„Warum machst du nicht einfach die Hälfte vom Mehl weg und nimmst stattdessen gemahlene Mandeln?”, fragte meine Nichte Lina, während sie mir über die Schulter in die Rührschüssel linste. Ich war gerade dabei, ihr das „richtige” Vanillekipferl-Rezept meiner Oma beizubringen – ein Teig, der seit Generationen in unserer Familie weitergegeben wurde. Ich begann, ihr zu erklären, warum das nicht funktionieren würde. Dass Omas Rezept perfekt sei. Dass man nichts ändern müsse. Dann hielt ich inne. Lina war acht. Sie hatte noch nie ein Vanillekipferl gebacken. Aber sie hatte eine Frage gestellt, die mich ins Grübeln brachte. Ich wog die Mandeln ab, schob die Hälfte des Mehls beiseite und dachte: „Was soll schon schiefgehen?”
Ehrlich gesagt, ich war mir sicher, dass der Teig bröselig werden würde. Oder zu weich. Oder einfach nicht richtig. Aber Linas Vorschlag klang irgendwie logisch – mehr Nüsse, weniger Mehl, das verspricht doch mehr Mürbigkeit, oder? Also kneteten wir den Teig, formten die ersten Kipferl und schoben sie in den Ofen. Und dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Die Kipferl waren nicht nur gut. Sie waren perfekt. Extra mürbe, zart und so buttrig, dass sie auf der Zunge zergingen. Lina grinste übers ganze Gesicht und meinte nur: „Siehst du, Tante? Manchmal haben auch die Kleinen die besten Ideen.” Ich musste zugeben – sie hatte recht. Vielleicht war ich zu sehr auf Omas Rezept fixiert, um zu sehen, dass eine kleine Änderung genau das war, was dieses Gebäck brauchte.
Seit diesem Nachmittag backe ich diese Vanillekipferl genau so. Sie sind nicht nur günstiger als die gekauften aus der Bäckerei, sondern auch kinderleicht zuzubereiten. Vielleicht kennst du das ja: Du stehst in der Küche, die Kleinen wollen helfen, und du bist unsicher, ob der Teig nicht zu bröselig wird. Genau hier hilft dieses Rezept. Es ist verzeihend, es ist einfach, und es schmeckt einfach nach Weihnachten – oder nach einem gemütlichen Sonntagnachmittag, ganz wie du magst. Lina backt heute übrigens selbst, und sie schwört immer noch auf „ihre” Mandel-Idee. Und ich? Ich bin einfach froh, dass ich mir damals die Zeit genommen habe, zuzuhören.
Warum du diese Vanillekipferl lieben wirst
Dieses Rezept ist nicht einfach nur ein weiteres Kipferl-Rezept. Es ist das Ergebnis eines glücklichen Zufalls und einer Portion kindlicher Neugier. Ich habe es unzählige Male getestet, mit verschiedenen Mehlsorten, Nüssen und Zuckermengen – und ich kann dir sagen: Diese Version ist die beste für Familien.
- Schnell & einfach: Der Teig ist in 15 Minuten fertig. Kein stundenlanges Kühlen, keine komplizierten Techniken. Perfekt für Backanfänger und Kinderhände.
- Einfache Zutaten: Du brauchst nur Mehl, Butter, Zucker, Mandeln und Vanille. Alles Dinge, die du wahrscheinlich schon zu Hause hast. Keine teuren Spezialitäten.
- Perfekt für Kinder: Der Teig lässt sich super formen, klebt nicht und die Kleinen können fast alles selbst machen. Meine Nichte hat es mit 8 Jahren geschafft – deine Kinder schaffen es auch.
- Extra mürbe: Der hohe Mandelanteil macht diese Kipferl unglaublich zart. Sie zerfallen fast auf der Zunge, aber zerbrechen nicht beim Transport.
- Günstig & ergiebig: Aus einer Portion bekommst du etwa 40-50 Kipferl. Perfekt für die Vorratsdose oder als Mitbringsel.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die perfekte Balance zwischen Mürbigkeit und Stabilität. Viele Rezepte sind entweder zu bröselig (dann zerbrechen die Kipferl beim Backen) oder zu fest (dann schmecken sie wie Kekse, nicht wie Kipferl). Diese Version hier? Sie ist genau richtig. Und das Beste: Du musst kein Profi sein. Keine Angst vor dem Teig, kein Stress mit der Form. Einfach machen, und es wird gelingen. Versprochen.
Ich liebe es, dieses Rezept zu backen, weil es mich an diesen Nachmittag mit Lina erinnert. Es ist nicht nur Gebäck – es ist eine kleine Erinnerung daran, dass die besten Ideen manchmal von den kommen, von denen wir es am wenigsten erwarten. Und wenn du dann die erste Kipferl in den Mund nimmst und sie zergeht, weißt du genau, was ich meine.
Was du an Zutaten brauchst
Die Zutatenliste ist kurz und übersichtlich. Keine exotischen Gewürze, keine teuren Importprodukte. Alles, was du brauchst, bekommst du im Supermarkt um die Ecke – und das meiste hast du wahrscheinlich schon im Vorratsschrank.
- 250 g Mehl (Type 405, das klassische Weizenmehl) – ich persönlich greife gern zu Ruf oder Diamant, aber jedes Standardmehl funktioniert. Wer mag, kann auch Dinkelmehl Type 630 nehmen, dann werden die Kipferl etwas nussiger im Geschmack.
- 200 g kalte Butter – in kleine Würfel geschnitten. Die Butter muss wirklich kalt sein, sonst wird der Teig zu weich. Ich nehme am liebsten Weihenstephan oder Milsani (Eigenmarke von Aldi, die ist überraschend gut). Wer laktosefrei backen möchte, kann auch laktosefreie Butter verwenden.
- 100 g Zucker – ganz normaler Haushaltszucker. Für eine feinere Textur kannst du auch Puderzucker nehmen, aber dann werden die Kipferl etwas süßer. Ich bleibe beim normalen Zucker, der gibt dem Teig genau die richtige Süße.
- 200 g gemahlene Mandeln – ohne Haut, also blanchiert. Das ist wichtig, denn die braunen Häutchen würden den Teig fleckig machen und den Geschmack beeinträchtigen. Ich kaufe meine Mandeln meist bei Seeberger oder der Bio-Eigenmarke von Rewe. Haselnüsse gehen übrigens auch, dann schmecken die Kipferl etwas kräftiger.
- 2 Päckchen Vanillezucker – oder 1 Teelöffel Vanilleextrakt. Ich bevorzuge Vanillezucker, weil er sich besser verteilt. Aber Achtung: Keinen Bourbon-Vanillezucker nehmen, der ist oft zu intensiv. Der normale von Dr. Oetker oder Ruf tut es völlig.
- 1 Prise Salz – klingt unscheinbar, aber das Salz holt die Süße richtig raus. Nicht weglassen!
- Für die Deko: Puderzucker zum Wälzen – etwa 100-150 g. Und nochmal 1 Päckchen Vanillezucker, den du mit dem Puderzucker vermischt. So bekommen die Kipferl diesen unwiderstehlichen Vanille-Duft.
Substitutionstipps: Wenn du glutenfrei backen möchtest, ersetze das Mehl durch eine glutenfreie Mehlmischung (z.B. von Schaer). Dann werden die Kipferl etwas bröseliger, aber immer noch lecker. Für eine vegane Variante nimmst du Margarine statt Butter – aber ehrlich, der Geschmack leidet etwas. Butter ist hier einfach die bessere Wahl. Und falls du keine Mandeln magst, probiere es mit gemahlenen Haselnüssen oder Walnüssen. Die Kipferl werden dann etwas herber, aber auch sehr lecker.
Welches Equipment du brauchst
Du brauchst keine teure Küchenmaschine für dieses Rezept. Ein paar einfache Utensilien reichen völlig aus – und die hast du bestimmt schon zu Hause.
- Eine große Rührschüssel – aus Edelstahl oder Glas, Hauptsache sie ist groß genug, um den Teig gut durchzukneten.
- Ein Handrührgerät – oder eine Küchenmaschine mit Knethaken. Geht auch von Hand, aber mit dem Rührgerät wird der Teig gleichmäßiger. Ich benutze ein einfaches von Bosch, das ich seit Jahren habe.
- Ein Backblech – am besten mit Backpapier ausgelegt. Wer kein Backpapier mag, kann das Blech auch einfetten, aber dann kleben die Kipferl manchmal fest.
- Ein Messer oder Teigschaber – zum Portionieren des Teigs. Ein Teigschaber aus Plastik ist günstig und praktisch.
- Ein kleiner Spatel – zum Abheben der gebackenen Kipferl vom Blech. Die sind nämlich noch heiß und sehr empfindlich.
- Ein Kuchengitter – zum Abkühlen. Wer keins hat, kann auch ein sauberes Geschirrtuch auf die Arbeitsfläche legen.
Mein Tipp: Wenn du öfter backst, lohnt sich eine Silikon-Backmatte. Die ist wiederverwendbar, und die Kipferl lösen sich super leicht. Ich habe meine von Dr. Oetker und bin total zufrieden. Und falls du keine Küchenmaschine hast: Der Teig lässt sich auch gut mit den Händen kneten. Dauert vielleicht 5 Minuten länger, aber das ist doch kein Problem, oder?
Und so wird’s gemacht: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, der Teig ist wirklich einfach. Ich zeige dir jeden Schritt genau – mit all den kleinen Tricks, die ich über die Jahre gelernt habe.
- Mehl und Mandeln mischen: Gib 250 g Mehl und 200 g gemahlene Mandeln in eine große Schüssel. Rühre sie kurz mit einem Löffel durch, damit sich alles vermischt. Das verhindert, dass später Klümpchen entstehen.
- Butter und Zucker vorbereiten: Schneide 200 g kalte Butter in kleine Würfel (etwa 1 cm groß). Die Butter muss wirklich kalt sein – wenn sie zu weich ist, wird der Teig klebrig. Gib die Butterwürfel zusammen mit 100 g Zucker, 2 Päckchen Vanillezucker und 1 Prise Salz in die Schüssel zu Mehl und Mandeln.
- Alles verkneten: Jetzt kommt der wichtigste Schritt. Knete alle Zutaten mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder mit den Händen zu einem glatten Teig. Das dauert etwa 3-4 Minuten mit dem Rührgerät, von Hand vielleicht 5-6 Minuten. Der Teig sollte sich zu einer Kugel formen lassen, ohne zu bröseln. Wenn er noch zu trocken ist, gib einen Esslöffel kaltes Wasser dazu. Wenn er klebt, gib etwas mehr Mehl.
- Teig ruhen lassen: Wickle den Teig in Frischhaltefolie und lege ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. Ja, ich weiß, das ist verlockend, gleich loszulegen. Aber die Ruhezeit ist wichtig – der Teig wird geschmeidiger und lässt sich besser formen. Außerdem werden die Kipferl so extra mürbe.
- Backofen vorheizen: Heize den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor (Umluft: 160 °C). Lege ein Backblech mit Backpapier aus. In der Zwischenzeit kannst du schon mal die erste Portion Teig aus dem Kühlschrank holen.
- Kipferl formen: Nimm etwa walnussgroße Stücke vom Teig (etwa 20 g pro Stück). Rolle sie zuerst zu einer Kugel, dann zu einer etwa 6-7 cm langen Rolle. Die Enden etwas dünner formen, dann zu einem Hörnchen biegen. Klingt kompliziert? Ist es nicht! Schau dir einfach die Form eines klassischen Kipferls an – leicht gebogen, mit spitzeren Enden. Die Kinder lieben diesen Schritt, weil sie ihre eigenen kleinen Monde formen können.
- Aufs Blech setzen: Lege die geformten Kipferl mit etwas Abstand auf das Backblech. Sie gehen nicht stark auf, aber ein kleiner Abstand (etwa 1-2 cm) verhindert, dass sie zusammenkleben.
- Backen: Schiebe das Blech in den vorgeheizten Ofen und backe die Kipferl für 12-15 Minuten. Achtung: Sie dürfen nur ganz leicht goldbraun werden – die Unterseite sollte hell bleiben. Wenn sie zu dunkel werden, schmecken sie schnell verbrannt. Ich backe sie immer 13 Minuten, das ist bei meinem Ofen perfekt.
- Wälzen in Puderzucker: Das ist der Moment, auf den alle warten. Sobald die Kipferl aus dem Ofen kommen, müssen sie noch heiß sein. Mische 100-150 g Puderzucker mit 1 Päckchen Vanillezucker in einer flachen Schale. Rolle jedes Kipferl vorsichtig darin – am besten mit zwei Gabeln, denn sie sind noch sehr weich und zerbrechlich. Lege sie dann auf ein Kuchengitter zum Auskühlen.
- Nochmal wälzen (optional): Wenn die Kipferl komplett ausgekühlt sind, kannst du sie ein zweites Mal in der Puderzucker-Vanille-Mischung wälzen. Das gibt ihnen diese extra dicke, süße Schicht, die so unwiderstehlich ist. Aber Vorsicht: Dann werden sie noch süßer – für Kinder ein Traum, für Erwachsene vielleicht etwas zu viel.
Mein persönlicher Tipp: Wenn der Teig beim Formen klebt, befeuchte deine Hände leicht mit kaltem Wasser. Das hilft sofort. Und falls die Kipferl beim Backen auseinanderfallen sollten – das passiert, wenn der Teig zu trocken war. Dann einfach beim nächsten Mal etwas mehr Butter oder einen Esslöffel Wasser dazugeben.
Kochtipps & Techniken für perfekte Kipferl
Ich habe über die Jahre so einige Fehler gemacht – und daraus gelernt. Hier sind meine besten Tipps, damit deine Vanillekipferl jedes Mal gelingen.
Die richtige Butter-Temperatur: Das ist der häufigste Fehler. Die Butter muss kalt sein, aber nicht eiskalt. Nimm sie etwa 10 Minuten vor dem Backen aus dem Kühlschrank, dann ist sie perfekt. Wenn sie zu kalt ist, wird der Teig bröselig. Wenn sie zu weich ist, klebt er. Ich habe gelernt, dass die Butter genau die richtige Konsistenz hat, wenn sie sich mit dem Messer schneiden lässt, ohne zu brechen.
Nicht zu viel kneten: Der Teig wird sonst zäh. Knete nur so lange, bis alles gerade so verbunden ist. Ein paar kleine Butterstückchen sind völlig in Ordnung – die schmelzen beim Backen und machen die Kipferl extra mürbe. Ich habe früher immer zu lange geknetet, bis der Teig glatt war. Das war ein Fehler. Jetzt höre ich auf, sobald der Teig zusammenhält.
Die richtige Größe: Die Kipferl sollten nicht zu groß sein. Walnussgroße Stücke sind ideal. Wenn sie zu dick sind, werden sie innen nicht richtig durch. Wenn sie zu dünn sind, verbrennen sie. Ich wiege die Stücke manchmal ab – 20 g pro Stück ist perfekt. Aber nach ein paar Malen hast du das Gefühl dafür.
Geduld beim Wälzen: Die Kipferl müssen wirklich noch heiß sein, wenn du sie in Puderzucker wälzt. Aber sie sind dann auch sehr zerbrechlich. Ich benutze zwei kleine Gabeln, um sie vorsichtig zu wenden. Einmal fallen lassen, und sie sind hin. Keine Sorge, das passiert jedem mal. Einfach die Krümel in den Puderzucker geben und als „Kipferl-Brösel” genießen – die schmecken übrigens auch super.
Multitasking-Tipp: Während die erste Ladung Kipferl im Ofen ist, forme ich schon die zweite. So geht das Backen ratzfatz. Und wenn die Kinder helfen, ist das ohnehin ein Riesenspaß. Sie lieben es, die kleinen Monde zu formen und dann im Puderzucker zu wälzen. Macht einfach eine kleine Backparty daraus!
Variationen & Anpassungen für jeden Geschmack
Dieses Grundrezept ist fantastisch, aber manchmal will man einfach etwas Neues ausprobieren. Hier sind ein paar Ideen, die ich getestet habe und die wirklich gut funktionieren.
Schoko-Vanillekipferl: Ersetze 50 g der Mandeln durch 50 g geriebene Zartbitterschokolade. Die Kipferl bekommen dann einen leicht schokoladigen Geschmack, der perfekt zur Vanille passt. Meine Nichte liebt diese Variante – sie sagt, es schmeckt wie „Kipferl mit Überraschung”.
Zitronen-Kipferl: Gib den Abrieb einer halben Bio-Zitrone in den Teig. Das gibt eine frische, fruchtige Note, die besonders im Sommer toll ist. Dazu passt ein Hauch von Puderzucker mit Zitronensaft – einfach ein paar Tropfen Zitronensaft in den Puderzucker mischen, bis eine dicke Paste entsteht, und die Kipferl damit bestreichen.
Vegane Variante: Tausche die Butter gegen vegane Margarine (z.B. von Alsan oder Mega). Der Teig wird etwas weicher, also gib ihn für 45 Minuten in den Kühlschrank statt 30. Die Kipferl schmecken etwas anders, aber immer noch sehr lecker. Meine Freundin, die vegan lebt, schwört auf diese Version.
Glutenfreie Option: Verwende eine glutenfreie Mehlmischung (z.B. von Schaer oder Diamant). Der Teig wird bröseliger, also arbeite schnell und knete nicht zu lange. Die Kipferl gehen etwas weniger auf, aber der Geschmack ist überraschend nah am Original.
Gewürz-Kipferl: Gib 1 Teelöffel Zimt und eine Prise Nelkenpulver in den Teig. Das gibt eine weihnachtliche Note, die perfekt zur Adventszeit passt. Ich habe diese Variante letztes Jahr gebacken und sie war der Renner auf dem Weihnachtsmarkt – zumindest in meiner Küche.
Meine persönliche Lieblingsvariation? Die mit Zitrone. Sie ist so überraschend und erfrischend, dass ich sie fast öfter backe als das Original. Aber probier einfach aus, was dir schmeckt. Backen ist ja auch ein Abenteuer.
Servieren & Aufbewahren – so bleiben sie frisch
Vanillekipferl schmecken am besten, wenn sie ein bis zwei Tage alt sind. Dann haben sie sich richtig gesetzt und sind noch mürber. Aber natürlich kannst du sie auch direkt nach dem Backen essen – wer könnte da schon widerstehen?
Servieren: Ich serviere die Kipferl am liebsten auf einer schönen Platte, bestäubt mit einer extra Schicht Puderzucker. Dazu eine Tasse Kaffee oder ein Glas Milch – für Kinder natürlich die Milch. Sie passen perfekt zu einem gemütlichen Nachmittag mit der Familie oder als Mitbringsel zu Besuch. Ein Tipp: Lege sie nicht zu früh auf die Platte, sonst werden sie vom Puderzucker feucht. Am besten erst kurz vor dem Servieren anrichten.
Aufbewahren: Die Kipferl halten sich in einer gut verschlossenen Dose (am besten aus Blech) etwa 2-3 Wochen. Aber ehrlich? Bei uns sind sie meist nach einer Woche weg. Wichtig: Die Dose sollte kühl und trocken stehen, aber nicht im Kühlschrank – da werden sie weich. Ich lege immer ein Stück Küchenpapier mit in die Dose, das zieht überschüssige Feuchtigkeit.
Einfrieren: Du kannst die Kipferl problemlos einfrieren. Lege sie dafür in einen Gefrierbeutel oder eine Gefrierdose. Sie halten sich so bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach bei Raumtemperatur auf ein Kuchengitter legen – nach etwa 30 Minuten sind sie wieder wie frisch gebacken. Aber Achtung: Nicht im Ofen auftauen, sonst werden sie trocken.
Reheating-Tipp: Wenn die Kipferl nach ein paar Tagen etwas an Mürbigkeit verloren haben, lege sie für 5 Minuten bei 100 °C in den Ofen. Das macht sie wieder fast wie frisch. Aber wirklich nur 5 Minuten, sonst verbrennen sie.
Übrigens: Die Kipferl schmecken mit der Zeit sogar noch besser. Die Aromen von Vanille und Mandeln setzen sich richtig durch. Ich backe sie manchmal schon eine Woche vor Weihnachten – dann sind sie am Heiligabend perfekt.
Nährwerte & gesundheitliche Aspekte
Ja, Vanillekipferl sind kein Diätgebäck. Aber sie sind auch nicht so ungesund, wie man denkt. Hier die ungefähren Nährwerte pro Kipferl (bei 45 Stück pro Portion):
- Kalorien: ca. 85 kcal
- Fett: 5 g (davon 3 g gesättigte Fettsäuren)
- Kohlenhydrate: 8 g (davon 3 g Zucker)
- Eiweiß: 2 g
- Ballaststoffe: 1 g
Die Mandeln liefern übrigens wertvolle ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Magnesium. Sie sind also nicht nur lecker, sondern auch gut fürs Herz. Die Butter enthält Vitamin A, und das Mehl liefert komplexe Kohlenhydrate. Alles in Maßen genossen – und wer isst schon eine ganze Dose auf einmal? (Okay, ich manchmal. Aber das ist eine andere Geschichte.)
Allergene: Dieses Rezept enthält Gluten (im Mehl), Milchprodukte (Butter) und Nüsse (Mandeln). Für Menschen mit Allergien ist es also nicht geeignet. Aber es gibt ja die veganen und glutenfreien Varianten weiter oben – die sind dann zumindest frei von Milch oder Gluten.
Ich persönlich sehe Vanillekipferl als das, was sie sind: Ein kleines Stück Genuss, das man sich ab und zu gönnen sollte. Sie sind nicht für jeden Tag gedacht, aber für besondere Momente – und die machen sie einfach perfekt.
Fazit: Warum du dieses Rezept unbedingt ausprobieren solltest
Diese Vanillekipferl sind mehr als nur ein Gebäck. Sie sind eine kleine Erinnerung daran, dass die besten Ideen oft von denen kommen, die wir nicht erwarten. Und sie sind der Beweis, dass einfache Zutaten, ein bisschen Geduld und eine Prise kindlicher Neugier etwas ganz Besonderes erschaffen können.
Ich liebe dieses Rezept, weil es so verzeihend ist. Du musst kein Profi sein, keine teuren Geräte haben, keine stundenlangen Vorbereitungen treffen. Einfach die Zutaten zusammenmischen, formen, backen, wälzen – fertig. Und das Ergebnis? Extra mürbe, buttrig, vanillig und so zart, dass sie auf der Zunge zergehen. Perfekt für Kinder, perfekt für die Familie, perfekt für jeden Anlass.
Probier es aus. Back sie mit deinen Kindern, deinem Partner oder einfach nur für dich. Und dann erzähl mir, wie sie geworden sind. Hinterlasse einen Kommentar, teile deine eigenen Variationen oder schick mir ein Foto. Ich freue mich riesig darauf, von dir zu hören. Denn Backen verbindet – und das ist doch das Schönste daran, oder?
Also, ran an die Schürze und los geht’s. Deine Küche wird es dir danken – und deine Familie auch.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich den Teig auch am Vortag zubereiten?
Ja, absolut! Wickle den Teig einfach gut in Frischhaltefolie und lagere ihn über Nacht im Kühlschrank. Am nächsten Tag lässt er sich noch besser formen, weil er schön fest ist. Lass ihn vor dem Formen etwa 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen, dann wird er geschmeidiger.
Warum zerfallen meine Kipferl beim Backen?
Das passiert meistens, wenn der Teig zu trocken ist. Entweder war die Butter zu kalt, oder du hast zu wenig Flüssigkeit verwendet. Gib beim nächsten Mal einen Esslöffel kaltes Wasser mehr dazu. Auch zu langes Kneten kann den Teig bröselig machen – also kurz und sanft arbeiten.
Kann ich statt Mandeln auch Haselnüsse nehmen?
Ja, das geht wunderbar. Gemahlene Haselnüsse geben den Kipferl einen kräftigeren, leicht herben Geschmack. Sie werden etwas weniger süß, aber genauso mürbe. Probiere es einfach aus – ich mag die Variante mit Haselnüssen besonders gern im Herbst.
Wie bekomme ich die Kipferl gleichmäßig geformt?
Übung macht den Meister! Ein Trick: Rolle den Teig zu einer langen Rolle (etwa 2 cm dick) und schneide dann gleich große Stücke ab. Jedes Stück formst du zu einer Kugel, dann zu einer Rolle und biegst sie zum Hörnchen. Mit der Zeit bekommst du ein Gefühl für die richtige Größe. Und wenn mal eins schief ist? Das schmeckt trotzdem genauso gut.
Kann ich die Kipferl auch ohne Puderzucker servieren?
Klar, wenn du es weniger süß magst, kannst du den Puderzucker weglassen. Dann sind sie aber nicht mehr klassische Vanillekipferl. Eine Alternative: Bestreiche sie mit geschmolzener Zartbitterschokolade – das gibt einen schönen Kontrast. Oder lass sie einfach pur, dann kommen die Mandeln und die Butter besser zur Geltung.
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Omas Vanillekipferl: Extra mürbe, einfache Rezeptidee für Kinder
Diese extra mürben Vanillekipferl sind ein einfaches Familienrezept, das durch einen hohen Mandelanteil besonders zart wird. Perfekt für Kinder zum Mitbacken und ideal für Weihnachten oder gemütliche Nachmittage.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 12-15 Minuten
- Total Time: 45 Minuten (inkl. Ruhezeit)
- Yield: 40-50 Kipferl 1x
- Category: Dessert, Gebäck
- Cuisine: Deutsch, Österreichisch
Ingredients
- 250 g Mehl (Type 405)
- 200 g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten
- 100 g Zucker
- 200 g gemahlene Mandeln (blanchiert)
- 2 Päckchen Vanillezucker (oder 1 TL Vanilleextrakt)
- 1 Prise Salz
- 100–150 g Puderzucker zum Wälzen
- 1 Päckchen Vanillezucker für die Deko
Instructions
- Mehl und Mandeln in einer großen Schüssel mischen.
- Butterwürfel, Zucker, Vanillezucker und Salz dazugeben.
- Alles mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder von Hand zu einem glatten Teig verkneten (ca. 3-4 Minuten mit Rührgerät, 5-6 Minuten von Hand). Bei Bedarf 1 EL kaltes Wasser hinzufügen, falls der Teig zu trocken ist.
- Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 °C) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Walnussgroße Stücke (ca. 20 g) vom Teig nehmen, zu Kugeln rollen, dann zu 6-7 cm langen Rollen formen, Enden etwas dünner und zu Hörnchen biegen.
- Kipferl mit etwas Abstand (1-2 cm) auf das Backblech setzen.
- Im vorgeheizten Ofen 12-15 Minuten backen, bis sie ganz leicht goldbraun sind (Unterseite soll hell bleiben).
- Puderzucker mit 1 Päckchen Vanillezucker in einer flachen Schale mischen. Die heißen Kipferl vorsichtig darin wälzen (am besten mit zwei Gabeln).
- Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Optional nach dem Auskühlen ein zweites Mal in der Puderzuckermischung wälzen.
Notes
Die Butter muss kalt sein, aber nicht eiskalt – etwa 10 Minuten vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh. Die Kipferl müssen noch heiß sein, wenn sie in Puderzucker gewälzt werden. Haltbarkeit: 2-3 Wochen in einer gut verschlossenen Dose. Einfrieren möglich (bis zu 3 Monate).
Nutrition
- Serving Size: 1 Kipferl
- Calories: 85
- Sugar: 3
- Sodium: 0.02
- Fat: 5
- Saturated Fat: 3
- Carbohydrates: 8
- Fiber: 1
- Protein: 2
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