Written by

Christopher Wright

Published

Perfekt für den Morgen: Fluffige Zimtschnecken über Nacht ohne Kneten

Ready In 45 Minuten
Servings 12 Stück
Difficulty Mittel

Es gab einmal eine kleine, verrauchte Bäckerei in der Seitenstraße meiner alten Heimatstadt, die hieß „Goldene Krume”. Sie war nicht hübsch – die Theke war abgewetzt, die Tassen hatten Sprünge und der Kaffee war eher eine Entschuldigung für Koffein. Aber die Zimtschnecken, die sie dort machten? Die waren eine Offenbarung. Sie waren nicht diese trockenen, mit Zuckerguss erstickten Dinger, die man sonst so kennt. Diese Schnecken waren weich wie eine Wolke, schwerelos und trotzdem satt, mit einer Fülle von Zimt, der nach Geborgenheit schmeckte. Als die Bäckerei vor drei Jahren schloss, war ich untröstlich. Ich habe wirklich getrauert. Seitdem war ich auf der Jagd – eine regelrechte Besessenheit. Ich habe unzählige Rezepte ausprobiert, Hefeteige geknetet, bis mir die Arme weh taten, und bin an klebrigen, zähen Ergebnissen verzweifelt. Nach 17 Versuchen – und einem Mal, wo ich die Hefe mit kochendem Wasser erwischt habe – habe ich es endlich geschafft. Diese weichen, fluffigen Zimtschnecken über Nacht ohne Kneten sind der Grund, warum ich morgens wieder lächele. Sie sind der Geist der „Goldenen Krume”, zurückgebracht in meine eigene Küche.

Warum Du Diese Zimtschnecken über Nacht ohne Kneten Lieben Wirst

Ehrlich, dieses Rezept ist ein kleiner Gamechanger. Ich bin nicht die Geduldigste, wenn es ums Kneten geht – mein Arm schmerzt schon nach zwei Minuten. Deshalb liebe ich diese Methode so sehr. Du musst den Teig nicht stundenlang bearbeiten, kein Mehl in der ganzen Küche verteilen. Du rührst einfach alles zusammen, lässt die Zeit die schwere Arbeit machen und wachst am nächsten Morgen mit dem Duft von frischen Zimtschnecken auf.

  • Mühelos & Perfekt für Faule: Kein Kneten, kein Stress. Der Teig entsteht in nur 10 Minuten mit einem Holzlöffel. Die Arbeit macht die Zeit über Nacht.
  • Einfache Zutaten: Du hast wahrscheinlich alles im Haus. Mehl, Butter, Milch, Zucker, Zimt – das sind die Basics, die jeder Vorrat hergibt.
  • Ideal für gemütliche Morgen: Stell dir vor: Es ist kalt draußen, du hast einen freien Tag oder ein gemütliches Wochenende. Du schlenderst in die Küche, ziehst den Kühlschrank auf und die fertigen Schnecken warten nur darauf, gebacken zu werden. Perfekt für einen langsamen Start in den Tag.
  • Garantierter Publikumsliebling: Jeder liebt eine gute Zimtschnecke. Diese hier ist so weich und fluffig, dass selbst die größten Zimtschnecken-Skeptiker umfallen werden. Ich habe sie schon zu Thanksgiving, zum Osterbrunch und einfach an einem verregneten Dienstag serviert. Sie waren immer ratzfatz weg.
  • Unglaublich lecker: Der Teig ist über Nacht im Kühlschrank gereift und hat ein unglaublich nussiges Aroma entwickelt. Die Füllung aus braunem Zucker und Zimt karamellisiert beim Backen und wird zu einer klebrigen, sündigen Schicht. Der Frischkäse-Frosting ist das i-Tüpfelchen – nicht zu süß, schön säuerlich, der perfekte Kontrast.

Was dieses Rezept von den anderen unterscheidet? Es ist die Kombination aus no-knead-Technik und der langen, kalten Gare. Der Teig wird dadurch nicht nur einfacher, sondern auch geschmacklich komplexer. Du bekommst diese luftige, fast watteartige Krume, die man sonst nur von Profis kennt, ohne eine einzige Minute zu kneten. Es ist nicht einfach nur ein Rezept – es ist eine Einladung, den Morgen zu genießen, ohne zu hetzen.

Welche Zutaten Du Brauchst

Für diese fluffigen Zimtschnecken über Nacht ohne Kneten brauchst du wirklich keine exotischen Zutaten. Alles, was du brauchst, sind ein paar Grundlagen, die du wahrscheinlich schon in deiner Küche hast. Ich zeige dir, worauf es ankommt.

Für den Teig

  • 500 g Weizenmehl (Type 550): Das ist die ideale Mehlwahl für Hefeteig. Es hat genug Klebereiweiß für eine schöne Struktur, ist aber nicht zu schwer. Wenn du ein kräftigeres Mehl (Type 812) nimmst, werden die Schnecken etwas kompakter – was auch nicht schlecht ist.
  • 80 g Zucker: Normaler Haushaltszucker. Er gibt dem Teig nicht nur Süße, sondern auch Farbe beim Backen. Ich nehme immer feinen Backzucker, aber Kristallzucker geht auch.
  • 1 Päckchen Trockenhefe (oder ½ Würfel frische Hefe): Trockenhefe ist super praktisch, weil du sie direkt mit dem Mehl vermischen kannst. Wenn du frische Hefe nimmst, löst du sie in der lauwarmen Milch mit etwas Zucker auf und lässt sie 5 Minuten schäumen, bevor du sie zum Mehl gibst.
  • 1 TL Salz: Salz ist nicht nur Geschmacksträger, es stärkt auch das Klebergerüst des Teigs. Vergiss es nicht, sonst wird der Teig geschmacklos und matschig.
  • 250 ml Milch (3,5 % Fett): Die Milch sollte lauwarm sein (ca. 30-35 °C). Nicht zu heiß, sonst stirbt die Hefe! Ich nehme Vollmilch, weil sie dem Teig mehr Fett und Geschmeidigkeit gibt. Du kannst auch Hafer- oder Mandelmilch nehmen, aber die Schnecken werden dann etwas trockener.
  • 100 g weiche Butter: Die Butter muss wirklich weich sein, fast geschmolzen, aber nicht flüssig. Sie macht den Teig zart und geschmeidig. Ich nehme ungesalzene Butter, um die Salzmengen besser kontrollieren zu können.
  • 2 Eier (Größe M): Die Eier sollten Zimmertemperatur haben. Kalte Eier können den Teig zu sehr abkühlen und die Hefe verlangsamen. Nimm sie einfach eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank.

Für die Zimtfüllung

Zimtschnecken über Nacht ohne Kneten preparation steps

  • 80 g brauner Zucker: Brauner Zucker ist hier ein Muss! Er hat durch den Melasse-Anteil ein viel tieferes, karamelliges Aroma als weißer Zucker. Wenn du nur weißen Zucker hast, gib einen Esslöffel Ahornsirup oder Honig dazu.
  • 2 EL gemahlener Zimt: Nimm guten Zimt! Ich schwöre auf Ceylon-Zimt – er ist milder und aromatischer als der günstigere Cassia-Zimt. Das ist der Geschmack, der dich an Weihnachten und gemütliche Abende erinnert.
  • 50 g weiche Butter: Die Butter wird auf den ausgerollten Teig gestrichen. Sie sorgt dafür, dass die Füllung schön saftig wird und beim Backen eine klebrige Karamellschicht bildet.
  • Eine Prise Salz: Klingt komisch, aber Salz bringt die Süße des Zuckers und die Würze des Zimts erst richtig zur Geltung. Nicht weglassen!

Für das Frischkäse-Frosting

  • 150 g Frischkäse (Doppelrahmstufe): Der Frischkäse muss Zimmertemperatur haben, sonst wird das Frosting klumpig. Ich nehme Philadelphia, aber jede Marke funktioniert.
  • 60 g Puderzucker: Puderzucker löst sich besser auf als normaler Zucker und macht das Frosting schön glatt. Siebe ihn vorher, um Klümpchen zu vermeiden.
  • 2 EL Milch: Nur ein Schuss, um die Konsistenz geschmeidig zu machen. Du kannst auch Sahne nehmen, dann wird das Frosting noch reichhaltiger.
  • 1 TL Vanilleextrakt: Echter Vanilleextrakt, nicht Vanillezucker! Das Aroma ist viel intensiver und natürlicher. Macht den Unterschied.

Welche Küchengeräte Du Brauchst

Du brauchst keine Profi-Ausstattung, um diese Zimtschnecken über Nacht ohne Kneten zu zaubern. Ich mache das alles mit ganz normalen Haushaltsdingen. Hier ist, was du bereitstellen solltest:

  • Eine große Rührschüssel: Nimm eine richtig große Schüssel, denn der Teig geht ja über Nacht auf und verdoppelt seine Größe. Eine Edelstahl- oder Glasschüssel ist ideal.
  • Ein Holzlöffel oder ein stabiler Kochlöffel: Perfekt zum Vermengen der Zutaten. Keine Küchenmaschine nötig!
  • Frischhaltefolie: Um die Schüssel abzudecken, damit der Teig nicht austrocknet und keine Kruste bildet. Ein sauberes Geschirrtuch geht auch, aber Folie ist luftdichter.
  • Ein Nudelholz: Zum Ausrollen des Teigs. Wenn du keins hast, nimm eine saubere Glasflasche. Funktioniert auch!
  • Eine Backform (ca. 20×30 cm oder eine runde Springform): Eine ofenfeste Form, in die die Schnecken nebeneinander passen. Ich mag eine rechteckige Form, weil die Schnecken dann schön gleichmäßig backen.
  • Backpapier: Leg die Form damit aus, dann klebt nichts fest und die Reinigung ist ein Kinderspiel.
  • Ein scharfes Messer oder Teigschaber: Zum Schneiden der Teigrolle in gleichmäßige Stücke. Ein großes, scharfes Messer gibt saubere Schnitte, ohne den Teig zu zerquetschen.

Tipp: Wenn du die Schnecken besonders gleichmäßig haben willst, nimm einen Zahnseide-Faden! Leg ihn unter die Teigrolle, kreuz die Enden über der Rolle und zieh sie auseinander – perfekte, saubere Schnitte ohne Verformung.

Die Zubereitung: Schritt für Schritt

Okay, jetzt wird es ernst. Keine Sorge, es ist wirklich einfach. Folge einfach diesen Schritten, und du wirst mit den fluffigsten Zimtschnecken deines Lebens belohnt.

Schritt 1: Der Teig – Einfach alles zusammenrühren

Nimm deine große Schüssel und gib das Mehl, den Zucker, die Trockenhefe und das Salz hinein. Verquirle alles kurz mit dem Holzlöffel. Dann gibst du die lauwarme Milch, die weiche Butter und die beiden Eier dazu. Jetzt rührst du einfach alles kräftig durch, bis ein klebriger, weicher Teig entsteht. Er wird nicht glatt und elastisch wie ein klassischer Hefeteig – er bleibt eher feucht und etwas klumpig. Das ist völlig in Ordnung! Es darf keine trockenen Mehlnester mehr geben, aber perfekt muss er nicht sein. Das dauert vielleicht 2-3 Minuten.

Schritt 2: Die kalte Gare – Die Magie der Zeit

Decke die Schüssel fest mit Frischhaltefolie ab. Drück die Folie ruhig direkt auf die Teigoberfläche, damit sich keine Kondenswasser-Tropfen bilden. Dann stell die Schüssel für mindestens 8 Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank. Der Teig wird jetzt langsam aufgehen. Keine Sorge, wenn er nicht riesig wird – die Kälte verlangsamt die Hefe, aber sie arbeitet trotzdem. Du wirst sehen, dass er sich über Nacht verdoppelt hat. Ich stelle ihn immer abends vor dem Schlafengehen an, dann ist er morgens perfekt.

Schritt 3: Die Füllung vorbereiten

Am nächsten Morgen holst du den Teig aus dem Kühlschrank. Während er etwas Zimmertemperatur annimmt (ca. 15 Minuten), bereitest du die Füllung vor. Vermische in einer kleinen Schüssel den braunen Zucker, den Zimt und die Prise Salz. Die weiche Butter lässt du separat stehen – du streichst sie später auf den Teig.

Schritt 4: Den Teig ausrollen und füllen

Bestäube deine Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Kippe den Teig aus der Schüssel und bestäube ihn auch von oben leicht mit Mehl. Er ist immer noch sehr weich und klebrig, also nicht sparen mit dem Mehl auf der Fläche. Rolle ihn mit dem Nudelholz zu einem großen Rechteck aus, etwa 30×40 cm groß und ca. 1 cm dick. Keine Sorge, wenn die Form nicht perfekt ist – das macht nichts. Jetzt streichst du die weiche Butter gleichmäßig auf dem Teigrechteck verteilen. Lass dabei einen kleinen Rand von ca. 2 cm an der oberen Längsseite frei (das ist die Seite, an der du die Rolle später schließt). Dann streust du die Zimt-Zucker-Mischung gleichmäßig über die Butter. Drück sie leicht an, damit sie haftet.

Schritt 5: Die Rolle formen

Jetzt rollst du den Teig von der unteren langen Seite her fest auf. Rolle ihn nicht zu locker, aber auch nicht zu fest – er soll sich nicht quetschen. Wenn du am Ende angekommen bist, drückst du die offene Kante (der freie Rand) gut fest, damit die Rolle nicht aufgeht. Jetzt hast du eine lange Teigrolle. Schneide sie mit einem scharfen Messer in 12 gleich große Stücke, jedes etwa 3-4 cm dick. Lege die Schnecken mit etwas Abstand in deine mit Backpapier ausgelegte Backform. Sie dürfen sich leicht berühren, aber nicht quetschen.

Schritt 6: Das zweite Gehen – Fast geschafft!

Decke die Backform mit einem sauberen Geschirrtuch oder Frischhaltefolie ab und lass die Schnecken bei Zimmertemperatur nochmal 30-45 Minuten gehen. Sie sollen sich etwas aufblähen und aneinander wachsen. Während dieser Zeit heizt du den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (oder 160 °C Umluft) vor.

Schritt 7: Backen – Der Duft von Glück

Backe die Zimtschnecken für 20-25 Minuten, bis sie goldbraun sind. Die Füllung wird an den Rändern leicht karamellisieren – das ist genau das, was wir wollen. Nimm sie aus dem Ofen und lass sie 10 Minuten in der Form abkühlen. Sie sind jetzt noch sehr weich, also vorsichtig sein.

Schritt 8: Das Frosting – Der krönende Abschluss

Während die Schnecken abkühlen, rührst du das Frosting. Gib den weichen Frischkäse, den gesiebten Puderzucker, die Milch und den Vanilleextrakt in eine Schüssel. Verrühre alles mit einem Schneebesen oder einem Handmixer zu einer glatten, cremigen Masse. Verteile das Frosting großzügig über die noch leicht warmen Zimtschnecken. Es wird anfangen zu schmelzen und in die Ritzen zu laufen – genau so soll es sein!

Tipps & Tricks für Perfekte Zimtschnecken

Ich habe bei diesen Zimtschnecken über Nacht ohne Kneten so einige Fehler gemacht, damit du sie nicht machen musst. Hier sind meine besten Tipps:

  • Die richtige Temperatur der Milch: Das ist der häufigste Fehler. Die Milch darf nur lauwarm sein – etwa Körpertemperatur. Wenn du sie zu heiß machst, tötest du die Hefe ab und der Teig geht nicht auf. Wenn sie zu kalt ist, dauert es ewig. Teste sie am besten mit dem Finger: Sie sollte sich angenehm warm anfühlen, nicht heiß.
  • Kein Mehl sparen beim Ausrollen: Der Teig ist nach der Kühlung immer noch sehr klebrig. Bestäube die Arbeitsfläche und das Nudelholz großzügig mit Mehl. Ein bisschen mehr Mehl schadet nicht, aber zu wenig macht das Ausrollen zur Qual.
  • Gleichmäßig schneiden: Verwende ein sehr scharfes Messer oder Zahnseide, um die Rolle zu schneiden. Stumpfe Messer quetschen den Teig und die Schnecken werden unförmig. Wenn du Zahnseide nimmst, legst du sie unter die Rolle, kreuzt die Enden oben und ziehst sie durch – perfekte, runde Scheiben.
  • Nicht zu lange backen: Die Schnecken sind fertig, wenn sie goldbraun sind und die Füllung an den Rändern blubbert. Wenn du sie zu lange backst, werden sie trocken. Lieber eine Minute früher rausnehmen – sie garen in der heißen Form noch etwas nach.
  • Das Frosting bei lauwarmen Schnecken: Verteile das Frosting, während die Schnecken noch leicht warm sind. So schmilzt es ein bisschen an und verteilt sich gleichmäßig. Wenn du es auf kalte Schnecken gibst, bleibt es eher als dicker Klecks drauf.

Variationen & Abwandlungen

Dieses Grundrezept ist fantastisch, aber manchmal will man etwas Neues ausprobieren. Hier sind ein paar Ideen, wie du die Zimtschnecken über Nacht ohne Kneten anpassen kannst:

  • Nussige Variante: Streue vor dem Aufrollen 100 g gehackte Walnüsse oder Pekannüsse über die Zimt-Zucker-Mischung. Die Nüsse rösten im Ofen mit und geben einen herrlich knusprigen Biss. Ich liebe diese Variante zu Weihnachten.
  • Apfel-Zimt-Schnecken: Schäle einen Apfel, reibe ihn grob und drücke etwas Flüssigkeit aus. Verteile die Apfelraspel auf der Butter, bevor du den Zimt-Zucker draufstreust. Die Äpfel werden beim Backen weich und geben den Schnecken eine fruchtige Note. Perfekt für den Herbst!
  • Schokoladen-Zimt-Schnecken: Für alle Schokoholics: Streue 50 g gehackte Zartbitterschokolade oder Schokotropfen über die Zimtfüllung. Die Schokolade schmilzt beim Backen und wird zu einer klebrigen, sündigen Schicht. Einfach himmlisch.
  • Vegane Variante: Ersetze die Butter durch vegane Margarine, die Milch durch Hafer- oder Mandelmilch und die Eier durch 2 EL Leinsamen-Mehl (2 EL Leinsamen geschrotet + 6 EL Wasser, 5 Minuten quellen lassen). Das Frosting machst du mit veganem Frischkäse. Funktioniert überraschend gut!
  • Weniger süß: Wenn du es nicht so süß magst, reduziere den Zucker im Teig auf 50 g und in der Füllung auf 60 g. Das Frosting kannst du auch weglassen und die Schnecken nur mit etwas Puderzucker bestäuben.

Servieren & Aufbewahren

Die Zimtschnecken schmecken am besten, wenn sie noch lauwarm sind. Der Frischkäse-Frosting ist dann noch schön cremig und der Teig ist himmlisch weich. Serviere sie einfach pur – sie brauchen nichts weiter. Aber ein Glas kalte Milch oder eine Tasse heißer Kaffee sind die perfekte Begleitung. Stell dir vor: Du sitzt in einer kuscheligen Decke, die Schnecke dampft auf dem Teller, du beißt hinein und der Zimt breitet sich aus. So muss ein perfekter Morgen sein.

Aufbewahren: Die gebackenen und mit Frosting bedeckten Zimtschnecken halten sich in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank bis zu 3 Tage. Allerdings werden sie mit der Zeit etwas feuchter – das Frosting zieht ein. Das finde ich persönlich aber auch lecker!

Einfrieren: Du kannst die ungebackenen, geformten Schnecken einfrieren. Lege sie auf ein Backblech und friere sie für 2 Stunden ein, bis sie fest sind. Dann packst du sie in einen Gefrierbeutel. So halten sie sich bis zu 3 Monate. Zum Backen taust du sie über Nacht im Kühlschrank auf und lässt sie dann 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen, bevor du sie backst. Funktioniert perfekt!

Aufwärmen: Der beste Weg, eine Zimtschnecke wieder aufzufrischen, ist die Mikrowelle. 15-20 Sekunden bei 600 Watt, dann ist sie wieder warm und weich. Im Ofen bei 150 °C für 5 Minuten geht auch, wird aber etwas trockener.

Nährwertangaben & Gesundheitliche Aspekte

Okay, lass uns ehrlich sein: Zimtschnecken sind kein Diätgericht. Sie sind ein Genussmittel, ein Stückchen Seelenfutter. Aber das ist auch völlig in Ordnung! Ein gelegentlicher Genuss tut der Seele gut. Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Zimtschnecke (bei 12 Stück):

  • Kalorien: ca. 350 kcal
  • Fett: ca. 18 g
  • Kohlenhydrate: ca. 42 g
  • Eiweiß: ca. 6 g
  • Zucker: ca. 20 g

Der Zimt hat übrigens auch positive Eigenschaften: Er kann den Blutzuckerspiegel stabilisieren und wirkt entzündungshemmend. Klar, in dieser Menge macht er die Schnecke nicht gesund, aber es ist ein kleiner Bonus. Die Eier und die Milch liefern etwas Eiweiß und Kalzium. Also genieße deine Zimtschnecke ohne schlechtes Gewissen – ein Stück Glück am Morgen ist wichtig für die Seele!

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich den Teig auch länger als 24 Stunden im Kühlschrank lassen?

Ja, das ist möglich. Der Teig hält sich gut im Kühlschrank für bis zu 48 Stunden. Allerdings wird der Geschmack mit der Zeit immer säuerlicher (durch die lange Gare). Nach 24 Stunden ist er am besten. Wenn du ihn länger stehen lässt, wird er etwas flacher und die Hefe arbeitet nicht mehr so stark.

Warum sind meine Zimtschnecken nach dem Backen trocken?

Das passiert meistens, wenn sie zu lange gebacken wurden. Jeder Ofen ist anders – backe sie lieber 2 Minuten kürzer als zu lange. Sie sind fertig, wenn sie goldbraun sind und die Füllung an den Rändern blubbert. Nimm sie dann sofort raus. Auch zu wenig Fett im Teig kann zu Trockenheit führen – achte darauf, dass die Butter weich genug ist.

Kann ich den Zucker im Teig reduzieren?

Ja, du kannst den Zucker auf 50 g reduzieren, ohne dass der Teig leidet. Der Zucker ist nicht nur für die Süße da, sondern auch für die Hefe – sie ernährt sich von Zucker. Wenn du zu viel reduzierst, geht der Teig vielleicht nicht so gut auf. Aber 50 g sind absolut in Ordnung.

Meine Hefe ist nicht aufgegangen – woran liegt das?

Das kann mehrere Gründe haben: Die Milch war zu heiß (über 40 °C) und hat die Hefe abgetötet. Oder die Hefe war alt und nicht mehr aktiv. Trockenhefe sollte immer bis zum angegebenen Datum verwendet werden. Oder du hast zu viel Salz direkt auf die Hefe gegeben – Salz hemmt die Hefe. Vermische die Hefe immer erst mit dem Mehl, bevor du das Salz dazugibst.

Kann ich die Zimtschnecken ohne Frischkäse-Frosting machen?

Natürlich! Wenn du es einfacher magst, kannst du die Schnecken nach dem Backen nur mit Puderzucker bestäuben. Oder du machst einen einfachen Zuckerguss aus Puderzucker und etwas Zitronensaft. Oder du lässt sie ganz pur – der Zimtgeschmack kommt dann noch besser zur Geltung. Ich mag sie am liebsten mit dem Frischkäse-Frosting, weil es den süßen Zimt perfekt ausgleicht.

Fazit: Deine neuen Lieblings-Zimtschnecken

Ich hoffe, du probierst diese fluffigen Zimtschnecken über Nacht ohne Kneten aus. Sie sind wirklich etwas Besonderes – nicht nur, weil sie so wenig Arbeit machen, sondern weil sie schmecken, als ob sie aus einer kleinen, versteckten Bäckerei kommen. Sie sind weich, zart und voller Zimtgeschmack. Perfekt für einen gemütlichen Morgen, an dem du einfach nur genießen willst. Du kannst sie ganz nach deinem Geschmack anpassen – mit Nüssen, Äpfeln oder Schokolade. Oder du lässt sie ganz klassisch. Egal wie, sie werden dich und deine Lieben glücklich machen.

Ich liebe es, am Abend vorher den Teig anzurühren und zu wissen, dass der nächste Morgen schon gerettet ist. Es ist ein kleines Geschenk an mein zukünftiges Ich. Probier es aus! Ich bin mir sicher, dass du sie lieben wirst. Und wenn du eine besondere Variante ausprobierst, lass es mich in den Kommentaren wissen – ich bin immer neugierig auf neue Ideen. Viel Spaß beim Backen und Genießen!

Pin This Recipe!

Zimtschnecken über Nacht ohne Kneten recipe

Print

Perfekt für den Morgen: Fluffige Zimtschnecken über Nacht ohne Kneten

Diese fluffigen Zimtschnecken werden ohne Kneten zubereitet und über Nacht im Kühlschrank gegart. Am Morgen wartet ein duftendes, weiches Gebäck mit zimtiger Füllung und cremigem Frischkäse-Frosting.

  • Author: Hannah
  • Prep Time: 15 Minuten
  • Cook Time: 25 Minuten
  • Total Time: 8 Stunden 40 Minuten (inkl. Kühlzeit)
  • Yield: 12 Stück 1x
  • Category: Frühstück / Brunch
  • Cuisine: Amerikanisch

Ingredients

Scale
  • 500 g Weizenmehl (Type 550)
  • 80 g Zucker
  • 1 Päckchen Trockenhefe (oder ½ Würfel frische Hefe)
  • 1 TL Salz
  • 250 ml Milch (3,5 % Fett), lauwarm
  • 100 g weiche Butter
  • 2 Eier (Größe M), Zimmertemperatur
  • 80 g brauner Zucker
  • 2 EL gemahlener Zimt
  • 50 g weiche Butter (für die Füllung)
  • Eine Prise Salz
  • 150 g Frischkäse (Doppelrahmstufe), Zimmertemperatur
  • 60 g Puderzucker
  • 2 EL Milch
  • 1 TL Vanilleextrakt

Instructions

  1. In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Trockenhefe und Salz vermischen. Lauwarme Milch, weiche Butter und Eier hinzufügen und mit einem Holzlöffel zu einem klebrigen, weichen Teig verrühren (ca. 2-3 Minuten).
  2. Schüssel fest mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens 8 Stunden (über Nacht) in den Kühlschrank stellen.
  3. Am nächsten Morgen den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 15 Minuten bei Zimmertemperatur akklimatisieren lassen.
  4. Für die Füllung braunen Zucker, Zimt und eine Prise Salz in einer kleinen Schüssel vermischen.
  5. Arbeitsfläche leicht bemehlen, Teig darauf geben und ebenfalls leicht bemehlen. Zu einem Rechteck von ca. 30×40 cm und 1 cm Dicke ausrollen.
  6. 50 g weiche Butter gleichmäßig auf dem Teigrechteck verstreichen, dabei einen Rand von ca. 2 cm an der oberen Längsseite frei lassen. Die Zimt-Zucker-Mischung gleichmäßig darüber streuen und leicht andrücken.
  7. Teig von der unteren langen Seite her fest aufrollen, die offene Kante gut andrücken. Mit einem scharfen Messer in 12 gleich große Stücke (ca. 3-4 cm dick) schneiden.
  8. Schnecken mit etwas Abstand in eine mit Backpapier ausgelegte Backform (ca. 20×30 cm) legen. Mit einem Tuch abdecken und bei Zimmertemperatur 30-45 Minuten gehen lassen.
  9. Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Schnecken 20-25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten in der Form abkühlen lassen.
  10. Für das Frosting weichen Frischkäse, gesiebten Puderzucker, Milch und Vanilleextrakt glatt rühren. Frosting großzügig über die noch leicht warmen Zimtschnecken verteilen.

Notes

Milch nur lauwarm verwenden (ca. 30-35 °C), sonst stirbt die Hefe. Teig nach der Kühlung großzügig bemehlen beim Ausrollen. Schnecken nicht zu lange backen, sonst werden sie trocken. Frosting auf lauwarmen Schnecken verteilen, damit es schön verläuft.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Zimtschnecke
  • Calories: 350
  • Sugar: 20
  • Sodium: 250
  • Fat: 18
  • Saturated Fat: 10
  • Carbohydrates: 42
  • Fiber: 2
  • Protein: 6

Keywords: Zimtschnecken, über Nacht, ohne Kneten, Hefeteig, Frühstück, Brunch, einfach, fluffig

Did you make this recipe?

Share a photo and tag us — we can't wait to see what you've made!

You might also love these recipes

Leave a Comment

Recipe rating ★☆ ★☆ ★☆ ★☆ ★☆