Der Plätzchen-Basar der Grundschule war in genau zwei Tagen, und ich hatte es glatt vergessen. Alle anderen Mütter würden mit aufwendig verzierten Spritzgebäcken und mehrstöckigen Lebkuchenhäuschen anrücken. Ich stand in meiner Küche, hatte ein knappes Budget, keine Zeit für stundenlanges Dekorieren und nur die Grundzutaten im Schrank. Mehl, Butter, Zucker, Eier, Mandeln – und ein Glas selbstgemachtes Johannisbeergelee von meiner Oma, das seit letztem Sommer im Kühlschrank stand. In einer kleinen Panik knetete ich einen Mürbeteig, rollte ihn aus und stach mit einem kleinen Herzausstecher die oberen Fenster aus. Die Dinger sahen so schlicht aus, fast ein bisschen traurig neben den Kunstwerken der anderen. Aber wisst ihr was? Sie waren die ersten, die weg waren. Die Kombination aus dem buttrigen, nussigen Teig und der fruchtig-säuerlichen Johannisbeermarmelade – einfach unwiderstehlich. Seitdem sind diese Familien-Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee mein Geheimtipp, wenn es schnell gehen muss und trotzdem alle glücklich sein sollen. Ehrlich, manchmal ist weniger einfach mehr.
Warum ihr diese Linzer Plätzchen lieben werdet
Ich habe dieses Rezept in den letzten Jahren bestimmt zwanzig Mal gebacken, und es hat noch nie enttäuscht. Es ist eines dieser Rezepte, bei dem man sich einfach entspannt zurücklehnen kann.
- Schnell & einfach: Der Teig ist in 10 Minuten zusammengerührt. Keine Kühlzeit, kein stundenlanges Kneten. Perfekt für einen verregneten Nachmittag mit den Kindern.
- Günstige Zutaten: Die meisten Zutaten habt ihr wahrscheinlich schon zu Hause. Statt teurer Haselnüsse nehme ich oft gemahlene Mandeln aus dem Discounter – schmeckt genauso gut.
- Perfekt für die Familie: Dieses Rezept ist ideal zum gemeinsamen Backen. Die Kleinen können die Teigplätzchen ausstechen, die Großen die Marmelade hineinfüllen. Es macht einfach Spaß.
- Ein echter Publikumsliebling: Die Kombination aus buttrigem Mürbeteig und fruchtiger Johannisbeermarmelade ist ein Klassiker. Bei uns auf dem Weihnachtsmarkt sind sie immer die ersten, die vergriffen sind.
- Unverschämt lecker: Der Teig ist wunderbar zart und bröselig, die Marmelade gibt eine fruchtige Säure. Das ist der Geschmack von Kindheit und Gemütlichkeit.
Was diese Plätzchen von anderen unterscheidet? Es ist die perfekte Balance zwischen süß und säuerlich. Viele Linzer Plätzchen sind mir zu süß, aber die Johannisbeermarmelade schneidet wunderbar durch. Außerdem ist der Teig mit gemahlenen Mandeln besonders saftig und bröselig – so, wie Linzer Plätzchen sein müssen. Es ist kein kompliziertes Rezept, es ist einfach das beste.
Welche Zutaten ihr braucht
Für diese Familien-Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee braucht ihr nur ein paar einfache Zutaten. Das Schöne ist: Die meisten davon habt ihr bestimmt im Vorratsschrank.
Für den Teig
- 250 g Mehl (Type 405 oder 550) – Das ist die Basis für unseren Mürbeteig. Ich nehme am liebsten Weizenmehl, aber Dinkelmehl funktioniert auch.
- 100 g gemahlene Mandeln – Sie machen den Teig schön mürbe und geben ein nussiges Aroma. Wer mag, kann auch Haselnüsse nehmen. Ich kaufe oft die günstigen gemahlenen Mandeln vom Discounter – die sind völlig in Ordnung.
- 150 g kalte Butter – In kleine Würfel geschnitten. Die Butter muss wirklich kalt sein, sonst wird der Teig nicht so schön mürbe. Ich nehme immer ungesalzene Butter, dann kann ich die Salzmenge selbst bestimmen.
- 100 g Zucker – Normaler Haushaltszucker reicht völlig. Wer es etwas weniger süß mag, kann auch 80 g nehmen.
- 1 Ei (Größe M) – Das Ei bindet den Teig. Es sollte Zimmertemperatur haben, dann lässt es sich besser verarbeiten.
- 1 Päckchen Vanillezucker – Für das feine Vanillearoma. Selbstgemachter Vanillezucker ist natürlich noch besser.
- Eine Prise Salz – Klingt komisch in süßen Plätzchen, aber Salz hebt den Geschmack ungemein.
Für die Füllung und Dekoration

- Ca. 150 g Johannisbeergelee – Am besten ein fruchtiges, säuerliches Gelee. Ich schwöre auf das von meiner Oma, aber ein gutes aus dem Supermarkt tut es auch. Achtet darauf, dass es kernlos ist.
- Puderzucker zum Bestäuben – Einfach über die fertigen Plätzchen sieben. Das gibt den letzten Schliff.
Mein Tipp: Wenn ihr kein Johannisbeergelee habt, könnt ihr auch Himbeer- oder Preiselbeergelee nehmen. Die säuerliche Note ist wichtig, also nehmt lieber kein süßes Erdbeergelee.
Welche Ausrüstung ihr braucht
Ihr braucht keine teure Spezialausrüstung für diese Plätzchen. Hier ist, was ihr wirklich braucht:
- Eine Rührschüssel – Am besten eine große, damit ihr gut kneten könnt.
- Ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine – Für den Teig. Mit der Hand geht es auch, aber dann müsst ihr ordentlich Muskeln einsetzen, damit die Butter schön verteilt wird.
- Ein Nudelholz – Zum Ausrollen des Teigs. Ich habe ein einfaches aus Holz, das funktioniert perfekt.
- Ausstechformen – Ihr braucht eine runde oder herzförmige Form und eine kleinere Form für das „Fenster“ in der Mitte. Ich benutze einen kleinen Herzausstecher, das sieht einfach niedlich aus.
- Ein Backblech mit Backpapier – Das Backpapier verhindert das Ankleben.
- Ein feines Sieb – Zum Bestäuben mit Puderzucker.
- Ein kleiner Löffel oder ein Spritzbeutel – Zum Füllen der Marmelade. Ein Spritzbeutel ist praktisch, aber ein kleiner Löffel tut es auch.
Falls ihr keinen Herzausstecher habt, könnt ihr auch einen kleinen runden Ausstecher nehmen. Oder ihr macht einfach „geschlossene“ Plätzchen ohne Fenster – die sind dann wie kleine Marmeladentaschen. Geht auch!
So werden die Linzer Plätzchen gemacht
Jetzt wird es praktisch. Folgt einfach diesen Schritten, dann klappt es garantiert. Ich zeige euch, wie ich es mache.
- Teig vorbereiten (10 Minuten): Gebt das Mehl, die gemahlenen Mandeln, den Zucker, den Vanillezucker und eine Prise Salz in eine große Schüssel. Mischt alles kurz durch. Dann die kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben. Jetzt kommt das Ei dazu. Verknetet alles mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh. Sobald er sich zu einer Kugel formen lässt, ist er fertig. Wickelt ihn in Frischhaltefolie und legt ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. Wichtig: Der Teig muss wirklich kalt sein, sonst lässt er sich später schwer ausrollen.
- Ofen vorheizen (5 Minuten): Heizt den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (oder 160 °C Umluft) vor. Legt zwei Backbleche mit Backpapier aus.
- Teig ausrollen (10 Minuten): Bestäubt eure Arbeitsfläche und das Nudelholz leicht mit Mehl. Nehmt den Teig aus dem Kühlschrank und rollt ihn etwa 3–4 mm dick aus. Arbeitet zügig, damit der Teig nicht zu weich wird. Wenn er klebt, einfach noch etwas Mehl auf die Oberfläche geben.
- Plätzchen ausstechen (15 Minuten): Stecht mit der großen Form (rund oder Herz) so viele Plätzchen aus, wie ihr könnt. Bei der Hälfte der Plätzchen stecht ihr mit der kleinen Form ein „Fenster“ in der Mitte aus. Diese werden später die Deckel. Sammelt den übrig gebliebenen Teig ein, knetet ihn kurz durch und rollt ihn erneut aus. Wiederholt das, bis der Teig aufgebraucht ist. Aus diesem Rezept bekommt ihr etwa 30–40 Plätzchen (je nach Größe).
- Backen (12–15 Minuten): Legt die Plätzchen mit etwas Abstand auf die Backbleche. Die Plätzchen mit dem Fenster backt ihr am besten auf einem separaten Blech, da sie schneller fertig sein können. Backt sie im vorgeheizten Ofen für 12–15 Minuten. Sie sollten an den Rändern ganz leicht goldbraun sein, aber nicht zu dunkel. Die Plätzchen mit Fenster sind oft schon nach 10–12 Minuten fertig. Behaltet sie im Auge!
- Abkühlen lassen (10 Minuten): Lasst die Plätzchen für etwa 5 Minuten auf dem Blech ruhen, dann setzt ihr sie vorsichtig auf ein Kuchengitter. Sie müssen vollständig auskühlen, bevor ihr sie mit Marmelade füllt. Sonst wird die Marmelade zu flüssig und läuft aus.
- Füllen und Zusammensetzen (15 Minuten): Bestäubt die Plätzchen mit dem Fenster (die Deckel) großzügig mit Puderzucker. Das macht ihr am besten, bevor ihr sie auf die unteren Plätzchen setzt. Dann nehmt ihr die unteren Plätzchen (ohne Fenster) und gebt einen halben Teelöffel Johannisbeergelee in die Mitte. Verteilt es etwas, aber lasst einen kleinen Rand frei. Setzt dann vorsichtig ein bestäubtes Deckel-Plätzchen darauf und drückt es ganz leicht an. Die Marmelade sollte durch das Fenster schön zur Geltung kommen.
- Durchziehen lassen (am besten über Nacht): Das ist der wichtigste Schritt! Die Linzer Plätzchen schmecken am besten, wenn sie ein bis zwei Tage durchgezogen sind. Die Marmelade macht den Teig dann schön weich und mürbe. Bewahrt sie in einer luftdichten Dose auf. Am nächsten Tag sind sie einfach perfekt.
Mein Tipp aus der Praxis: Wenn der Teig beim Ausrollen zu weich wird und klebt, einfach wieder für 10 Minuten in den Kühlschrank legen. Das passiert mir vor allem im Sommer öfter. Keine Panik, das ist völlig normal.
Kochtipps & Techniken für perfekte Linzer Plätzchen
Ich habe bei diesen Plätzchen so einige Fehler gemacht, damit ihr sie nicht machen müsst. Hier sind meine besten Tipps.
Der Teig darf nicht zu warm werden. Das ist die wichtigste Regel. Wenn die Butter zu weich wird, verlieren die Plätzchen ihre Form und werden flach wie Flunder. Deshalb: Immer mit kalter Butter arbeiten und den Teig zwischendurch kühlen. Ich stelle meine Schüssel manchmal für 10 Minuten in den Kühlschrank, wenn der Teig mir zu weich vorkommt.
Nicht zu dünn ausrollen. 3–4 mm sind ideal. Wenn der Teig zu dünn ist, brechen die Plätzchen leicht und die Marmelade läuft aus. Zu dick sind sie nicht so schön mürbe. Messt es nicht mit dem Lineal nach – mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür.
Die Fensterplätzchen separat backen. Das habe ich einmal nicht gemacht und dann waren die unteren Plätzchen schon zu dunkel, während die Deckel noch blass waren. Lieber zwei Bleche machen, auch wenn es etwas mehr Arbeit ist.
Die Marmelade nicht zu dick auftragen. Ein halber Teelöffel reicht völlig. Wenn ihr zu viel nehmt, quillt die Marmelade beim Zusammensetzen an den Seiten heraus. Das sieht dann nicht so schön aus und klebt beim Lagern.
Geduld beim Durchziehen. Ich weiß, es ist schwer, aber widersteht der Versuchung, die Plätzchen sofort zu essen. Am ersten Tag sind sie noch etwas bröselig und trocken. Nach einer Nacht im Kühlschrank werden sie wunderbar weich und die Aromen verbinden sich. Am zweiten Tag schmecken sie einfach himmlisch.
Variationen & Anpassungen für eure Linzer Plätzchen
Dieses Grundrezept ist super vielseitig. Hier sind ein paar Ideen, wie ihr es abwandeln könnt.
Andere Marmeladensorten: Johannisbeere ist mein Favorit, aber Himbeere, Preiselbeere oder Aprikose schmecken auch fantastisch. Wichtig ist, dass die Marmelade kernlos und nicht zu flüssig ist. Sonst läuft sie aus. Wenn ihr nur flüssige Marmelade habt, könnt ihr sie mit etwas Speisestärke andicken.
Nüsse austauschen: Statt Mandeln könnt ihr auch gemahlene Haselnüsse oder Walnüsse nehmen. Das gibt ein ganz anderes Aroma. Haselnüsse passen besonders gut zu Johannisbeeren. Probiert es mal aus!
Vegane Variante: Für eine vegane Version ersetzt ihr die Butter durch vegane Margarine (am besten eine, die für Backen geeignet ist) und das Ei durch einen Esslöffel Leinsamenmehl, gemischt mit drei Esslöffeln Wasser. Lasst die Mischung 5 Minuten quellen, bevor ihr sie in den Teig gebt. Das funktioniert überraschend gut.
Glutenfrei: Für eine glutenfreie Variante nehmt ihr eine glutenfreie Mehlmischung (1:1 Austausch). Die Plätzchen werden dann etwas bröseliger, aber genauso lecker. Achtet darauf, dass die Mischung Bindemittel wie Xanthan oder Guarkernmehl enthält.
Schokoladen-Variante: Gebt 2 Esslöffel Kakao zum Mehl und ersetzt 20 g Mehl durch 20 g Kakaopulver. Die Plätzchen bekommen dann eine schöne schokoladige Note. Dazu passt Himbeermarmelade besonders gut.
Meine persönliche Lieblingsvariante: Ich gebe manchmal einen Teelöffel Zimt und eine Prise Nelkenpulver in den Teig. Das gibt den Plätzchen eine weihnachtliche Note und passt wunderbar zur Johannisbeermarmelade. Meine Familie liebt diese Version.
Tipps zum Servieren & Aufbewahren
Die Familien-Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee sind echte Alleskönner. Hier erfahrt ihr, wie ihr sie am besten genießt und aufbewahrt.
Servieren: Am besten schmecken sie bei Zimmertemperatur. Holt sie einfach 15 Minuten vor dem Servieren aus der Dose. Sie passen perfekt zu einer Tasse Kaffee, Tee oder Glühwein. Ich serviere sie gerne auf einer schönen Platte, mit etwas Puderzucker bestäubt und vielleicht ein paar frischen Johannisbeeren dekoriert. Sieht gleich viel festlicher aus.
Aufbewahrung: Bewahrt die Plätzchen in einer luftdichten Dose auf. Am besten schmecken sie nach 1–2 Tagen, wenn die Marmelade den Teig durchgeweicht hat. Sie halten sich in der Dose etwa 2–3 Wochen, wenn sie kühl und trocken gelagert werden. Aber so lange bleiben sie bei uns nie – sie sind einfach zu lecker.
Einfrieren: Ihr könnt die ungefüllten Plätzchen (ohne Marmelade) problemlos einfrieren. Einfach in einen Gefrierbeutel geben und bis zu 3 Monate einfrieren. Zum Auftauen bei Zimmertemperatur auf ein Kuchengitter legen. Dann erst mit Marmelade füllen und mit Puderzucker bestäuben. So habt ihr immer einen Vorrat für überraschenden Besuch.
Reheating: Die Plätzchen müssen nicht aufgewärmt werden. Wenn ihr sie aber besonders weich mögt, könnt ihr sie für 10 Sekunden in die Mikrowelle legen. Aber Vorsicht: Die Marmelade wird dann sehr heiß!
Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile
Ich bin keine Ernährungsexpertin, aber ich kann euch sagen, was in diesen Plätzchen steckt. Sie sind ein Genussmittel, aber mit ein paar kleinen Vorteilen.
Ungefähre Nährwerte pro Plätzchen (bei 35 Stück):
- Kalorien: ca. 100 kcal
- Fett: ca. 6 g
- Kohlenhydrate: ca. 10 g
- Eiweiß: ca. 2 g
Die gesunden Aspekte: Die gemahlenen Mandeln liefern gesunde Fette, Vitamin E und Magnesium. Johannisbeeren sind reich an Vitamin C und Antioxidantien – auch wenn sie in Geleeform nicht mehr ganz so viel enthalten. Im Vergleich zu vielen anderen Plätzchen haben diese Linzer Plätzchen weniger Zucker, weil die Füllung aus Früchten kommt.
Allergene: Dieses Rezept enthält Gluten (Mehl), Milchprodukte (Butter), Eier und Nüsse (Mandeln). Für Allergiker gibt es die oben genannten Alternativen.
Genießt sie einfach in Maßen – das ist mein Motto. Ein Plätzchen zum Kaffee am Nachmittag ist doch was Feines.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum wird mein Teig bröselig und lässt sich nicht ausrollen?
Das passiert oft, wenn der Teig zu trocken ist oder die Butter zu kalt. Gebt einfach einen Esslöffel kaltes Wasser oder einen zusätzlichen Eigelb dazu und knetet kurz durch. Wenn die Butter zu kalt ist, lasst den Teig 10 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen.
Kann ich auch fertige Marmelade aus dem Glas nehmen?
Ja, unbedingt! Achtet nur darauf, dass es ein Gelee oder eine Marmelade ohne Fruchtstücke ist. Johannisbeergelee aus dem Supermarkt funktioniert genauso gut wie selbstgemachtes. Ich nehme manchmal ein günstiges vom Discounter – schmeckt auch.
Wie bekomme ich die Plätzchen schön gleichmäßig?
Der Trick ist, den Teig gleichmäßig dick auszurollen. Ich lege mir manchmal zwei Holzstäbchen (oder Kochlöffelstiele) links und rechts neben den Teig und rolle dann mit dem Nudelholz darüber. So wird der Teig automatisch gleichmäßig dick. Einfach, aber effektiv.
Meine Plätzchen sind beim Backen auseinandergelaufen. Was habe ich falsch gemacht?
Das liegt meistens daran, dass der Teig zu warm war oder zu viel Butter enthalten hat. Stellt den Teig vor dem Ausrollen nochmal für 15 Minuten in den Kühlschrank. Auch das Backblech sollte nicht zu heiß sein – legt es am besten kalt in den Ofen.
Kann ich die Plätzchen auch ohne Ausstecher machen?
Klar! Rollt den Teig aus und schneidet ihn mit einem Messer in Quadrate oder Rechtecke. Für die Fenster könnt ihr einen kleinen Schnapsglas oder eine Flaschendeckel nehmen. Sieht dann rustikaler aus, schmeckt aber genauso gut. Meine Oma hat das früher immer so gemacht.
Fazit: Diese Linzer Plätzchen sind ein Familien-Schatz
Ich backe diese Familien-Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee jetzt seit Jahren, und sie haben mich noch nie enttäuscht. Sie sind einfach, günstig und schmecken einfach jedem. Die Kombination aus buttrigem Mürbeteig und fruchtiger Marmelade ist zeitlos und erinnert mich immer an die gemütlichen Nachmittage bei meiner Oma.
Probiert sie aus und macht sie zu eurem eigenen Rezept. Tauscht die Marmelade aus, probiert andere Nüsse oder fügt Gewürze hinzu – das Schöne an diesem Rezept ist, dass es euch immer gelingt, egal wie ihr es abwandelt. Und das Beste: Ihr müsst kein Meisterbäcker sein, um damit zu glänzen. Selbst wenn die Plätzchen nicht perfekt aussehen – sie schmecken einfach himmlisch.
Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mir in den Kommentaren erzählt, wie sie bei euch angekommen sind. Habt ihr eine andere Marmelade genommen? Oder habt ihr die Plätzchen mit euren Kindern gebacken? Ich bin gespannt auf eure Geschichten! Lasst mir gerne einen Kommentar da oder teilt das Rezept mit euren Freunden. Zusammen macht das Backen doch gleich doppelt so viel Spaß.
Also, ran an die Schüsseln und backt los! Ich wünsche euch ganz viel Freude dabei und natürlich einen wunderbaren Genuss. Versprochen, diese Plätzchen werden euch nicht enttäuschen.
Pin This Recipe!

Familien-Linzer Plätzchen: Einfach & günstig mit Johannisbeergelee
Diese einfachen und günstigen Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee sind der perfekte Familien-Klassiker. Der buttrige Mürbeteig mit gemahlenen Mandeln und die fruchtig-säuerliche Füllung machen sie unwiderstehlich – ideal für schnelle Backerfolge.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 15 Minuten
- Total Time: 45 Minuten (plus 30 Minuten Kühlzeit und 1–2 Tage Durchziehzeit)
- Yield: 30–40 Plätzchen 1x
- Category: Kekse / Plätzchen
- Cuisine: Österreichisch / Deutsch
Ingredients
- 250 g Mehl (Type 405 oder 550)
- 100 g gemahlene Mandeln
- 150 g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten
- 100 g Zucker
- 1 Ei (Größe M)
- 1 Päckchen Vanillezucker
- Eine Prise Salz
- Ca. 150 g Johannisbeergelee (kernlos)
- Puderzucker zum Bestäuben
Instructions
- Teig vorbereiten: Mehl, gemahlene Mandeln, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer großen Schüssel mischen. Kalte Butterwürfel und Ei dazugeben. Mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühl stellen.
- Ofen vorheizen: Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Teig ausrollen: Arbeitsfläche und Nudelholz leicht mit Mehl bestäuben. Teig etwa 3–4 mm dick ausrollen. Zügig arbeiten, damit der Teig kalt bleibt.
- Plätzchen ausstechen: Mit einer großen runden oder herzförmigen Ausstechform Plätzchen ausstechen. Bei der Hälfte der Plätzchen mit einer kleinen Form ein Fenster in der Mitte ausstechen (Deckel). Teigreste sammeln, kurz durchkneten, erneut ausrollen und wiederholen. Ergibt etwa 30–40 Plätzchen.
- Backen: Plätzchen mit etwas Abstand auf die Bleche legen. Die Deckel (mit Fenster) separat backen. Im vorgeheizten Ofen 12–15 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind. Deckel sind oft schon nach 10–12 Minuten fertig.
- Abkühlen lassen: Plätzchen 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
- Füllen und zusammensetzen: Deckel (mit Fenster) großzügig mit Puderzucker bestäuben. Auf die unteren Plätzchen (ohne Fenster) einen halben Teelöffel Johannisbeergelee in die Mitte geben und etwas verstreichen. Einen bestäubten Deckel vorsichtig daraufsetzen und leicht andrücken.
- Durchziehen lassen: Plätzchen in einer luftdichten Dose 1–2 Tage durchziehen lassen (am besten über Nacht). Die Marmelade macht den Teig weich und mürbe.
Notes
Der Teig muss kalt sein, damit er sich gut ausrollen lässt. Bei Bedarf zwischendurch kühlen. Die Plätzchen schmecken nach 1–2 Tagen Durchziehen am besten. Johannisbeergelee kann durch Himbeer- oder Preiselbeergelee ersetzt werden. Für eine vegane Variante: Butter durch vegane Margarine ersetzen, Ei durch 1 EL Leinsamenmehl + 3 EL Wasser (5 Minuten quellen lassen). Für glutenfrei: glutenfreie Mehlmischung 1:1 verwenden.
Nutrition
- Serving Size: 1 Plätzchen
- Calories: 100
- Sugar: 5
- Sodium: 30
- Fat: 6
- Saturated Fat: 3
- Carbohydrates: 10
- Fiber: 1
- Protein: 2
Keywords: Linzer Plätzchen, Johannisbeergelee, Mürbeteig, Weihnachtsplätzchen, einfaches Rezept, Familienrezept, günstig, schnell



