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Christopher Wright

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Wohlig-warme Orangen-Plätzchen mit Schokoladenglasur

Ready In 60 Minuten
Servings 30 Stück
Difficulty Easy

Meine Nachbarin Frau Hoffmann machte damals keine große Sache daraus. Ich war an einem Dienstag im November kurz vorbeigekommen, um mir ihre alte Küchenmaschine auszuleihen – meine hatte nämlich genau an dem Morgen den Geist aufgegeben, als ich den Teig für einen Kuchen anrühren wollte. Und dann traf mich dieser Duft. Es roch, als hätte jemand Weihnachten, Sonnenschein und eine warme Umarmung in einen Topf geworfen und kurz aufgekocht. Sie stand da, in ihrer abgewetzten Strickjacke, und schob ganz entspannt ein Blech nach dem anderen aus dem Ofen. „Ach, nur ein paar Plätzchen”, winkte sie ab, als ich völlig sprachlos in ihrer Küche stand. Dabei waren diese Dinger eine Offenbarung. Der Duft von frischer Orange und Butter lag schwer in der Luft, und ich konnte meinen Blick nicht von dem goldenen Rand der Plätzchen lösen. Sie hatte nicht mal versucht, mich zu beeindrucken – und genau das machte den Moment so besonders. Ich stand da mit meiner kaputten Küchenmaschine und wusste sofort, dass ich dieses Rezept haben musste. Vielleicht kennt ihr das ja, wenn ein Geruch plötzlich alles erklärt, was man an einer Jahreszeit liebt. Genau so fühlte es sich an. Ehrlich, ich habe den ganzen Weg nach Hause nur an diese Plätzchen gedacht.

Warum ihr diese Orangen-Plätzchen lieben werdet

Diese Plätzchen sind nicht einfach nur ein weiteres Rezept in eurer Sammlung. Sie sind der Grund, warum man sich im Dezember nach Hause sehnt. Ich habe sie in den letzten Jahren unzählige Male gebacken, und sie haben mich nie enttäuscht. Hier ist, warum sie auch bei euch zur neuen Lieblings-Weihnachtstradition werden:

  • Schnell & einfach: Der Teig ist in unter 15 Minuten zusammengerührt. Keine langen Kühlzeiten, kein stundenlanges Ausrollen. Perfekt für einen spontanen Plätzchen-Nachmittag mit den Kindern oder wenn die Lust auf etwas Süßes einfach überfällt.
  • Einfache Zutaten: Ihr braucht keine exotischen Gewürze oder teure Spezialitäten. Die meisten Zutaten habt ihr sowieso im Vorratsschrank. Kein Stress mit dem Großeinkauf vor Weihnachten.
  • Perfekt für gemütliche Abende: Wenn draußen der Wind heult und ihr es euch auf dem Sofa gemütlich gemacht habt, gibt es kaum etwas Besseres als einen Teller dieser Orangen-Plätzchen. Dazu eine Tasse Tee oder heiße Schokolade – das ist pures Glück.
  • Ein Garant für Begeisterung: Ich habe sie zu Familienfeiern, auf dem Weihnachtsmarkt-Basar und beim Kaffeeklatsch mit Freundinnen mitgebracht. Die Reaktion ist immer gleich: erst ein überraschtes Lächeln, dann die Frage nach dem Rezept. Kinder lieben den fruchtigen Geschmack, Erwachsene die feine Note der Schokolade.
  • Unwiderstehlich lecker: Die Kombination aus saftigen Orangen-Plätzchen und der zarten Schokoladenglasur ist einfach himmlisch. Der Teig ist weich und mürbe, die Glasur gibt genau die richtige Süße. Das ist Komfortessen in Plätzchenform.

Was diese Orangen-Plätzchen aber wirklich von anderen abhebt, ist die Art, wie die Aromen miteinander spielen. Die frische Orange sorgt für eine natürliche Süße und eine angenehme Säure, die perfekt mit der bitteren Note der Zartbitterschokolade harmoniert. Und das Beste: Sie schmecken am zweiten oder dritten Tag sogar noch besser, weil die Aromen dann richtig durchgezogen sind. Das ist kein Plätzchen, das man einfach so isst – das ist ein Erlebnis, bei dem man nach dem ersten Bissen kurz die Augen schließt.

Welche Zutaten ihr braucht

Für dieses Rezept verwenden wir ganz bewusst einfache, aber hochwertige Zutaten. Das ist der Schlüssel zu dem unvergleichlichen Geschmack. Hier ist alles, was ihr braucht, aufgeschlüsselt nach den einzelnen Komponenten.

Für den Orangen-Plätzchenteig

  • 250 g Weizenmehl (Type 405) – Das Mehl sorgt für die perfekte, mürbe Textur. Wer es etwas kerniger mag, kann auch Dinkelmehl Type 630 verwenden, das gibt einen leicht nussigen Geschmack.
  • 125 g kalte Butter, in kleinen Würfeln – Die Butter muss wirklich kalt sein, sonst wird der Teig nicht schön mürbe. Ich nehme am liebsten deutsche Markenbutter, weil sie einen höheren Fettgehalt hat und die Plätzchen besonders zart macht.
  • 80 g Puderzucker – Puderzucker löst sich besser im Teig auf als normaler Zucker und sorgt für eine feinere, gleichmäßigere Süße. Keine Sorge, ihr könnt auch normalen Zucker nehmen, aber das Ergebnis wird etwas körniger.
  • 1 Ei (Größe M) – Das Ei bindet den Teig und gibt ihm Struktur. Achtet darauf, dass es Zimmertemperatur hat, dann verbindet es sich besser mit der Butter.
  • 1 große, unbehandelte Orange – Hier liegt das ganze Geheimnis! Kauft eine Bio-Orange, denn wir brauchen die ganze Schale. Unbehandelte Orangen haben ein viel intensiveres Aroma und sind nicht mit Wachs oder Pestiziden belastet. Die Saftigkeit der Frucht ist ebenfalls wichtig.
  • 1 Prise Salz – Klingt unscheinbar, aber Salz ist der Geschmacksverstärker Nummer eins. Es hebt die Süße und die Fruchtigkeit der Orange hervor.
  • 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer halben Vanilleschote – Vanille rundet das Aroma ab und macht den Geschmack noch wärmer und einladender. Ich bevorzuge echtes Vanillemark, aber der Extrakt tut es auch.

Für die zarte Schokoladenglasur

Orangen-Plätzchen mit Schokoladenglasur preparation steps

  • 150 g Zartbitterschokolade (mindestens 60 % Kakao) – Ich empfehle eine gute Markenschokolade wie Lindt oder Ritter Sport, weil sie beim Schmelzen ein gleichmäßigeres Ergebnis liefert. Je höher der Kakaoanteil, desto intensiver und weniger süß wird die Glasur – ein perfekter Kontrast zu den süßen Plätzchen.
  • 2 EL neutrales Öl (z. B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl) – Das Öl macht die Glasur geschmeidiger und verhindert, dass sie zu hart wird. Außerdem bekommt sie so diesen wunderbaren Glanz. Kein Olivenöl nehmen, das würde den Geschmack verfälschen.
  • 1 EL Butter – Ein kleiner Klecks Butter in der Schokolade sorgt für ein noch zarteres Mundgefühl. Die Glasur wird cremiger und schmilzt auf der Zunge.

Zum Verzieren (optional, aber schön)

  • Abgeriebene Schale einer Bio-Orange – Ein paar feine Streifen auf der noch feuchten Glasur sehen nicht nur hübsch aus, sondern geben auch ein zusätzliches Aroma.
  • Etwas gehackte Pistazien oder bunte Zuckerstreusel – Für etwas Farbe und Crunch. Das ist aber ganz euch überlassen.

Substitutionshinweise: Wer eine glutenfreie Variante braucht, kann das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung ersetzen. Ich habe gute Erfahrungen mit der Mehlmischung von Schär gemacht. Für eine vegane Version verwendet ihr einfach vegane Butter, einen Ei-Ersatz (z. B. 1 EL Leinsamen + 3 EL Wasser) und natürlich vegane Schokolade. Das funktioniert erstaunlich gut, der Teig wird nur etwas fester.

Welche Ausstattung ihr braucht

Ihr müsst keine Profi-Bäckerei sein, um diese Orangen-Plätzchen hinzubekommen. Die meisten Sachen habt ihr sicher schon zu Hause. Hier ist, was ich verwende:

  • Eine große Rührschüssel – Am besten aus Edelstahl oder Glas. Die Kühle des Materials hilft, den Teig nicht zu warm werden zu lassen.
  • Ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine – Für den Teig ist ein Handrührer völlig ausreichend. Ich benutze meinen alten Kenwood, aber jeder Standard-Rührer tut es.
  • Eine feine Reibe (Microplane oder Zestenreißer) – Das ist mein absolutes Lieblingswerkzeug für die Orangenschale. Eine normale Küchenreibe geht auch, aber die Microplane gibt viel feinere, aromatischere Zesten.
  • Ein Nudelholz – Zum Ausrollen des Teigs. Einfach, aber unverzichtbar.
  • Ausstechförmchen – Klassische Weihnachtsmotive wie Sterne, Herzen oder Tannenbäume passen perfekt. Aber auch runde Formen sind wunderschön.
  • Backblech mit Backpapier – Am besten zwei Bleche, damit ihr im Wechsel backen könnt, während das eine abkühlt.
  • Ein Kuchengitter – Zum Abkühlen der Plätzchen. Ohne Gitter werden sie unten feucht, und die Glasur verläuft nicht so schön.
  • Ein kleines, hitzebeständiges Schälchen für das Wasserbad – Oder ihr macht es wie ich und schmelzt die Schokolade einfach in der Mikrowelle. Das geht schneller und macht weniger Abwasch.

Budget-Tipp: Ein gutes Nudelholz muss nicht teuer sein. Ich habe meins für 5 Euro im Discounter gekauft und es funktioniert seit Jahren perfekt. Auch die Ausstechförmchen bekommt man oft günstig in Sets. Investiert lieber in eine gute Reibe – die macht den Unterschied!

Die Zubereitung Schritt für Schritt

Jetzt wird es ernst! Keine Sorge, es ist wirklich einfacher, als es klingt. Ich nehme euch an die Hand und erkläre jeden Schritt genau.

  1. Die Orange vorbereiten: Wascht die Bio-Orange gründlich unter heißem Wasser und trocknet sie ab. Jetzt reibt ihr die gesamte Schale mit der feinen Reibe ab. Achtet darauf, nur die orange Schicht zu erwischen – das Weiße darunter schmeckt bitter. Danach halbiert ihr die Orange und presst sie aus. Ihr braucht 2 Esslöffel des frischen Saftes. Den Rest könnt ihr trinken oder für ein anderes Rezept verwenden.
  2. Den Teig zubereiten: Gebt das Mehl, den Puderzucker und die Prise Salz in die Rührschüssel und mischt alles kurz durch. Jetzt kommen die kalten Butterwürfel dazu. Verknetet alles mit dem Handrührer auf niedriger Stufe, bis eine krümelige Masse entsteht. Das dauert etwa 1-2 Minuten. Es soll aussehen wie feuchter Sand.
  3. Die feuchten Zutaten einarbeiten: Fügt das Ei, den Vanilleextrakt, die abgeriebene Orangenschale und die 2 Esslöffel Orangensaft hinzu. Knetet alles auf mittlerer Stufe zu einem glatten, aber nicht zu weichen Teig. Wenn der Teig noch zu bröselig ist, gebt noch einen Spritzer Orangensaft dazu. Ist er zu klebrig, noch einen Esslöffel Mehl. Der Teig sollte sich zu einer Kugel formen lassen, ohne zu kleben. Das ist der Moment, in dem die Küche schon himmlisch duftet!
  4. Den Teig kühlen (optional, aber empfohlen): Wickelt den Teig in Frischhaltefolie und legt ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. Das macht ihn etwas fester und die Plätzchen verlieren beim Backen weniger ihre Form. Wenn ihr es eilig habt, könnt ihr diesen Schritt auch überspringen – der Teig ist stabil genug.
  5. Den Ofen vorheizen: Heizt den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Legt zwei Backbleche mit Backpapier aus.
  6. Den Teig ausrollen und ausstechen: Bestäubt eure Arbeitsfläche und das Nudelholz leicht mit Mehl. Rollt den Teig gleichmäßig etwa 5-7 mm dick aus. Nicht zu dünn, sonst werden die Plätzchen zu hart. Stecht jetzt eure Lieblingsmotive aus und setzt sie mit etwas Abstand auf die Backbleche. Der Teig lässt sich übrigens wunderbar wieder zusammenkneten und erneut ausrollen – kein Krümel geht verloren!
  7. Backen: Schiebt das Blech in die Mitte des Ofens und backt die Orangen-Plätzchen für 10-12 Minuten. Sie sollten an den Rändern ganz leicht goldbraun sein, aber in der Mitte noch hell. Sie sind direkt nach dem Backen noch weich – das ist normal! Sie härten beim Abkühlen nach. Lasst sie 2-3 Minuten auf dem Blech ruhen, dann setzt ihr sie vorsichtig mit einem Pfannenwender auf ein Kuchengitter, um vollständig auszukühlen.
  8. Die Schokoladenglasur zubereiten: Während die Plätzchen abkühlen, macht ihr die Glasur. Hackt die Zartbitterschokolade in kleine Stücke und gebt sie zusammen mit der Butter und dem Öl in eine hitzebeständige Schüssel. Stellt die Schüssel auf ein Wasserbad (das Wasser sollte köcheln, nicht kochen) oder gebt sie für 30-Sekunden-Intervalle in die Mikrowelle. Rührt nach jedem Intervall um, bis die Schokolade vollständig geschmolzen und glatt ist. Achtung: Schokolade brennt schnell an, also lieber etwas langsamer arbeiten.
  9. Die Plätzchen verzieren: Taucht die vollständig abgekühlten Orangen-Plätzchen mit der Oberseite in die flüssige Schokolade oder bestreicht sie mit einem kleinen Löffel. Lasst die überschüssige Schokolade kurz abtropfen und setzt die Plätzchen dann wieder auf das Kuchengitter. Streut jetzt, solange die Glasur noch feucht ist, nach Wunsch etwas Orangenschale oder Pistazien darüber.
  10. Trocknen lassen: Lasst die Glasur bei Zimmertemperatur fest werden. Das dauert etwa 30-60 Minuten. Bitte nicht in den Kühlschrank stellen, sonst wird die Glasur stumpf und bekommt Kondenswasser.

Tipps & Tricks für perfekte Orangen-Plätzchen

Ich habe in den Jahren so einige Fehler gemacht, damit ihr sie nicht wiederholen müsst. Hier sind meine besten Tipps aus der Praxis.

Der häufigste Fehler: Der Teig wird zu warm. Wenn ihr mit den Händen knetet und die Butter anfängt zu schmelzen, werden die Plätzchen zäh und breit. Arbeitet also schnell und kühlt den Teig bei Bedarf nochmal für 10 Minuten, wenn er zu weich wird. Ich hatte einmal im Hochsommer gebacken (ja, ich backe auch im Juli Plätzchen) und der Teig war eine einzige Klebemasse. Seitdem schwöre ich auf die Kühlzeit.

Das Aroma-Geheimnis: Verwendet wirklich nur den Saft und die Schale der Orange. Kein Orangenaroma aus der Flasche! Das schmeckt künstlich und überdeckt die feine natürliche Süße. Wenn die Orange nicht saftig genug ist, nehmt eine zweite. Der frische Geschmack ist das Herzstück dieses Rezepts.

Timing ist alles: Backt die Plätzchen lieber eine Minute zu kurz als zu lang. Sie sehen direkt aus dem Ofen noch weich und fast roh aus, aber das ist gewollt. Durch die Restwärme garen sie auf dem Blech noch ein wenig nach. Ich habe sie früher immer zu lange im Ofen gelassen, weil ich dachte, sie müssten fest sein – das Ergebnis war trocken und hart. Seitdem nehme ich sie raus, sobald die Ränder einen Hauch von Farbe zeigen.

Multitasking-Tipp: Während das erste Blech backt, rollt ihr schon den Teig für das zweite Blech aus. So geht der Prozess viel schneller. Und wenn die Plätzchen auf dem Gitter abkühlen, könnt ihr in der Zwischenzeit die Schokolade schmelzen. So ist alles in einer Stunde erledigt.

Für eine gleichmäßige Glasur: Taucht die Plätzchen nicht zu tief in die Schokolade, sonst läuft sie an den Seiten herunter. Ein kurzer, gezielter Stupser reicht. Und klopft das Plätzchen leicht am Schüsselrand ab, damit die überschüssige Schokolade abtropft. Das gibt eine saubere, glatte Oberfläche.

Variationen & Anpassungen

Das Schöne an diesem Grundrezept ist, dass ihr es nach Lust und Laune abwandeln könnt. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.

  • Mit weißer Schokolade: Statt Zartbitterschokolade nehmt ihr weiße Schokolade für die Glasur. Das schmeckt noch süßer und milchiger, aber die Orange kommt trotzdem gut zur Geltung. Ein toller Kontrast! Ich habe das mal für eine Geburtstagsfeier gemacht und alle waren begeistert.
  • Mit Gewürzen: Gebt einen halben Teelöffel Zimt oder eine Prise Kardamom in den Teig. Das gibt den Orangen-Plätzchen eine weihnachtliche Note, die perfekt zur kalten Jahreszeit passt. Eine Freundin von mir schwört auf eine Messerspitze Cayennepfeffer – klingt verrückt, aber die Schärfe harmoniert toll mit der Schokolade.
  • Vegane Variante: Wie schon erwähnt, funktioniert das Rezept auch vegan. Ich habe es mit veganer Butter (z. B. Alsan) und einem Leinsamen-Ei getestet. Der Teig wird etwas fester, also müsst ihr ihn vielleicht etwas länger kneten. Die Glasur mache ich dann aus veganer Zartbitterschokolade. Das Ergebnis ist genauso lecker.
  • Glutenfrei: Für meine glutenintolerante Schwester habe ich das Rezept mit einer glutenfreien Mehlmischung umgestellt. Wichtig ist, dass ihr der Mischung etwas Guarkernmehl oder Xanthan hinzufügt, damit der Teig nicht bröselt. Die Plätzchen werden etwas krümeliger, aber der Geschmack ist fantastisch.
  • Fruchtige Note: Statt einer Orange könnt ihr auch eine Kombination aus Orange und Zitrone verwenden (je die Hälfte von beiden). Das gibt eine frischere, spritzigere Note. Oder probiert es mit einer Blutorange – die verleiht den Plätzchen eine wunderschöne rosa Farbe und ein leicht beeriges Aroma.

Servieren & Aufbewahren

Diese Orangen-Plätzchen sind wahre Allrounder. Hier ist, wie ich sie am liebsten genieße und aufbewahre.

Serviervorschläge: Am besten schmecken sie lauwarm, direkt nachdem die Glasur fest geworden ist. Dazu eine Tasse heißen, frisch aufgebrühten Tee – ich liebe einen kräftigen Earl Grey dazu, der passt perfekt zur Orange. Aber auch ein Glas kalte Milch oder ein Eierlikör sind eine himmlische Kombination. Für ein besonders festliches Dessert serviere ich die Plätzchen auf einer Platte, mit etwas Schlagsahne und ein paar Orangenfilets daneben. Einfach, aber elegant.

Aufbewahrung: Bewahrt die Plätzchen in einer luftdichten Dose auf. Ich nehme am liebsten eine klassische Blechdose mit Deckel. Zwischen die Lagen lege ich ein Stück Backpapier, damit die Glasur nicht aneinanderklebt. So halten sie sich bei Zimmertemperatur problemlos 2-3 Wochen. Allerdings – seid ehrlich – so lange sind sie bei mir noch nie geblieben. Sie sind einfach zu gut!

Einfrieren: Ihr könnt die unglasierten Orangen-Plätzchen problemlos einfrieren. Backt sie einfach, lasst sie vollständig abkühlen und packt sie in einen Gefrierbeutel oder eine Dose. Im Gefrierschrank halten sie sich so bis zu 3 Monate. Wenn ihr sie braucht, taut ihr sie bei Zimmertemperatur auf und glasiert sie dann erst. So habt ihr immer frische Plätzchen parat, auch wenn der Weihnachtsstress mal wieder zuschlägt. Die Glasur selbst einfrieren? Lieber nicht, sie wird danach stumpf und körnig.

Geschmacksentwicklung: Ich finde, die Orangen-Plätzchen schmecken am zweiten oder dritten Tag sogar noch besser. Die Aromen von Orange, Vanille und Schokolade haben dann Zeit, sich richtig zu verbinden und werden intensiver. Das ist der Grund, warum ich sie immer einen Tag vor dem Verzehr backe. Ein kleiner Trick, den Frau Hoffmann mir damals verraten hat.

Nährwerte & gesundheitliche Aspekte

Ich weiß, Plätzchen sind nicht gerade ein Diätessen, aber ein paar gute Dinge haben diese Orangen-Plätzchen trotzdem zu bieten. Hier die ungefähren Nährwerte pro Stück (bei 30 Plätzchen):

  • Kalorien: ca. 110-120 kcal
  • Fett: 6-7 g
  • Kohlenhydrate: 12-14 g
  • Eiweiß: 2 g
  • Ballaststoffe: 1 g

Die gesundheitliche Seite: Die frische Orange liefert eine ordentliche Portion Vitamin C, das unser Immunsystem besonders in der kalten Jahreszeit unterstützt. Die Schale enthält sogar noch mehr sekundäre Pflanzenstoffe als das Fruchtfleisch. Zartbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil ist reich an Antioxidantien und kann sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken – natürlich in Maßen genossen. Und die Butter liefert wertvolle fettlösliche Vitamine. Also, genießt sie ohne schlechtes Gewissen! Es sind immer noch Plätzchen, aber sie haben definitiv mehr zu bieten als ein industriell gefertigter Keks.

Allergene: Enthält Gluten (Weizenmehl), Milchprodukte (Butter, Schokolade) und Eier. Wer eine Nussallergie hat, lässt einfach die Pistazien weg. Die Glasur ist nussfrei, solange ihr eine Schokolade ohne Nussspuren verwendet.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich den Teig auch über Nacht im Kühlschrank lassen?

Ja, absolut! Wickelt ihn gut in Frischhaltefolie, dann kann er ruhig 12-24 Stunden im Kühlschrank bleiben. Lasst ihn vor dem Ausrollen aber 10 Minuten bei Zimmertemperatur stehen, damit er nicht zu hart ist.

Warum werden meine Plätzchen zu hart?

Das passiert meistens, wenn der Teig zu dünn ausgerollt wurde (unter 5 mm) oder die Backzeit zu lang war. Rollt den Teig ruhig etwas dicker und nehmt die Plätzchen aus dem Ofen, sobald die Ränder goldbraun sind. Sie härten beim Abkühlen noch nach.

Kann ich die Schokoladenglasur auch mit Milchschokolade machen?

Klar! Dann werden die Plätzchen süßer und milder. Ich würde dann aber den Zucker im Teig um 10-20 Gramm reduzieren, sonst wird es schnell zu süß. Probiert es einfach aus – es schmeckt ganz anders, aber auch sehr lecker.

Meine Glasur ist nach dem Trocknen stumpf. Was habe ich falsch gemacht?

Das liegt meistens daran, dass die Schokolade zu heiß wurde oder ihr die Plätzchen in den Kühlschrank gestellt habt. Schmelzt die Schokolade immer langsam und lasst sie bei Zimmertemperatur trocknen. Ein Spritzer Öl in der Schokolade hilft auch, den Glanz zu bewahren.

Kann ich statt frischer Orange auch Orangenöl verwenden?

Ich rate davon ab. Das natürliche Aroma einer frischen Orange ist unvergleichlich und wird durch künstliches Orangenöl schnell überdeckt. Wenn es gar nicht anders geht, nehmt ein hochwertiges, natürliches Orangenöl und verwendet nur 1-2 Tropfen – aber der frische Geschmack ist einfach der beste.

Fazit

Diese wohlig-warmen Orangen-Plätzchen mit zarter Schokoladenglasur sind für mich der Inbegriff von gemütlicher Weihnachtsbäckerei. Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken unglaublich aromatisch und verbreiten diesen wunderbaren Duft in der ganzen Wohnung, der einen sofort in Weihnachtsstimmung versetzt. Ich liebe es, wie die frische Orange mit der dunklen Schokolade harmoniert – eine Kombination, die einfach immer funktioniert. Was mir besonders gefällt: Ihr könnt das Rezept ganz nach eurem Geschmack anpassen, sei es mit anderen Gewürzen, einer anderen Schokolade oder einer veganen Variante. Es ist ein Rezept, das mit euch wächst und sich immer wieder neu erfinden lässt. Probiert es aus, macht es zu eurem eigenen und teilt eure Kreationen mit mir! Ich bin schon sehr gespannt, welche Varianten ihr entdeckt. Hinterlasst gerne einen Kommentar oder taggt mich in euren Fotos – nichts macht mich glücklicher, als zu sehen, wie meine Rezepte in euren Küchen zum Leben erwachen. Also, ran an die Schüsseln und viel Spaß beim Backen dieser kleinen Glücksmomente!

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Orangen-Plätzchen mit Schokoladenglasur recipe

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Wohlig-warme Orangen-Plätzchen mit Schokoladenglasur

Diese Orangen-Plätzchen mit zarter Schokoladenglasur sind der Inbegriff von gemütlicher Weihnachtsbäckerei. Einfach zuzubereiten, unglaublich aromatisch und perfekt für gemütliche Abende mit einer Tasse Tee.

  • Author: Hannah
  • Prep Time: 15 Minuten
  • Cook Time: 10-12 Minuten
  • Total Time: 45 Minuten (inkl. Kühlzeit)
  • Yield: 30 Plätzchen 1x
  • Category: Dessert
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 125 g kalte Butter, in kleinen Würfeln
  • 80 g Puderzucker
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 große, unbehandelte Orange
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer halben Vanilleschote
  • 150 g Zartbitterschokolade (mindestens 60 % Kakao)
  • 2 EL neutrales Öl (z. B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
  • 1 EL Butter
  • Abgeriebene Schale einer Bio-Orange (optional)
  • Etwas gehackte Pistazien oder bunte Zuckerstreusel (optional)

Instructions

  1. Die Orange vorbereiten: Wascht die Bio-Orange gründlich unter heißem Wasser und trocknet sie ab. Reibt die gesamte Schale mit der feinen Reibe ab. Achtet darauf, nur die orange Schicht zu erwischen – das Weiße darunter schmeckt bitter. Danach halbiert ihr die Orange und presst sie aus. Ihr braucht 2 Esslöffel des frischen Saftes.
  2. Den Teig zubereiten: Gebt das Mehl, den Puderzucker und die Prise Salz in die Rührschüssel und mischt alles kurz durch. Jetzt kommen die kalten Butterwürfel dazu. Verknetet alles mit dem Handrührer auf niedriger Stufe, bis eine krümelige Masse entsteht. Das dauert etwa 1-2 Minuten. Es soll aussehen wie feuchter Sand.
  3. Die feuchten Zutaten einarbeiten: Fügt das Ei, den Vanilleextrakt, die abgeriebene Orangenschale und die 2 Esslöffel Orangensaft hinzu. Knetet alles auf mittlerer Stufe zu einem glatten, aber nicht zu weichen Teig. Wenn der Teig noch zu bröselig ist, gebt noch einen Spritzer Orangensaft dazu. Ist er zu klebrig, noch einen Esslöffel Mehl. Der Teig sollte sich zu einer Kugel formen lassen, ohne zu kleben.
  4. Den Teig kühlen (optional, aber empfohlen): Wickelt den Teig in Frischhaltefolie und legt ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. Das macht ihn etwas fester und die Plätzchen verlieren beim Backen weniger ihre Form.
  5. Den Ofen vorheizen: Heizt den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Legt zwei Backbleche mit Backpapier aus.
  6. Den Teig ausrollen und ausstechen: Bestäubt eure Arbeitsfläche und das Nudelholz leicht mit Mehl. Rollt den Teig gleichmäßig etwa 5-7 mm dick aus. Stecht jetzt eure Lieblingsmotive aus und setzt sie mit etwas Abstand auf die Backbleche.
  7. Backen: Schiebt das Blech in die Mitte des Ofens und backt die Orangen-Plätzchen für 10-12 Minuten. Sie sollten an den Rändern ganz leicht goldbraun sein, aber in der Mitte noch hell. Lasst sie 2-3 Minuten auf dem Blech ruhen, dann setzt ihr sie vorsichtig mit einem Pfannenwender auf ein Kuchengitter, um vollständig auszukühlen.
  8. Die Schokoladenglasur zubereiten: Hackt die Zartbitterschokolade in kleine Stücke und gebt sie zusammen mit der Butter und dem Öl in eine hitzebeständige Schüssel. Stellt die Schüssel auf ein Wasserbad (das Wasser sollte köcheln, nicht kochen) oder gebt sie für 30-Sekunden-Intervalle in die Mikrowelle. Rührt nach jedem Intervall um, bis die Schokolade vollständig geschmolzen und glatt ist.
  9. Die Plätzchen verzieren: Taucht die vollständig abgekühlten Orangen-Plätzchen mit der Oberseite in die flüssige Schokolade oder bestreicht sie mit einem kleinen Löffel. Lasst die überschüssige Schokolade kurz abtropfen und setzt die Plätzchen dann wieder auf das Kuchengitter. Streut jetzt, solange die Glasur noch feucht ist, nach Wunsch etwas Orangenschale oder Pistazien darüber.
  10. Trocknen lassen: Lasst die Glasur bei Zimmertemperatur fest werden. Das dauert etwa 30-60 Minuten. Bitte nicht in den Kühlschrank stellen, sonst wird die Glasur stumpf und bekommt Kondenswasser.

Notes

Der Teig kann über Nacht im Kühlschrank bleiben. Die Plätzchen schmecken am zweiten oder dritten Tag noch besser, da die Aromen dann durchgezogen sind. Für eine gleichmäßige Glasur die Plätzchen nicht zu tief in die Schokolade tauchen.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Plätzchen
  • Calories: 110120
  • Sugar: 68
  • Sodium: 3040
  • Fat: 67
  • Saturated Fat: 34
  • Carbohydrates: 1214
  • Fiber: 1
  • Protein: 2

Keywords: Orangen-Plätzchen, Weihnachtsplätzchen, Schokoladenglasur, einfaches Rezept, Weihnachtsbäckerei, Orangenkekse

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