Written by

Christopher Wright

Published

Beste Engelsaugen mit Johannisbeergelee: Einfaches Rezept für die Party

Ready In 90 Minuten
Servings 30 Stück
Difficulty Medium

Es gab einmal eine kleine, etwas versteckte Bäckerei in der Seitenstraße neben dem alten Rathaus in meiner Heimatstadt. Die Bäckerei “Zum goldenen Korn” – sie roch immer nach Vanille und warmer Butter. Jeden Freitag, wenn meine Mutter mich von der Schule abholte, gingen wir dort vorbei, und ich durfte mir ein Teilchen aussuchen. Meine Wahl fiel fast immer auf die Engelsaugen mit Johannisbeergelee. Diese kleinen Mürbeteig-Plätzchen mit dem leuchtend roten Herz in der Mitte – sie waren für mich der Inbegriff von Geborgenheit.

Dann, vor ungefähr fünf Jahren, schloss die Bäckerei. Einfach so. Eines Tages war das “Zum goldenen Korn” weg, und mit ihm meine geliebten Engelsaugen. Ich war am Boden zerstört, ehrlich. Ich habe wochenlang versucht, dieses Gefühl, diesen perfekten Biss aus buttrigem Mürbeteig und süß-säuerlichem Gelee, zu Hause nachzubacken. Nach sage und schreibe sieben Versuchen – die ersten waren entweder zu trocken oder das Gelee ist in den Teig eingelaufen – habe ich es endlich geschafft.

Dieses Rezept hier ist das Ergebnis dieser kulinarischen Detektivarbeit. Es ist nicht nur eine Kopie, es ist eine Hommage an diese kleine Bäckerei und an all die Freitage meiner Kindheit. Und wisst ihr was? Es ist der perfekte Party-Liebling. Diese Engelsaugen mit Johannisbeergelee sind der absolute Hit auf jedem Tisch, ob beim Kaffeekränzchen, auf der Geburtstagsfeier oder beim gemütlichen Beisammensein mit Freunden. Sie verschwinden immer als Erstes, das kann ich euch garantieren. Vielleicht kennt ihr das ja auch – dieses eine Gebäck, das einfach nach mehr schmeckt und alle glücklich macht. Genau das sind diese kleinen Kunstwerke.

Warum ihr dieses Rezept lieben werdet

Dieses Rezept für Engelsaugen mit Johannisbeergelee ist nicht einfach nur ein weiteres Plätzchenrezept. Es ist das Ergebnis von Jahren des Testens und der Liebe zum Detail. Ich habe es so lange verfeinert, bis es perfekt war – für euch und für jede Party.

  • Einfach & gelingsicher: Der Mürbeteig ist unglaublich einfach zuzubereiten und lässt sich super verarbeiten. Selbst Backanfänger werden hier Erfolg haben. Das Gelee sorgt für den perfekten Farbklecks, ohne dass man sich mit aufwendigen Füllungen herumplagen muss.
  • Zutaten aus dem Vorratsschrank: Mehl, Butter, Zucker, Eigelb und ein Glas Johannisbeergelee – das habt ihr garantiert zu Hause. Keine exotischen Zutaten, keine langen Einkaufslisten. Einfach, aber genial.
  • Der perfekte Party-Hit: Diese Engelsaugen sind wie gemacht für Feiern. Sie sehen nicht nur fantastisch aus, sie sind auch praktisch: Man kann sie wunderbar vorbereiten, sie halten sich lange und sie sind der absolute Hingucker auf jedem Buffet. Sie sind der Hit auf jedem Tisch, versprochen!
  • Ein echter Publikumsliebling: Ich habe sie zu unzähligen Feiern mitgebracht, und sie werden von Jung und Alt geliebt. Der buttrige Teig und die fruchtige Säure des Johannisbeergelees – diese Kombination ist einfach unwiderstehlich.
  • Unglaublich lecker: Das ist kein leeres Versprechen. Der erste Biss in diese zarten, buttrigen Plätzchen, gefolgt von der intensiven Fruchtnote des Gelees – das ist pures Glück. Es ist das Gebäck, bei dem man nach dem ersten Stück sofort zum zweiten greift.

Was dieses Rezept von anderen unterscheidet, ist die perfekte Balance. Der Teig ist nicht zu süß, damit die Säure des Johannisbeergelees richtig zur Geltung kommt. Und das Gelee – ich verwende ein hochwertiges, am besten mit ganzen Früchten – sorgt für dieses authentische, leicht herb-süße Aroma, das diese Engelsaugen so besonders macht. Es ist nicht nur ein Plätzchen, es ist ein Erlebnis – eines, das alle um den Tisch versammelt und für strahlende Gesichter sorgt.

Welche Zutaten ihr braucht

Für diese Engelsaugen mit Johannisbeergelee braucht es keine Zauberei, sondern nur ein paar gute, ehrliche Zutaten. Jede einzelne spielt ihre Rolle perfekt, um diesen unvergesslichen Party-Liebling zu kreieren.

  • Für den Mürbeteig:
    • 250 g Mehl (Type 405): Das ist die Basis für unseren buttrigen Teig. Ich verwende am liebsten Weizenmehl Type 405, es ergibt den schönsten, zartesten Mürbeteig. Für eine glutenfreie Variante könnt ihr eine glutenfreie Mehlmischung 1:1 austauschen, aber der Teig wird dann etwas bröseliger.
    • 200 g kalte Butter: Die Butter muss wirklich schön kalt sein, das ist das A und O für einen perfekten Mürbeteig. Ich nehme am liebsten die von Kerrygold oder einer anderen Marke mit hohem Fettgehalt (82 %). Die Kälte sorgt dafür, dass die Butter beim Backen nicht zu schnell schmilzt und der Teig seine Form behält.
    • 80 g Puderzucker: Puderzucker macht den Teig feiner und zarter als normaler Zucker. Er löst sich besser auf und sorgt für eine gleichmäßigere Süße. Keine Sorge, wenn ihr nur normalen Zucker habt – ihr könnt ihn auch verwenden, aber der Teig wird dann etwas gröber.
    • 2 Eigelb (Größe M): Die Eigelbe binden den Teig und geben ihm eine schöne, gelbe Farbe. Das Eiweiß braucht ihr für später, also hebt es auf! Ihr könnt es einfrieren oder direkt für ein anderes Rezept verwenden.
    • 1 Prise Salz: Ein Muss! Das Salz hebt den Buttergeschmack hervor und verhindert, dass die Plätzchen zu süß schmecken. Klingt komisch, ist aber so.
    • 1 Päckchen Vanillezucker: Für die feine, aromatische Note. Am besten nehmt ihr echten Vanillezucker oder das Mark einer halben Vanilleschote. Das macht den Unterschied!
  • Für die Füllung und Dekoration:
    • 1 Glas Johannisbeergelee (ca. 200 g): Das Herzstück unserer Engelsaugen! Achtet auf ein Gelee mit einem hohen Fruchtanteil, am besten mit ganzen oder zerdrückten Johannisbeeren. Die Sorte “Rote Johannisbeeren” ist klassisch, aber auch schwarze Johannisbeeren schmecken wunderbar. Ich persönlich liebe das Gelee von “Schwartau Extra” oder von “Darbo”, aber jede gute Marke tut es.
    • Puderzucker zum Bestäuben: Zum Schluss, für den letzten Schliff. Er lässt die Engelsaugen wie kleine Schneeflocken aussehen und rundet den Geschmack ab.

Substitutions-Tipp: Wenn ihr kein Johannisbeergelee mögt, könnt ihr auch ein anderes säuerliches Gelee verwenden, wie zum Beispiel Himbeer- oder Preiselbeergelee. Das wichtigste ist, dass es nicht zu süß ist, da der Teig selbst schon süß ist. Die Säure ist der entscheidende Kontrast, der diese Plätzchen so unwiderstehlich macht.

Welche Ausrüstung ihr braucht

Bevor wir loslegen, hier eine kurze Liste der Dinge, die ihr bereithalten solltet. Keine Sorge, es ist nichts Außergewöhnliches dabei.

  • Eine Küchenmaschine oder ein Handrührgerät: Für den Mürbeteig ist das Gold wert. Es geht zwar auch von Hand, aber die Maschine macht die Butter schneller und gleichmäßiger krümelig. Ich habe eine alte KitchenAid, die schon meine Mutter benutzt hat – sie ist unverwüstlich.
  • Eine große Rührschüssel: Am besten aus Edelstahl oder Glas.
  • Ein Nudelholz: Zum Ausrollen des Teigs. Ein gleichmäßig dick ausgerollter Teig ist die halbe Miete.
  • Ein kleiner runder Ausstecher (ca. 4 cm Durchmesser): Für die Plätzchen. Wenn ihr keinen runden habt, tut es auch ein Glas mit dünnem Rand.
  • Ein noch kleinerer Ausstecher (ca. 1 cm) oder eine Spritztülle: Zum Ausstechen der “Augen” in der Mitte. Ich benutze dafür einfach die Rückseite einer großen Spritztülle – das funktioniert perfekt und spart Geld.
  • Ein Backblech mit Backpapier: Unverzichtbar.
  • Ein kleiner Löffel oder ein Spritzbeutel: Zum Füllen der Vertiefungen mit dem Gelee. Ein kleiner Löffel tut es auch, aber ein Spritzbeutel ist präziser und sorgt für weniger Sauerei.
  • Ein feines Sieb: Zum Bestäuben mit Puderzucker.

Budget-Tipp: Wenn ihr keine Spritztülle habt, nehmt einfach einen kleinen Gefrierbeutel, schneidet eine winzige Ecke ab und füllt das Gelee hinein. Funktioniert genauso gut!

Die Zubereitung – Schritt für Schritt

Beste Engelsaugen mit Johannisbeergelee preparation steps

Jetzt wird es ernst! Folgt diesen Schritten, und ihr werdet im Handumdrehen die besten Engelsaugen mit Johannisbeergelee ever zaubern. Ich habe hier alle meine Tricks und Kniffe verpackt, damit es euch garantiert gelingt.

  1. Den Mürbeteig zubereiten (ca. 15 Minuten):
    Schneidet die kalte Butter in kleine Würfel. Gebt sie zusammen mit dem Mehl, dem Puderzucker, dem Vanillezucker und der Prise Salz in eine Rührschüssel. Verknetet alles mit der Küchenmaschine (oder den Händen) zu einer krümeligen Masse – es soll aussehen wie feuchter Sand. Dann gebt ihr die beiden Eigelbe dazu und verknetet alles rasch zu einem glatten Teig. Achtung: Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh! Sobald sich der Teig zu einer Kugel formt, ist er fertig.
  2. Den Teig kühlen (mindestens 30 Minuten):
    Wickelt den Teig in Frischhaltefolie und legt ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Das ist ein Muss! Der Teig muss richtig durchkühlen, damit er sich später gut ausrollen lässt und seine Form behält. Ich lasse ihn oft sogar eine Stunde oder länger ruhen – das macht ihn noch geschmeidiger.
  3. Den Teig ausrollen und ausstechen (ca. 20 Minuten):
    Heizt den Ofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vor. Holt den Teig aus dem Kühlschrank und rollt ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 4-5 mm dick aus. Sticht mit dem großen runden Ausstecher Kreise aus und legt sie auf das mit Backpapier belegte Blech. Jetzt kommt der wichtigste Schritt: Nehmt den kleineren Ausstecher oder die Spritztülle und sticht aus der Hälfte der Kreise ein kleines “Auge” (Loch) in der Mitte aus. Das sind später die Deckel. Die anderen Kreise bleiben ganz – das sind die Böden.
  4. Die Engelsaugen backen (ca. 10-12 Minuten):
    Schiebt das Blech in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene. Backt die Plätzchen für etwa 10-12 Minuten, bis sie leicht goldbraun sind. Sie sollen nicht zu dunkel werden, sonst werden sie zu trocken. Die Backzeit kann je nach Ofen variieren, also behaltet sie im Auge. Sie duften himmlisch, wenn sie fertig sind!
  5. Das Gelee vorbereiten (während des Backens):
    Während die Plätzchen backen, gebt ihr das Johannisbeergelee in einen kleinen Topf und erwärmt es bei schwacher Hitze, bis es flüssig ist. Rührt es gelegentlich um. Es darf nicht kochen! Das flüssige Gelee lässt sich später viel leichter in die Vertiefungen füllen.
  6. Die Engelsaugen füllen (ca. 10 Minuten):
    Lasst die gebackenen Plätzchen kurz auf dem Blech abkühlen, dann setzt ihr sie vorsichtig auf ein Kuchengitter. Gebt mit einem kleinen Löffel oder einem Spritzbeutel einen halben Teelöffel des flüssigen Johannisbeergelees in die Vertiefung der “Boden”-Plätzchen (die ohne Loch). Achtung: Nicht zu viel, sonst läuft es über. Setzt dann die “Deckel”-Plätzchen (die mit Loch) vorsichtig darauf und drückt sie leicht an. Das Gelee sollte durch das Loch nach oben quellen – so entsteht das typische “Auge”.
  7. Endgültiges Abkühlen und Bestäuben (ca. 30 Minuten):
    Lasst die Engelsaugen vollständig auf dem Kuchengitter auskühlen. Das Gelee muss fest werden, sonst verwischt der Puderzucker. Sobald sie komplett kalt sind, bestäubt ihr sie großzügig mit Puderzucker. Ich gebe den Puderzucker in ein feines Sieb und klopfe es leicht über den Plätzchen – das gibt den schönsten, gleichmäßigen Schnee-Effekt.

Mein persönlicher Tipp: Wenn ihr die Deckel auf die Böden setzt, dreht sie nicht, sondern setzt sie genau so auf, wie sie ausgestochen wurden. So passen sie perfekt. Und wenn das Gelee beim Backen mal überläuft, kein Problem! Es lässt sich nach dem Abkühlen leicht mit einem Messer entfernen.

Tipps & Tricks für die perfekten Engelsaugen

Ich habe bei meinen vielen Versuchen so einige Fehler gemacht, damit ihr sie nicht wiederholen müsst. Hier sind meine besten Tipps für garantiert perfekte Engelsaugen mit Johannisbeergelee.

  • Die Butter muss kalt sein! Das ist der wichtigste Tipp überhaupt. Wenn die Butter zu warm ist, wird der Teig klebrig und die Plätzchen verlaufen beim Backen. Schneidet sie also schön kalt in Würfel und arbeitet zügig.
  • Nicht zu viel kneten. Mürbeteig mag es nicht, wenn man ihn lange bearbeitet. Sobald er sich zu einer Kugel formt, hört auf. Sonst wird er zäh und die Engelsaugen werden hart, nicht zart.
  • Die Ruhezeit im Kühlschrank ist heilig. Unterschätzt sie nicht! Der Teig muss richtig durchkühlen, damit er sich ausrollen lässt und seine Form behält. Wenn der Teig beim Ausrollen reißt, legt ihn einfach nochmal für 10 Minuten in den Kühlschrank.
  • Das Gelee nicht kochen lassen. Erwärmt es nur so weit, dass es flüssig wird, aber lasst es nicht aufkochen. Sonst verliert es seinen fruchtigen Geschmack und wird zu klebrig.
  • Nicht zu viel Gelee verwenden. Ein halber Teelöffel pro Engelsauge ist völlig ausreichend. Wenn ihr zu viel nehmt, läuft es beim Backen aus und die Plätzchen kleben am Blech fest. Weniger ist hier mehr!
  • Die richtige Backzeit finden. Jeder Ofen ist anders. Backt die Plätzchen nicht zu lange, sonst werden sie trocken. Sie sind fertig, wenn die Ränder ganz leicht goldbraun sind. In der Mitte dürfen sie noch hell sein.

Mein größter Fail: Bei meinem ersten Versuch habe ich den Teig nicht lange genug gekühlt. Das Ergebnis war eine riesige, klebrige Sauerei auf dem Blech. Die Engelsaugen sahen aus wie missratene Pfannkuchen. Seitdem bin ich bei der Kühlzeit pingelig – und es klappt jedes Mal!

Variationen & Anpassungen

Dieses Grundrezept ist fantastisch, aber man kann es wunderbar variieren, um es immer wieder neu zu entdecken. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe und die super funktionieren.

  • Andere Geleesorten: Statt Johannisbeergelee könnt ihr auch Himbeer-, Preiselbeer- oder Aprikosenkonfitüre verwenden. Achtet nur darauf, dass sie nicht zu stückig ist, damit sie sich gut verarbeiten lässt. Ich habe auch schon eine Variante mit grünem Minzgelee gemacht – das war der absolute Renner auf einer Sommerparty!
  • Schokoladen-Variante: Für alle Schokoladenfans: Ersetzt 30 g Mehl durch 30 g ungesüßtes Kakaopulver. Der Teig wird dann herrlich schokoladig. Dazu passt am besten ein säuerliches Orangen- oder Preiselbeergelee. Ein Genuss!
  • Nüsse im Teig: Gebt 50 g fein gemahlene Mandeln oder Haselnüsse zum Teig. Das gibt den Engelsaugen eine tolle, nussige Note und macht sie noch mürber. Dazu passt wunderbar ein klassisches Johannisbeergelee.
  • Vegane Variante: Ersetzt die Butter durch eine vegane Margarine (am besten eine mit hohem Fettgehalt) und die Eigelbe durch 2 EL kaltes Wasser und 1 EL Leinsamenmehl (mit 3 EL Wasser verrührt). Der Teig wird etwas bröseliger, aber mit Geduld und einer extra Kühlzeit funktioniert es super.
  • Glutenfrei: Wie schon erwähnt, könnt ihr das Mehl einfach durch eine glutenfreie Mehlmischung 1:1 ersetzen. Der Teig wird etwas krümeliger, aber die Engelsaugen schmecken trotzdem fantastisch. Achtet nur darauf, die Plätzchen nicht zu lange zu backen, da glutenfreier Teig schneller trocknet.

Meine persönliche Lieblingsvariation: Ich füge dem Teig immer die abgeriebene Schale einer halben, unbehandelten Zitrone hinzu. Das gibt den Engelsaugen eine frische, zitronige Note, die perfekt mit der Fruchtigkeit des Johannisbeergelees harmoniert. Probiert es aus, es ist der Hammer!

Tipps zum Servieren und Aufbewahren

Ihr habt eure Engelsaugen mit Johannisbeergelee gezaubert – jetzt geht es ans Eingemachte: Wie serviert man sie am besten, und wie bleiben sie lange frisch?

Servieren: Diese Plätzchen sind der Star auf jedem Kuchenbuffet. Stellt sie auf einer schönen Platte oder einem Etagère-Teller an, bestäubt sie noch einmal ganz leicht mit Puderzucker – das sieht aus wie frischer Schnee. Sie schmecken am besten bei Zimmertemperatur, also nehmt sie etwa 30 Minuten vor dem Servieren aus der Dose. Dazu passt ein frisch aufgebrühter Kaffee, ein cremiger Kakao oder ein Glas kalte Milch. Für eine festliche Note könnt ihr sie auch mit einem Klecks Sahne servieren – aber ehrlich, pur sind sie am allerbesten.

Aufbewahren: Das ist das Schöne an diesen Engelsaugen: Sie lassen sich wunderbar vorbereiten. In einer gut verschlossenen Keksdose, an einem kühlen und trockenen Ort, halten sie sich problemlos 2-3 Wochen. Wichtig: Legt sie nicht in den Kühlschrank, da werden sie nur hart. Und bewahrt sie nicht zusammen mit anderen, sehr feuchten Gebäcken auf, sonst werden sie weich. Ich lege immer ein Stück Küchenpapier mit in die Dose, das zieht überschüssige Feuchtigkeit auf.

Einfrieren: Ja, das geht auch! Ihr könnt die fertig gebackenen und gefüllten Engelsaugen in einem Gefrierbeutel oder einer Dose einfrieren. So halten sie sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur auf ein Kuchengitter legen – nach etwa 2 Stunden sind sie wieder wie frisch gebacken. Ich friere sie oft schon vor Weihnachten ein, das spart in der stressigen Vorweihnachtszeit enorm viel Zeit.

Geschmacksentwicklung: Ein kleiner Geheimtipp: Die Engelsaugen schmecken am zweiten oder dritten Tag oft noch besser, weil die Aromen von Teig und Gelee dann richtig durchgezogen sind. Also kein Stress, wenn sie nicht am ersten Tag alle aufgegessen werden – sie werden nur noch besser!

Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile

Natürlich sind Engelsaugen mit Johannisbeergelee in erster Linie ein Genussmittel, aber sie haben durchaus auch ihre guten Seiten. Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Stück (bei ca. 30 Stück):

Nährwert Pro Stück (ca.)
Kalorien 90 kcal
Fett 5 g
Kohlenhydrate 10 g
davon Zucker 4 g
Eiweiß 1 g

Die gesundheitlichen Aspekte: Die Butter liefert wertvolle fettlösliche Vitamine wie Vitamin A und D. Johannisbeeren sind wahre Vitamin-C-Bomben und stecken voller Antioxidantien – auch wenn sie im Gelee etwas reduziert sind, ist das immer noch besser als nichts. Und mal ehrlich: Ein oder zwei dieser kleinen Köstlichkeiten am Tag tun der Seele gut, und das ist auch ein Teil von Gesundheit.

Hinweis für Allergiker: Dieses Rezept enthält Gluten (im Mehl), Milchprodukte (in der Butter) und Eier. Für eine vegane oder glutenfreie Variante habe ich euch ja oben schon Tipps gegeben. Achtet auch darauf, dass das verwendete Johannisbeergelee keine versteckten Zusatzstoffe enthält.

Fazit

Diese Engelsaugen mit Johannisbeergelee sind mehr als nur ein Rezept. Sie sind eine Erinnerung an eine kleine Bäckerei, an unbeschwerte Kindertage und an die Freude, etwas Besonderes zu teilen. Sie sind der Beweis, dass die besten Dinge im Leben oft die einfachsten sind – und dass man mit ein bisschen Geduld und Liebe jedes verlorene Geschmackserlebnis zurückholen kann.

Ich lade euch ein, dieses Rezept zu eurem eigenen zu machen. Probiert es aus, variiert es nach eurem Geschmack, und vor allem: Teilt es mit den Menschen, die euch am Herzen liegen. Diese Plätzchen sind wie gemacht dafür, auf einer Party für strahlende Gesichter zu sorgen. Sie sind der Hit auf jedem Tisch, das verspreche ich euch.

Habt ihr das Rezept ausprobiert? Dann schreibt mir unbedingt einen Kommentar, wie es gelaufen ist! Welche Variation habt ihr gewählt? Oder habt ihr vielleicht einen eigenen Trick entdeckt? Ich bin super gespannt auf eure Erfahrungen und freue mich auf den Austausch mit euch. Lasst uns gemeinsam backen und die Welt ein Stückchen süßer machen!

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich die Engelsaugen auch ohne Ei zubereiten?
Ja, das ist möglich! Ersetzt die beiden Eigelbe durch 2 EL kaltes Wasser und 1 EL Apfelmus. Der Teig wird etwas bröseliger, aber es funktioniert. Lasst ihn dann unbedingt mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen.

Warum wird mein Mürbeteig bröselig und lässt sich nicht ausrollen?
Das liegt meistens daran, dass der Teig zu trocken ist. Gebt einfach einen Esslöffel kaltes Wasser hinzu und knetet ihn kurz durch. Oder – und das ist der häufigste Fehler – die Butter war zu warm. Dann hilft nur: ab in den Kühlschrank für eine Stunde!

Kann ich auch fertiges Johannisbeergelee aus dem Glas verwenden?
Ja, unbedingt! Das ist sogar der Klassiker. Achtet nur darauf, dass es ein Gelee ist und keine Marmelade mit großen Fruchtstücken. Das Gelee lässt sich besser verarbeiten und ergibt ein schöneres, glänzendes “Auge”.

Meine Engelsaugen sind nach dem Backen zu hart. Was habe ich falsch gemacht?
Das ist ein typischer Anfängerfehler. Entweder war der Ofen zu heiß, die Backzeit zu lang, oder der Teig wurde zu lange geknetet. Achtet beim nächsten Mal auf die genaue Backzeit und knetet den Teig nur so lange, bis er sich gerade so zusammenfügt.

Wie verhindere ich, dass das Gelee beim Backen ausläuft?
Das liegt meistens daran, dass das Gelee zu flüssig war oder ihr zu viel davon verwendet habt. Erwärmt das Gelee nur leicht, bis es fließfähig ist, und gebt wirklich nur einen halben Teelöffel pro Vertiefung. Außerdem hilft es, die Vertiefungen vor dem Füllen mit etwas Puderzucker auszustäuben – das bindet überschüssige Flüssigkeit.

Pin This Recipe!

Beste Engelsaugen mit Johannisbeergelee recipe

Print

Beste Engelsaugen mit Johannisbeergelee: Einfaches Rezept für die Party

Diese Engelsaugen mit Johannisbeergelee sind der absolute Hit auf jeder Party. Der buttrige Mürbeteig und das fruchtig-säuerliche Gelee ergeben eine unwiderstehliche Kombination, die Jung und Alt begeistert.

  • Author: Hannah
  • Prep Time: 15 Minuten
  • Cook Time: 12 Minuten
  • Total Time: 1 Stunde 57 Minuten (inkl. Kühlzeit)
  • Yield: 30 Stück 1x
  • Category: Dessert
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 250 g Mehl (Type 405) (ca. 2 Tassen)
  • 200 g kalte Butter (ca. 1 Tasse, 82 % Fettgehalt)
  • 80 g Puderzucker (ca. 2/3 Tasse)
  • 2 Eigelb (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Vanillezucker (oder Mark einer halben Vanilleschote)
  • 1 Glas Johannisbeergelee (ca. 200 g, ca. 2/3 Tasse)
  • Puderzucker zum Bestäuben

Instructions

  1. Den Mürbeteig zubereiten: Kalte Butter in kleine Würfel schneiden. Mit Mehl, Puderzucker, Vanillezucker und Salz in einer Rührschüssel zu einer krümeligen Masse verkneten (wie feuchter Sand). Die Eigelbe dazugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten.
  2. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
  3. Ofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche ca. 4-5 mm dick ausrollen. Mit einem runden Ausstecher (ca. 4 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Bei der Hälfte der Kreise mit einem kleineren Ausstecher (ca. 1 cm) ein Loch in der Mitte ausstechen (Deckel). Die anderen Kreise bleiben ganz (Böden).
  4. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene 10-12 Minuten backen, bis sie leicht goldbraun sind.
  5. Während des Backens das Johannisbeergelee in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze erwärmen, bis es flüssig ist (nicht kochen).
  6. Die gebackenen Plätzchen kurz abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen. Einen halben Teelöffel des flüssigen Gelees in die Vertiefung der Boden-Plätzchen geben. Die Deckel-Plätzchen vorsichtig daraufsetzen und leicht andrücken, sodass das Gelee durch das Loch nach oben quillt.
  7. Die Engelsaugen vollständig auskühlen lassen, bis das Gelee fest ist. Dann großzügig mit Puderzucker bestäuben.

Notes

Die Butter muss kalt sein. Nicht zu lange kneten. Die Ruhezeit im Kühlschrank ist wichtig. Das Gelee nicht kochen lassen. Nicht zu viel Gelee verwenden. Die Plätzchen schmecken am zweiten oder dritten Tag oft noch besser.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Stück
  • Calories: 90
  • Sugar: 4
  • Sodium: 30
  • Fat: 5
  • Saturated Fat: 3
  • Carbohydrates: 10
  • Protein: 1

Keywords: Engelsaugen, Johannisbeergelee, Plätzchen, Partyrezept, Mürbeteig, Weihnachtsplätzchen, einfach, gelingsicher

Did you make this recipe?

Share a photo and tag us — we can't wait to see what you've made!

You might also love these recipes

Leave a Comment

Recipe rating ★☆ ★☆ ★☆ ★☆ ★☆