseren eigenen essbaren Christbaumschmuck backen? An einem verregneten Adventssonntag standen wir in der Küche – Mehl bis zu den Ellenbogen, Honig auf der Arbeitsplatte und eine Prise kindlicher Skepsis. Ich war mir sicher, dass der Teig zu weich werden oder beim Trocknen reißen würde.
Emma schlug vor, einfach weniger Flüssigkeit zu nehmen und den Teig dünner auszurollen. Ich wollte widersprechen, aber sie hatte bereits angefangen zu kneten. Und siehe da: Der Teig ließ sich perfekt ausstechen, trocknete über Nacht fest und schmeckte am nächsten Morgen himmlisch. Manchmal, ehrlich gesagt, lernen wir Erwachsenen mehr von den Kleinen als umgekehrt.
Dieser einfache Lebkuchenteig für essbaren Christbaumschmuck ist seitdem unser Familienrezept. Er riecht nach Weihnachten, hält wochenlang und macht jedes Kind stolz, wenn es den selbstgebackenen Anhänger vom Baum naschen darf. Vielleicht kennen Sie das Gefühl, wenn ein Rezept einfach funktioniert – ohne Drama, ohne Spezialausrüstung. Genau das ist dieser Teig.
Warum Sie diesen Lebkuchenteig lieben werden
Ich habe in den letzten Jahren unzählige Lebkuchenteig-Rezepte ausprobiert. Manche waren zu klebrig, andere zerbröselten beim Ausstechen, und wieder andere schmeckten einfach nicht nach Weihnachten. Dieser Teig hier ist das Ergebnis vieler Fehlversuche und genau einer richtig guten Idee meiner Nichte.
- Schnell & einfach: Der Teig ist in 15 Minuten fertig gemischt und muss nicht ruhen. Perfekt für spontane Backnachmittage in der Adventszeit.
- Einfache Zutaten: Sie brauchen nur Grundzutaten, die wahrscheinlich schon in Ihrer Vorratskammer stehen. Keine exotischen Gewürze oder Spezialmehle.
- Perfekt für die Adventszeit: Ob als Geschenk, Baumschmuck oder Mitbringsel für den Weihnachtsmarkt – dieser Teig ist vielseitig einsetzbar.
- Familienfreundlich: Kinder lieben es, die Formen auszustechen und später den fertigen Schmuck zu vernaschen. Keine scharfen Kanten, kein Risiko.
- Unvergleichlich lecker: Im Gegensatz zu gekauftem Deko-Gebäck schmeckt dieser Lebkuchenteig wirklich nach Weihnachten – würzig, süß und mit genau der richtigen Konsistenz.
Was diesen Teig von anderen Rezepten unterscheidet? Das Verhältnis von Honig zu Mehl und die Zugabe von etwas Öl, das den Teig geschmeidig macht, ohne ihn klebrig werden zu lassen. Der Teig trocknet beim Backen nicht aus, sondern bleibt innen weich genug, um ihn genießen zu können – aber fest genug, um monatelang am Baum zu halten.
Ich mache diesen Teig mittlerweile jedes Jahr in dreifacher Menge. Ein Teil wird zu Anhängern verarbeitet, ein Teil zu Plätzchen gebacken, und den Rest verschenke ich als Teigling im Glas – mit beigelegtem Ausstechförmchen. Die Freude ist garantiert.
Welche Zutaten Sie brauchen
Dieser einfache Lebkuchenteig für essbaren Christbaumschmuck kommt mit wenigen, aber entscheidenden Zutaten aus. Jede hat ihre Aufgabe – lassen Sie mich erklären, warum genau diese Kombination funktioniert.
Für den Teig:
- 250 g Mehl (Type 405 oder 550) – Das Mehl gibt dem Teig Struktur. Ich empfehle Weizenmehl, weil es die beste Konsistenz für Ausstechformen liefert. Dinkelmehl funktioniert auch, wird aber etwas krümeliger (Tipp: 1 EL mehr Flüssigkeit zugeben).
- 100 g gemahlene Mandeln – Sie machen den Teig zart und geben ihm diesen typischen Lebkuchengeschmack. Ohne Mandeln wird der Teig zu hart. Wer keine Mandeln mag, kann Haselnüsse nehmen – das schmeckt sogar noch aromatischer.
- 100 g brauner Zucker – Brauner Zucker gibt eine tiefere, karamellige Süße als weißer Zucker. Wenn Sie nur weißen Zucker haben, geben Sie einen Esslöffel Honig mehr dazu.
- 3 EL flüssiger Honig – Honig ist der heimliche Star. Er bindet den Teig, macht ihn geschmeidig und sorgt dafür, dass die Lebkuchen wochenlang weich bleiben. Verwenden Sie einen milden Honig wie Akazienhonig – Waldhonig ist zu intensiv.
- 2 EL neutrales Öl (z. B. Rapsöl) – Das Öl verhindert, dass der Teig brüchig wird. Butter würde ranzig werden, wenn der Schmuck lange hängt. Öl bleibt neutral und geschmacksneutral.
- 1 Ei (Größe M) – Das Ei bindet alles zusammen. Für eine vegane Variante ersetzen Sie es durch 1 EL Leinsamen + 3 EL Wasser (5 Minuten quellen lassen).
- 2 TL Lebkuchengewürz – Kaufen Sie eine gute Mischung oder machen Sie Ihre eigene (siehe Tipp unten). Die Gewürzmischung ist das Herzstück – sparen Sie hier nicht.
- 1 Prise Salz – Salz hebt alle Aromen hervor. Klingt unscheinbar, ist aber unverzichtbar.
- 1 TL Backpulver – Nur eine kleine Menge, damit der Teig etwas aufgeht und nicht zu kompakt wird. Wer den Schmuck wirklich nur als Deko verwenden möchte, kann das Backpulver weglassen – dann wird er noch fester.
Tipp für selbstgemachtes Lebkuchengewürz: Mischen Sie 2 TL Zimt, 1 TL gemahlene Nelken, 1/2 TL gemahlener Kardamom, 1/2 TL gemahlener Ingwer und 1/4 TL gemahlener Piment. Das riecht so gut, dass Sie sofort in Weihnachtsstimmung kommen.
Für die Dekoration (optional):
- 1 Eiweiß + 200 g Puderzucker für Zuckerguss (oder 2 EL Zitronensaft + 200 g Puderzucker für vegane Variante)
- Bunte Zuckerstreusel, gehackte Pistazien oder Kokosraspeln zum Verzieren
- Backpapier und ein Loch zum Aufhängen – ein Trinkhalm oder ein Holzspieß eignet sich perfekt, um das Loch vor dem Backen zu formen
Benötigte Küchengeräte

Sie brauchen keine Spezialausrüstung für diesen einfachen Lebkuchenteig für essbaren Christbaumschmuck. Die meisten Dinge haben Sie ohnehin in der Küche.
- Große Rührschüssel – Eine einfache Schüssel reicht. Keine Küchenmaschine nötig, der Teig lässt sich gut mit der Hand kneten.
- Handrührgerät mit Knethaken – Optional, aber praktisch, wenn Sie wenig Zeit haben. Ich knete meistens mit der Hand – das gibt mir ein besseres Gefühl für die Konsistenz.
- Nudelholz – Ein klassisches Holz-Nudelholz funktioniert am besten. Wenn Sie keins haben, nehmen Sie eine saubere Glasflasche (das habe ich schon oft gemacht, als mein Nudelholz irgendwo im Schrank verschwunden war).
- Ausstechförmchen – Sterne, Herzen, Tannenbäume – alles geht. Ich habe eine Sammlung von Secondhand-Läden, die jedes Jahr wächst.
- Backblech mit Backpapier – Normale Backbleche reichen. Legen Sie Backpapier aus, damit nichts klebt.
- Trinkhalm oder Holzspieß – Zum Formen des Lochs für die Aufhängung. Ein Strohhalm ist perfekt, weil er ein glattes Loch hinterlässt.
- Backpinsel – Falls Sie die Lebkuchen nach dem Backen mit Zuckerguss bestreichen möchten.
- Garn oder dünnes Band – Zum Aufhängen am Baum. Ich verwende einfaches Baumwollgarn – das sieht natürlich aus und ist stabil genug.
Zubereitung: Schritt für Schritt
Jetzt wird gebacken! Ich zeige Ihnen genau, wie dieser einfache Lebkuchenteig für essbaren Christbaumschmuck gelingt. Keine Sorge – es ist wirklich einfach, und nach dem ersten Mal haben Sie den Dreh raus.
Schritt 1: Trockene Zutaten mischen
Geben Sie das Mehl, die gemahlenen Mandeln, den braunen Zucker, das Lebkuchengewürz, das Salz und das Backpulver in eine große Schüssel. Vermischen Sie alles gut mit einem Löffel oder den Händen. Ich mache das immer mit der Hand – es ist schneller und ich spüle weniger Geschirr.
Schritt 2: Feuchte Zutaten hinzufügen
Machen Sie eine Mulde in die Mitte der Mehlmischung. Geben Sie den Honig, das Öl und das Ei hinein. Jetzt wird geknetet – entweder mit den Händen oder mit dem Knethaken des Handrührgeräts. Kneten Sie, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Das dauert etwa 3-5 Minuten. Der Teig sollte nicht kleben – wenn er zu klebrig ist, geben Sie einen Esslöffel Mehl dazu. Ist er zu trocken, einen Teelöffel Honig oder Wasser.
Schritt 3: Teig ruhen lassen (optional)
Wickeln Sie den Teig in Frischhaltefolie und lassen Sie ihn 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. Dieser Schritt ist nicht zwingend nötig – Sie können den Teig auch sofort verarbeiten. Aber wenn Sie Zeit haben, wird der Teig durch die Ruhezeit noch geschmeidiger und lässt sich besser ausrollen. An stressigen Tagen überspringe ich diesen Schritt übrigens oft – und es funktioniert trotzdem.
Schritt 4: Teig ausrollen
Bestäuben Sie Ihre Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Rollen Sie den Teig etwa 5-7 mm dick aus. Zu dünn? Dann werden die Lebkuchen brüchig. Zu dick? Dann trocknen sie nicht richtig durch und könnten schimmeln, wenn sie lange hängen. 5-7 mm ist der Sweet Spot. Ein Trick: Legen Sie zwei gleich dicke Holzstäbchen (z. B. Eisstiele) neben den Teig – dann rollen Sie automatisch gleichmäßig dick.
Schritt 5: Formen ausstechen
Drücken Sie die Ausstechförmchen kräftig in den Teig. Heben Sie die Formen vorsichtig an – wenn der Teig klebt, tauchen Sie die Förmchen kurz in Mehl. Setzen Sie die ausgestochenen Formen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Lassen Sie etwas Abstand zwischen den Figuren, da sie beim Backen minimal aufgehen.
Schritt 6: Loch für die Aufhängung formen
Bevor die Lebkuchen in den Ofen kommen, müssen Sie ein Loch für die Aufhängung machen. Drücken Sie einen Trinkhalm oder einen Holzspieß vorsichtig durch den oberen Teil jeder Figur. Drehen Sie den Strohhalm leicht, damit das Loch sauber wird. Ich habe schon oft vergessen, das Loch zu machen – und dann hing der Lebkuchen schief am Baum. Passiert mir jedes Jahr mindestens einmal.
Schritt 7: Backen
Heizen Sie den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160°C) vor. Backen Sie die Lebkuchen für 10-12 Minuten. Sie sollten goldbraun sein, aber noch weich, wenn Sie sie aus dem Ofen nehmen. Sie härten beim Abkühlen nach. Achtung: Nicht zu lange backen, sonst werden sie zu hart und brechen beim Aufhängen.
Schritt 8: Abkühlen und dekorieren
Lassen Sie die Lebkuchen komplett auf dem Blech abkühlen – das dauert etwa 20 Minuten. Erst dann sind sie stabil genug zum Verzieren. Rühren Sie den Zuckerguss an (Eiweiß oder Zitronensaft mit Puderzucker verrühren) und bestreichen Sie die Figuren dünn damit. Streuen Sie Zuckerstreusel oder gehackte Nüsse darüber, solange der Guss noch feucht ist. Lassen Sie alles trocknen – am besten über Nacht.
Schritt 9: Aufhängen
Ziehen Sie ein dünnes Band oder Garn durch das Loch und knoten Sie es fest. Jetzt kann der essbare Christbaumschmuck an den Baum – oder direkt in den Mund wandern.
Kochtipps & Techniken
Nach vielen Jahren des Experimentierens mit diesem einfachen Lebkuchenteig für essbaren Christbaumschmuck habe ich einiges gelernt – meist durch Fehler. Hier teile ich meine besten Tipps mit Ihnen.
Der Teig klebt zu sehr: Das passiert, wenn die Zutaten nicht richtig abgemessen sind oder der Honig zu flüssig war. Einfach mehr Mehl unterkneten – esslöffelweise, bis der Teig geschmeidig ist. Keine Panik, das rettet jedes Rezept.
Die Lebkuchen werden zu hart: Wahrscheinlich haben Sie sie zu lange gebacken. Nehmen Sie sie raus, wenn sie noch weich sind – sie härten nach. Ein weiterer Grund: Zu wenig Öl oder Honig. Beide Zutaten halten den Teig geschmeidig. Beim nächsten Mal einen Esslöffel mehr nehmen.
Das Loch verschließt sich beim Backen: Das kenne ich – ärgerlich! Verwenden Sie einen dickeren Strohhalm oder machen Sie das Loch etwas größer. Ein Holzspieß funktioniert auch, aber der Strohhalm hinterlässt ein runderes Loch. Wenn es passiert ist, können Sie nach dem Backen vorsichtig mit einem Spieß nachstechen – aber nur, solange die Lebkuchen noch warm sind.
Der Zuckerguss verläuft: Der Guss sollte dickflüssig sein – wie Zahnpasta. Wenn er zu dünn ist, einfach mehr Puderzucker einrühren. Tragen Sie den Guss dünn auf – dicke Schichten laufen schneller.
Multitasking-Tipp: Bereiten Sie den Teig am Vorabend vor und lassen Sie ihn über Nacht im Kühlschrank. Dann können Sie am nächsten Tag direkt ausstechen und backen. Perfekt für Adventssonntage, wenn die Kinder ungeduldig sind.
Konsistenz-Check: Der Teig sollte sich wie Knete anfühlen – nicht klebrig, nicht bröselig. Wenn er bröselt, haben Sie zu wenig Flüssigkeit. Ein Esslöffel Honig oder Wasser rettet den Teig.
Variationen & Anpassungen
Dieser einfache Lebkuchenteig für essbaren Christbaumschmuck ist unglaublich wandelbar. Hier sind meine liebsten Abwandlungen – jede hat ihren eigenen Charme.
Vegane Variante: Ersetzen Sie das Ei durch 1 EL Leinsamen + 3 EL Wasser (5 Minuten quellen lassen) oder 2 EL Apfelmus. Der Teig wird etwas weicher, aber das macht nichts – einfach einen Esslöffel mehr Mehl nehmen. Der Zuckerguss wird mit Zitronensaft statt Eiweiß angerührt. Ich habe diese Variante letztes Jahr für eine vegane Freundin gemacht – sie war begeistert.
Glutenfreie Variante: Tauschen Sie das Weizenmehl gegen eine glutenfreie Mehlmischung (z. B. von Schär oder selbst gemischt aus Reis-, Mais- und Buchweizenmehl). Geben Sie 1 TL Guarkernmehl oder Xanthan dazu, damit der Teig nicht bröselt. Die Konsistenz wird etwas anders, aber der Geschmack ist unverändert gut.
Schoko-Lebkuchen: Geben Sie 2 EL Kakaopulver zum Mehl. Der Teig wird dunkler und schmeckt schokoladig-würzig. Dazu passen weiße Zuckerstreusel als Dekoration wunderbar.
Gewürzvariation: Statt Lebkuchengewürz können Sie auch eine Mischung aus Zimt, Kardamom und etwas Muskat verwenden. Oder geben Sie 1 TL Orangenschale (abgeriebene Schale einer Bio-Orange) dazu – das gibt eine frische Note.
Salzige Note: Für alle, die Süß-Salz mögen: Streuen Sie etwas grobes Meersalz über die Lebkuchen, bevor sie in den Ofen kommen. Der Kontrast ist fantastisch – ich habe das auf einem Weihnachtsmarkt entdeckt und sofort nachgemacht.
Klein als Geschenk: Backen Sie die Lebkuchen in Mini-Formaten (kleine Sterne oder Herzen) und verpacken Sie sie in durchsichtigen Tütchen mit Schleife. Das sind die besten Mitbringsel für die Adventszeit.
Servier- & Aufbewahrungstipps
Der schönste Moment? Wenn die selbstgebackenen Lebkuchen am Baum hängen und das Licht der Kerzen durch die Zuckerguss-Verzierungen scheint. Aber auch das Naschen ist ein Highlight.
Serviertemperatur: Zimmertemperatur ist ideal. Die Lebkuchen schmecken am besten, wenn sie nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen – dann sind sie zu hart. Lassen Sie sie vor dem Servieren 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen.
Präsentation: Hängen Sie die Lebkuchen an den Baum, aber denken Sie daran: Sie sind essbar! Kinder lieben es, sich einen Anhänger zu nehmen und zu knabbern. Ich hänge die schönsten Stücke in Augenhöhe der Kinder – die Freude ist garantiert.
Aufbewahrung: In einer luftdichten Dose halten sich die Lebkuchen mehrere Wochen. Wichtig: Sie müssen komplett trocken sein, bevor Sie sie in die Dose legen – sonst schimmeln sie. Ich bewahre sie getrennt von anderen Plätzchen auf, sonst nehmen sie Feuchtigkeit auf und werden weich.
Einfrieren: Sie können die Lebkuchen auch einfrieren – entweder roh (der Teig hält sich 3 Monate im Gefrierfach) oder gebacken (bis zu 6 Monate). Zum Auftauen einfach bei Raumtemperatur auf ein Gitter legen – nach einer Stunde sind sie wie frisch gebacken.
Haltbarkeit am Baum: Die Lebkuchen halten problemlos die gesamte Adventszeit über. Nach 4-6 Wochen werden sie langsam weicher – dann sollten Sie sie lieber essen. Ich habe schon welche bis Weihnachten am Baum gehabt – sie waren noch perfekt.
Geschmacksentwicklung: Die Lebkuchen schmecken nach 2-3 Tagen am besten – dann haben sich die Gewürze richtig entfaltet. Wenn Sie sie direkt nach dem Backen probieren, sind sie noch etwas flach im Geschmack. Geduld lohnt sich.
Nährwertinformationen & gesundheitliche Vorteile
Dieser einfache Lebkuchenteig für essbaren Christbaumschmuck ist nicht nur lecker, sondern hat auch einige überraschende Vorteile. Natürlich ist es Gebäck – aber es gibt Schlimmeres.
Pro Stück (ca. 20 g, ohne Zuckerguss):
- Kalorien: ca. 85 kcal
- Kohlenhydrate: 14 g
- Fett: 3 g
- Eiweiß: 2 g
- Ballaststoffe: 1 g
Gesundheitliche Aspekte:
- Mandeln: Reich an Vitamin E, Magnesium und gesunden Fetten. Sie unterstützen die Herzgesundheit und machen satt.
- Honig: Enthält Antioxidantien und wirkt antibakteriell. In Maßen genossen ist er besser als raffinierter Zucker.
- Lebkuchengewürze: Zimt, Nelken und Kardamom haben entzündungshemmende Eigenschaften und fördern die Verdauung.
- Vollkornoption: Wer das Mehl durch Vollkornmehl ersetzt, erhöht den Ballaststoffgehalt deutlich.
Allergenhinweise: Enthält Gluten (Weizenmehl), Nüsse (Mandeln) und Ei. Für Allergiker gibt es die veganen und glutenfreien Varianten oben.
Meine Perspektive: Lebkuchen sind Genuss – und das ist okay. In der Adventszeit gönne ich mir gerne ein Stück, ohne schlechtes Gewissen. Der Teig ist im Vergleich zu gekauftem Deko-Gebäck sogar noch besser, weil Sie wissen, was drin ist. Keine künstlichen Aromen, keine Konservierungsstoffe. Das ist für mich der größte Gewinn.
Fazit
Dieser einfache Lebkuchenteig für essbaren Christbaumschmuck ist mehr als nur ein Rezept – er ist eine Einladung, Weihnachten mit allen Sinnen zu erleben. Der Duft von Zimt und Honig in der Küche, die Freude der Kinder beim Ausstechen, der Stolz, wenn die selbstgemachten Anhänger am Baum hängen. Und dann der Moment, wenn jemand fragt: “Darf ich den essen?” Ja, das darfst du.
Probieren Sie es aus – passen Sie die Gewürze an, experimentieren Sie mit Formen und Dekoration. Vielleicht entdecken Sie Ihre eigene Lieblingsvariante. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir in den Kommentaren erzählen, wie Ihre Lebkuchen geworden sind. Welche Form haben Sie gewählt? Welche Dekoration? Teilen Sie Ihre Kreationen – ich bin gespannt!
In diesem Sinne: Frohes Backen, eine besinnliche Adventszeit und genießen Sie jeden Bissen. Denn Weihnachten schmeckt am besten, wenn man es selbst gemacht hat.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Teig auch ohne Ei machen?
Ja, absolut! Ersetzen Sie das Ei durch 1 EL Leinsamen + 3 EL Wasser (5 Minuten quellen lassen) oder 2 EL Apfelmus. Der Teig wird etwas weicher, aber das lässt sich mit einem Esslöffel mehr Mehl ausgleichen.
Wie lange halten die Lebkuchen am Baum?
In einer trockenen Umgebung halten sie problemlos 4-6 Wochen. Nach etwa einem Monat werden sie langsam weicher – dann sollten Sie sie lieber essen. Achten Sie darauf, dass sie nicht feucht werden, sonst schimmeln sie.
Warum wird mein Teig bröselig?
Das passiert, wenn zu wenig Flüssigkeit im Teig ist. Geben Sie einen Esslöffel Honig oder Wasser dazu und kneten Sie den Teig noch einmal gut durch. Auch zu langes Kneten kann den Teig bröselig machen – also nicht übertreiben.
Kann ich die Lebkuchen auch ohne Zuckerguss lassen?
Ja, sie schmecken auch pur hervorragend! Der Zuckerguss ist optional und dient vor allem der Dekoration. Ohne Guss sind die Lebkuchen weniger süß und halten sich sogar noch länger.
Muss der Teig unbedingt gekühlt werden?
Nein, der Teig muss nicht zwingend ruhen. Sie können ihn sofort verarbeiten. Die Kühlung macht ihn nur geschmeidiger und erleichtert das Ausrollen. Wenn Sie wenig Zeit haben, überspringen Sie diesen Schritt einfach.
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Einfacher Lebkuchenteig für essbaren Christbaumschmuck: 5 schnelle Ideen
Dieser einfache Lebkuchenteig für essbaren Christbaumschmuck ist schnell zubereitet, schmeckt himmlisch und hält wochenlang am Baum. Perfekt für die Adventszeit mit Kindern.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 12 Minuten
- Total Time: 27 Minuten (plus optionale Ruhezeit von 30 Minuten und Trockenzeit über Nacht)
- Yield: 24 Stück (je nach Größe der Ausstechförmchen) 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g Mehl (Type 405 oder 550)
- 100 g gemahlene Mandeln
- 100 g brauner Zucker
- 3 EL flüssiger Honig (ca. 60 ml)
- 2 EL neutrales Öl (z. B. Rapsöl, ca. 30 ml)
- 1 Ei (Größe M)
- 2 TL Lebkuchengewürz
- 1 Prise Salz
- 1 TL Backpulver
- Für die Dekoration (optional): 1 Eiweiß + 200 g Puderzucker (oder 2 EL Zitronensaft + 200 g Puderzucker für vegane Variante)
- Bunte Zuckerstreusel, gehackte Pistazien oder Kokosraspeln zum Verzieren
- Backpapier und ein Loch zum Aufhängen (Trinkhalm oder Holzspieß)
Instructions
- Trockene Zutaten mischen: Mehl, gemahlene Mandeln, braunen Zucker, Lebkuchengewürz, Salz und Backpulver in einer großen Schüssel vermischen.
- Feuchte Zutaten hinzufügen: Eine Mulde in die Mehlmischung drücken, Honig, Öl und Ei hineingeben. Mit den Händen oder dem Knethaken zu einem glatten Teig kneten (3-5 Minuten). Bei Klebrigkeit 1 EL Mehl mehr, bei Trockenheit 1 TL Honig oder Wasser zugeben.
- Teig ruhen lassen (optional): In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Kann auch sofort verarbeitet werden.
- Teig ausrollen: Arbeitsfläche leicht bemehlen, Teig etwa 5-7 mm dick ausrollen. Tipp: Zwei gleich dicke Holzstäbchen neben den Teig legen für gleichmäßige Dicke.
- Formen ausstechen: Ausstechförmchen kräftig in den Teig drücken, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Bei Klebrigkeit Förmchen in Mehl tauchen.
- Loch für Aufhängung formen: Vor dem Backen mit einem Trinkhalm oder Holzspieß ein Loch in den oberen Teil jeder Figur drücken.
- Backen: Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160°C) vorheizen. Lebkuchen 10-12 Minuten backen, bis sie goldbraun sind, aber noch weich. Sie härten beim Abkühlen nach.
- Abkühlen und dekorieren: Lebkuchen komplett auf dem Blech abkühlen lassen (ca. 20 Minuten). Zuckerguss anrühren (Eiweiß oder Zitronensaft mit Puderzucker), Figuren dünn bestreichen und mit Streuseln oder Nüssen verzieren. Über Nacht trocknen lassen.
- Aufhängen: Dünnes Band oder Garn durch das Loch ziehen und verknoten. Fertig für den Baum oder zum Naschen.
Notes
Der Teig kann auch ohne Ruhezeit verarbeitet werden. Für eine vegane Variante das Ei durch 1 EL Leinsamen + 3 EL Wasser (5 Minuten quellen lassen) oder 2 EL Apfelmus ersetzen. Für glutenfreie Variante Weizenmehl durch glutenfreie Mehlmischung ersetzen und 1 TL Guarkernmehl oder Xanthan zugeben. Die Lebkuchen schmecken nach 2-3 Tagen am besten, wenn sich die Gewürze entfaltet haben.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück (ca. 20 g, o
- Calories: 85
- Sugar: 8
- Sodium: 0.02
- Fat: 3
- Saturated Fat: 0.3
- Carbohydrates: 14
- Fiber: 1
- Protein: 2
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