Es war ein Dienstagmorgen im November, und ich stand in der Küche und fluchte leise über einen Teig, der einfach nicht aufgehen wollte. Meine Nachbarin Frau Meier, die seit über fünfzig Jahren im Erdgeschoss wohnt, kam herein, um ihre Briefkastenschlüssel zu holen, die sie mal wieder bei mir vergessen hatte. Sie sah meinen frustrierten Blick auf den Teigklumpen und sagte nichts. Stattdessen öffnete sie meine Kühlschranktür, zog die Butter heraus und legte sie auf die Arbeitsplatte. Dann ging sie wieder.
Eine Stunde später kam sie zurück, diesmal mit einer Schürze und ihren eigenen Händen voller Mehl. „Du machst das falsch”, sagte sie, aber nicht böse. „Hefeteig braucht Zeit, keine Eile. Und er braucht eine Geschichte.” Sie zeigte mir, wie sie ihre Grittibänz seit ihrer Kindheit in Luzern backt – jedes Jahr am 6. Dezember, pünktlich zum Nikolaustag. Der Teig wurde weich, die Küche duftete, und plötzlich war mein Frust vergessen. Ich habe ihr Rezept übernommen, ein bisschen angepasst, weil ich weniger Zucker mag, aber die Seele ist geblieben.
Seitdem backe ich diese klassischen Grittibänz jedes Jahr mit meinen Kindern. Der Teig ist unkompliziert, die Zutaten hat man meist im Haus, und das Beste: Die kleinen Männchen aus Hefeteig verschwinden schneller, als man schauen kann. Vielleicht kennen Sie das ja – wenn der Duft von frisch gebackenem Hefeteig durch die Wohnung zieht und alle plötzlich in der Küche stehen. Genau dafür liebe ich dieses Rezept. Es ist kein kompliziertes Projekt, sondern ein gemütliches Backerlebnis, das Groß und Klein glücklich macht.
Warum Sie dieses Rezept lieben werden
Diese Grittibänz sind nicht einfach nur Hefeteigmännchen. Sie sind ein Stück Kindheitserinnerung, ein Familienritual und ein preiswerter Nervenkitzel für den Gaumen. Und das Beste: Sie gelingen auch, wenn Sie nicht die erfahrenste Bäckerin sind.
- Einfach & schnell: Der Teig ist in 15 Minuten geknetet, und nach einer Stunde Gehzeit sind die Männchen im Ofen. Perfekt für einen gemütlichen Nachmittag mit den Kindern.
- Günstige Zutaten: Mehl, Hefe, Milch, Butter, Zucker und ein Ei – das haben Sie wahrscheinlich schon im Vorratsschrank. Keine teuren Spezialitäten nötig.
- Perfekt für Familien: Die Kinder lieben es, den Teig zu formen und die Rosinenaugen einzusetzen. Ein Backprojekt, das alle einbezieht und stolz macht.
- Immer ein Erfolg: Diese Grittibänz sind fluffig, leicht süß und genau richtig für den Nikolaustag oder einfach so. Sie verschwinden garantiert schneller, als Sie sie backen können.
- Unwiderstehlich lecker: Der Duft von frischer Hefe und Butter, kombiniert mit einer leichten Zitronennote – das ist pures Wohlfühlbacken.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die Geduld, die Frau Meier mir beigebracht hat. Der Teig wird nicht überknetet, sondern liebevoll behandelt. Und die Rosinen werden nicht einfach draufgedrückt, sondern in kleine Vertiefungen gesetzt, damit sie beim Backen nicht verbrennen. Kleine Details, große Wirkung. Ehrlich, nach dem ersten Bissen werden Sie verstehen, warum ich jedes Jahr im Dezember in die Küche renne.
Was Sie an Zutaten brauchen
Für diese klassischen Grittibänz kommen nur einfache Zutaten zum Einsatz. Keine exotischen Gewürze oder schwer erhältliche Sachen – alles, was Sie brauchen, finden Sie im nächsten Supermarkt. Die Qualität der Butter und der Milch macht aber einen Unterschied, also greifen Sie ruhig zu guter Markenbutter, wenn Sie können.
Für den Hefeteig
- 500 g Mehl (Type 405 oder 550, ich nehme gerne das Mehl von der Mühle meines Vertrauens, aber jedes Standardmehl tut es)
- 1 Würfel frische Hefe (42 g) oder 2 Päckchen Trockenhefe
- 250 ml lauwarme Milch (Vollmilch gibt den fluffigsten Teig, aber haltbare Milch geht auch – wichtig: nicht heiß, sonst stirbt die Hefe)
- 80 g Zucker (ich nehme feinen Haushaltszucker, aber Rohrzucker gibt eine leichte Karamellnote)
- 80 g weiche Butter (am besten ungesalzen, aber gesalzen geht auch – dann das Salz im Rezept weglassen)
- 1 Ei (Größe M, Zimmertemperatur – das macht den Teig geschmeidiger)
- 1 Prise Salz (nicht zu viel, aber es hebt den Geschmack)
- 1 Päckchen Vanillezucker (selbstgemacht oder gekauft, beides fein)
- Abrieb einer halben Bio-Zitrone (optional, aber ich finde, es gibt dem Teig eine frische Note, die perfekt passt)
Zum Bestreichen und Verzieren

- 1 Eigelb (mit 1 EL Milch verquirlt, für den Glanz)
- Rosinen (für die Augen und Knöpfe – etwa 30 Stück, je nach Größe der Männchen)
- Mandeln oder Haselnüsse (für die Nasen – ich nehme ganze Mandeln, die Kinder lieben den Knack)
- Hagelzucker oder grober Zucker (zum Bestreuen, optional, aber macht die Grittibänz noch hübscher)
Substitutionshinweise: Falls Sie keine frische Hefe haben, nehmen Sie Trockenhefe – die müssen Sie dann nicht in Milch auflösen, sondern direkt mit dem Mehl vermischen. Für eine laktosefreie Version verwenden Sie laktosefreie Milch und Butter. Und wenn Sie keine Rosinen mögen, tun es auch Schokotropfen oder bunte Streusel – die Kinder werden es lieben.
Welches Equipment Sie brauchen
Sie brauchen keine teure Bäckerei-Ausstattung für diese Grittibänz. Ich habe alles schon mit einfachen Küchenutensilien gemacht, und es hat funktioniert. Aber ein paar Dinge erleichtern die Arbeit ungemein.
- Große Rührschüssel: Am besten aus Edelstahl oder Glas – Plastik kann Gerüche annehmen, und wir wollen ja nur Hefegeruch.
- Küchenmaschine mit Knethaken: Ein Segen für den Teig! Ich benutze meine KitchenAid, aber eine einfache Handrührgerät mit Knethaken tut es auch. Kneten Sie 5-7 Minuten, bis der Teig glatt und elastisch ist.
- Backblech: Ein normales Blech reicht. Legen Sie es mit Backpapier aus, dann klebt nichts fest.
- Teigschaber: Unverzichtbar, um den Teig aus der Schüssel zu bekommen. Sparen Sie sich das – es kostet kaum was.
- Nudelholz: Nicht zwingend nötig, aber praktisch, um den Teig gleichmäßig auszurollen. Ich nehme ein einfaches aus Holz.
- Messer oder Teigrad: Zum Schneiden der Männchen. Ein Pizzarad geht auch super.
- Backpinsel: Für die Eiglasur. Ein Silikonpinsel ist leicht zu reinigen.
Budget-Tipp: Wenn Sie keine Küchenmaschine haben, kneten Sie den Teig von Hand. Das dauert 10 Minuten, aber es ist fast meditativ. Und die Kinder können helfen – das macht doppelt Spaß.
Schritt-für-Schritt-Zubereitung
Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, es ist einfacher, als es klingt. Ich zeige Ihnen jeden Schritt, damit Ihre Grittibänz perfekt werden.
Schritt 1: Hefe aktivieren
Erwärmen Sie die Milch auf etwa 30-35 Grad – sie sollte sich lauwarm anfühlen, nicht heiß. Bröckeln Sie die frische Hefe in eine kleine Schüssel, geben Sie 1 Esslöffel Zucker aus der Gesamtmenge dazu und rühren Sie mit einem Löffel, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Lassen Sie die Mischung 5-10 Minuten stehen. Wenn sich Bläschen bilden und die Masse schäumt, ist die Hefe aktiv. Passiert nichts? Dann war die Milch zu heiß oder die Hefe zu alt – dann neu anfangen.
Schritt 2: Teig kneten
Geben Sie das Mehl in eine große Schüssel. Machen Sie eine Mulde in die Mitte und gießen Sie die Hefemilch hinein. Fügen Sie den restlichen Zucker, das Ei, die weiche Butter, die Prise Salz, den Vanillezucker und den Zitronenabrieb hinzu. Kneten Sie alles mit den Knethaken der Küchenmaschine oder von Hand zu einem glatten, geschmeidigen Teig. Er sollte sich vom Schüsselrand lösen und nicht mehr kleben. Wenn er zu klebrig ist, geben Sie noch 1-2 Esslöffel Mehl dazu. Ist er zu trocken, einen Schuss Milch. Knetzeit: etwa 5-7 Minuten mit der Maschine, 10 Minuten von Hand.
Schritt 3: Teig gehen lassen
Formen Sie den Teig zu einer Kugel und legen Sie ihn in eine leicht geölte Schüssel. Decken Sie die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch oder Frischhaltefolie ab. Stellen Sie die Schüssel an einen warmen, zugfreien Ort – ich stelle sie gerne in die Nähe der Heizung oder in den ausgeschalteten Backofen mit eingeschalteter Backofenlampe. Lassen Sie den Teig 60-90 Minuten gehen, bis er sich verdoppelt hat. Wenn Sie mit dem Finger hineindrücken und der Eindruck bleibt, ist er fertig.
Schritt 4: Grittibänz formen
Nach der Gehzeit den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und noch einmal kurz durchkneten. Teilen Sie den Teig in 8-10 gleich große Stücke (je nachdem, wie groß Ihre Männchen werden sollen). Jedes Stück zu einer Rolle formen – etwa 20-25 cm lang. Für den Kopf drücken Sie ein Ende etwas flach und schneiden mit einem Messer oder Teigrad einen kleinen Schlitz ein, sodass zwei Arme entstehen. Ziehen Sie die Arme ein bisschen auseinander, dann sieht der Grittibänz aus wie ein kleiner Mann. Die Beine formen Sie, indem Sie das untere Ende der Rolle etwas flach drücken und mit dem Messer einen Schlitz machen – aber nicht ganz durchschneiden, sonst fallen die Beine auseinander. Legen Sie die geformten Männchen auf das mit Backpapier belegte Blech, mit genügend Abstand (sie gehen nochmal auf).
Schritt 5: Zweite Gehzeit
Decken Sie die Männchen mit dem Tuch ab und lassen Sie sie noch einmal 20-30 Minuten gehen. Sie werden sichtbar größer und fühlen sich luftig an. In dieser Zeit heizen Sie den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (160 Grad Umluft) vor.
Schritt 6: Verzieren und backen
Verquirlen Sie das Eigelb mit der Milch und bestreichen Sie die Grittibänz vorsichtig mit dem Pinsel. Drücken Sie die Rosinen für die Augen und Knöpfe leicht in den Teig – am besten in kleine Vertiefungen, die Sie mit dem Finger machen. Die Mandel für die Nase ebenfalls eindrücken. Streuen Sie nach Wunsch Hagelzucker darüber. Backen Sie die Männchen auf der mittleren Schiene 12-15 Minuten, bis sie goldbraun sind. Achtung: Jeder Ofen ist anders – ab Minute 10 am besten durch die Scheibe gucken. Wenn sie zu dunkel werden, mit Alufolie abdecken.
Schritt 7: Abkühlen lassen
Nehmen Sie das Blech aus dem Ofen und lassen Sie die Grittibänz 5 Minuten auf dem Blech ruhen. Dann setzen Sie sie auf ein Kuchengitter, damit sie komplett auskühlen können. Aber seien wir ehrlich: Die ersten werden schon warm gegessen – das ist das Schöne daran.
Mein persönlicher Tipp: Wenn die Kinder helfen, wird der Teig manchmal etwas zäh – kein Problem. Einfach nochmal kurz durchkneten und weitermachen. Und vergessen Sie nicht, die Arbeitsfläche gut zu bemehlen, sonst klebt der Teig fest. Ich habe das schon zweimal erlebt – einmal musste ich den halben Teig wegschmeißen. Seitdem nehme ich lieber etwas mehr Mehl.
Backtipps & Techniken
Aus meiner Erfahrung – und den vielen Fehlern, die ich gemacht habe – hier die wichtigsten Tipps, damit Ihre Grittibänz perfekt werden.
- Die richtige Temperatur: Hefe ist ein Lebewesen. Sie mag es warm, aber nicht heiß. Milch über 40 Grad tötet die Hefe ab. Also immer schön lauwarm bleiben. Wenn Sie kein Thermometer haben, testen Sie mit dem Handgelenk – es sollte sich angenehm anfühlen, wie Badewasser.
- Nicht überkneten: Der Teig wird sonst zäh und die Grittibänz werden hart. Kneten Sie nur, bis er glatt ist. Ein Zeichen: Wenn der Teig reißt, wenn Sie ihn auseinanderziehen, ist er noch nicht fertig. Wenn er sich wie Kaugummi dehnt, ist es perfekt.
- Geduld beim Gehen: Ich weiß, es ist verlockend, den Teig zu überstürzen. Aber die Gehzeit ist entscheidend für die Fluffigkeit. Wenn die Küche kalt ist, dauert es länger – stellen Sie den Teig in den Backofen bei 30 Grad (nur die Lampe an, nicht heizen).
- Das Eigelb nicht vergessen: Die Glasur gibt den Männchen diesen schönen Glanz. Wenn Sie vegane Grittibänz machen, nehmen Sie Pflanzenmilch mit etwas Ahornsirup – das glänzt auch.
- Rosinen vorbereiten: Wenn die Rosinen zu trocken sind, fallen sie beim Backen raus. Weichen Sie sie 10 Minuten in warmem Wasser ein, dann tupfen Sie sie trocken. So bleiben sie schön weich und fallen nicht ab.
Ein Fehler, den ich gemacht habe: Einmal habe ich die Grittibänz zu dicht aufs Blech gesetzt. Nach der zweiten Gehzeit waren sie zu einer einzigen großen Teigmasse zusammengewachsen. Sehen aus wie ein Grittibänz-Klon – nicht schön. Also: Abstand halten, mindestens 5 cm zwischen den Männchen.
Variationen & Anpassungen
Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es sich leicht abwandeln lässt. Hier ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.
Schoko-Grittibänz
Für die Schokofans unter uns: Ersetzen Sie 50 g Mehl durch 50 g Backkakao. Der Teig wird dunkel und schokoladig. Statt Rosinen nehmen Sie weiße Schokotropfen für die Augen – das sieht lustig aus. Meine Kinder lieben diese Version am meisten.
Vollkorn-Variante
Wenn Sie etwas herzhafter mögen, tauschen Sie die Hälfte des Mehls gegen Dinkelvollkornmehl. Der Teig wird etwas fester, aber die Grittibänz bekommen eine nussige Note. Dazu passen gehackte Walnüsse im Teig – einfach 50 g unterkneten.
Vegane Grittibänz
Butter durch Margarine ersetzen, das Ei weglassen (stattdessen 2 EL Apfelmus oder Sojamehl mit Wasser) und die Milch durch Pflanzenmilch austauschen. Die Glasur aus Pflanzenmilch und Ahornsirup funktioniert prima. Sie sind etwas weniger fluffig, aber immer noch lecker.
Saisonale Variante
Im Frühling gebe ich etwas abgeriebene Orangenschale in den Teig. Im Herbst passt Zimt oder Lebkuchengewürz – dann heißen sie Weihnachtsmännchen. Einfach 1 TL Gewürz zum Mehl geben.
Meine persönliche Variation: Ich habe einmal gehackte getrocknete Aprikosen in den Teig geknetet. Das war ein Zufallstreffer – die Süße der Aprikosen passt perfekt zur leichten Zitronennote. Seitdem mache ich das im Sommer, wenn frische Aprikosen Saison haben.
Tipps zum Servieren und Aufbewahren
Grittibänz schmecken am besten frisch aus dem Ofen, aber sie lassen sich auch gut aufbewahren. Hier meine Erfahrungen.
Servieren: Die Männchen schmecken lauwarm oder bei Zimmertemperatur. Ein Klecks Butter oder Marmelade dazu? Nicht nötig, aber lecker. Am Nikolaustag lege ich sie auf einen Teller mit einem roten Band drum – die Kinder freuen sich riesig. Dazu passt eine Tasse heiße Schokolade oder ein Glas Milch.
Aufbewahren: In einer luftdichten Dose halten sich die Grittibänz 2-3 Tage. Aber ehrlich? Am zweiten Tag sind sie meist schon weg. Wenn Sie sie länger aufbewahren wollen, frieren Sie sie ein. Wickeln Sie die abgekühlten Männchen einzeln in Frischhaltefolie und legen Sie sie in einen Gefrierbeutel. Im Gefrierfach halten sie sich 3 Monate.
Aufwärmen: Aus dem Gefrierfach: Einfach bei 150 Grad im Ofen 5-10 Minuten aufbacken – dann schmecken sie fast wie frisch. In der Mikrowelle werden sie leider gummiartig, also lieber den Ofen nehmen. Wenn sie nur einen Tag alt sind, reicht ein kurzes Aufbacken bei 100 Grad für 3 Minuten.
Tipp für die Resteverwertung: Wenn doch mal ein Grittibänz übrig bleibt (unwahrscheinlich, aber möglich), schneiden Sie ihn in Scheiben und toasten Sie ihn im Toaster. Mit Butter bestreichen – das ist ein genialer Snack für den Nachmittag.
Nährwerte & gesundheitliche Vorteile
Ich bin keine Ernährungsberaterin, aber ich achte darauf, was meine Familie isst. Diese Grittibänz sind ein Genussmittel, aber sie haben auch ihre guten Seiten.
Ungefähre Nährwerte pro Grittibänz (bei 8 Stück):
- Kalorien: ca. 280 kcal
- Kohlenhydrate: 45 g
- Eiweiß: 6 g
- Fett: 8 g
- Ballaststoffe: 1 g
Gesundheitliche Aspekte: Hefeteig ist leichter verdaulich als manche anderen Backwaren, weil die Hefe einen Teil der Stärke bereits aufspaltet. Die Butter liefert fettlösliche Vitamine, und die Rosinen enthalten Antioxidantien. Wenn Sie die Vollkornvariante wählen, kommt noch mehr Ballaststoffe dazu. Und der Zitronenabrieb? Vitamin C! Also, genießen Sie sie ohne schlechtes Gewissen – es ist schließlich ein Festtagsgebäck.
Allergene: Enthält Gluten, Milchprodukte, Eier und Nüsse (durch die Mandeln). Für Allergiker die veganen Varianten ausprobieren.
Meine Meinung: Ich finde, man sollte sich nicht zu sehr in Nährwerttabellen verlieren, wenn es um Familienbacken geht. Ein Grittibänz am Nikolaustag oder am Wochenende – das ist Lebensfreude, und die ist gesund für die Seele.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich den Teig auch am Vortag vorbereiten?
Ja, das geht. Bereiten Sie den Teig zu, lassen Sie ihn eine Stunde gehen, dann decken Sie die Schüssel ab und stellen Sie sie über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag den Teig rausholen, formen und wie gewohnt weiterverfahren. Die zweite Gehzeit kann dann etwas länger dauern, weil der Teig kalt ist.
Warum werden meine Grittibänz hart?
Das passiert meist, wenn der Teig zu lange geknetet wurde oder die Backzeit zu lang war. Auch zu wenig Flüssigkeit kann die Ursache sein. Achten Sie darauf, den Teig nicht zu überkneten und die Backzeit im Auge zu behalten. Wenn sie goldbraun sind, raus damit – auch wenn es schwerfällt.
Kann ich Trockenhefe statt frischer Hefe verwenden?
Absolut. Nehmen Sie 2 Päckchen Trockenhefe (je 7 g) für 500 g Mehl. Mischen Sie die Trockenhefe direkt mit dem Mehl, statt sie in Milch aufzulösen. Die Milch dann wie gewohnt lauwarm dazugeben. Die Gehzeit bleibt gleich.
Wie bekomme ich die Rosinen dazu, nicht zu verbrennen?
Drücken Sie die Rosinen tief in den Teig, am besten in kleine Vertiefungen, die Sie mit dem Finger machen. So sind sie geschützt und verbrennen nicht. Alternativ können Sie die Rosinen auch erst nach dem Backen auf die noch warmen Männchen drücken – dann bleiben sie weich.
Kann ich die Grittibänz auch ohne Ei backen?
Ja, für eine vegane Version ersetzen Sie das Ei im Teig durch 2 EL Apfelmus oder 1 EL gemahlene Leinsamen mit 3 EL Wasser (quellen lassen). Für die Glasur nehmen Sie Pflanzenmilch mit etwas Ahornsirup. Die Konsistenz wird etwas fester, aber sie schmecken trotzdem lecker.
Fazit
Diese klassischen Grittibänz sind mehr als nur ein Rezept – sie sind eine Einladung, Zeit mit der Familie zu verbringen, die Hände in den Teig zu tauchen und sich an den kleinen Freuden des Lebens zu erfreuen. Der Duft von frischer Hefe, der Stolz in den Kinderaugen, wenn die Männchen aus dem Ofen kommen – das ist es, was zählt.
Probieren Sie es aus, und machen Sie die Grittibänz zu Ihrem eigenen. Vielleicht fügen Sie eine Prise Zimt hinzu oder lassen die Rosinen weg – es gibt kein Richtig oder Falsch. Ich bin gespannt, wie Ihre Männchen aussehen! Teilen Sie Ihre Kreationen in den Kommentaren oder markieren Sie mich auf Pinterest. Und wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie mir – ich helfe gern.
In diesem Sinne: Viel Spaß beim Backen, und genießen Sie jeden Bissen. Ihre Küche wird es Ihnen danken – und Ihre Kinder auch.
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Klassische Grittibänz aus Hefeteig: Einfaches Rezept für Kinder
Diese klassischen Grittibänz sind ein Stück Kindheitserinnerung, ein Familienritual und ein preiswerter Nervenkitzel für den Gaumen. Der Teig ist unkompliziert, die Zutaten hat man meist im Haus, und das Beste: Die kleinen Männchen aus Hefeteig verschwinden schneller, als man schauen kann.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 12-15 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 45 Minuten (inkl. Gehzeiten)
- Yield: 8-10 Stück 1x
- Category: Gebäck
- Cuisine: Schweizerisch
Ingredients
- 500 g Mehl (Type 405 oder 550)
- 1 Würfel frische Hefe (42 g) oder 2 Päckchen Trockenhefe
- 250 ml lauwarme Milch (Vollmilch)
- 80 g Zucker
- 80 g weiche Butter (ungesalzen)
- 1 Ei (Größe M, Zimmertemperatur)
- 1 Prise Salz
- 1 Päckchen Vanillezucker
- Abrieb einer halben Bio-Zitrone (optional)
- 1 Eigelb (mit 1 EL Milch verquirlt, für den Glanz)
- Rosinen (für die Augen und Knöpfe, etwa 30 Stück)
- Mandeln oder Haselnüsse (für die Nasen)
- Hagelzucker oder grober Zucker (zum Bestreuen, optional)
Instructions
- Hefe aktivieren: Milch auf 30-35 Grad erwärmen. Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln, 1 EL Zucker dazugeben und rühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. 5-10 Minuten stehen lassen, bis sich Bläschen bilden.
- Teig kneten: Mehl in eine große Schüssel geben. Mulde in die Mitte machen und Hefemilch hineingießen. Restlichen Zucker, Ei, weiche Butter, Salz, Vanillezucker und Zitronenabrieb hinzufügen. Mit Knethaken oder von Hand 5-7 Minuten (Maschine) oder 10 Minuten (Hand) zu einem glatten Teig kneten.
- Teig gehen lassen: Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel legen, mit einem Tuch abdecken. An einem warmen, zugfreien Ort 60-90 Minuten gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
- Grittibänz formen: Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, kurz durchkneten. In 8-10 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer Rolle formen (20-25 cm lang). Für den Kopf ein Ende flach drücken und einen Schlitz für die Arme einschneiden. Für die Beine das untere Ende flach drücken und einen Schlitz machen (nicht ganz durchschneiden). Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
- Zweite Gehzeit: Männchen mit einem Tuch abdecken und 20-30 Minuten gehen lassen. Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (160 Grad Umluft) vorheizen.
- Verzieren und backen: Eigelb mit Milch verquirlen und die Grittibänz damit bestreichen. Rosinen für Augen und Knöpfe in kleine Vertiefungen drücken. Mandel für die Nase eindrücken. Nach Wunsch Hagelzucker darüberstreuen. Auf der mittleren Schiene 12-15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
- Abkühlen lassen: Blech aus dem Ofen nehmen, Grittibänz 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen und komplett auskühlen lassen.
Notes
Hefe ist ein Lebewesen – Milch nicht über 40 Grad erhitzen. Teig nicht überkneten, sonst werden die Grittibänz hart. Rosinen vor dem Aufsetzen 10 Minuten in warmem Wasser einweichen, damit sie nicht verbrennen. Zwischen den Männchen auf dem Blech mindestens 5 cm Abstand lassen.
Nutrition
- Serving Size: 1 Grittibänz
- Calories: 280
- Sugar: 12
- Sodium: 100
- Fat: 8
- Saturated Fat: 4
- Carbohydrates: 45
- Fiber: 1
- Protein: 6
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